86 Prozent aller importierten Sonnenbrillen kommen aus China

Am morgigen Freitag ist Sommeranfang – und dank des guten Wetters tragen viele Menschen hierzulande eine Sonnenbrille. Um genau zu sein: in den meisten Fälle sehr wahrscheinlich eine Sonnenbrille aus China. Ein Einblick in die Sonnenbrillen-Industrie.
Deutscher Sonnenbrillen-Markt: 50,6 Millionen Importe aus China. (© Imago)

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Zahlen mitteilt, kamen von den 59,2 Millionen im Jahr 2018 nach Deutschland importierten Sonnenbrillen 50,6 Millionen aus China. Dies entspricht 86 Prozent. Auf Platz zwei der Sonnenbrillen-Lieferländer liegt mit deutlichem Abstand Italien mit 3,1 Millionen Importen (fünf Prozent). Der Gesamtwert der italienischen Importe allerdings lag bei 127 Millionen Euro – und überstieg damit sogar den Wert der 2018 aus China eingeführten Sonnenbrillen (112 Millionen Euro).

5 weitere Fakten zum Sonnenbrillen-Markt Deutschland:

  1. Der Umsatz im Segment Sonnenbrillen beträgt 2019 etwa 633 Millionen Euro.
  2. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl werden in Deutschland im Jahr 2019 etwa 7,68 Euro pro Kopf umgesetzt.
  3. Laut Prognose wird im Jahr 2023 ein Marktvolumen von 694 Millionen Euro erreicht. Dies entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von 2,3 Prozent.
  4. Im Segment Sonnenbrillen wird das mengenmäßige Marktvolumen im Jahr 2023 laut Prognose 12,75 Millionen Stück betragen.
  5. Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland – zum Teil weit – hinter anderen Märkten wie den China, Indien und den USA zurück – was angesichts der deutlich höheren Einwohnerzahlen auch wenig überrascht. Mit einem Marktvolumen von 4.237 Millionen Euro im Jahr 2019 wird in den USA am meisten Umsatz generiert.

 

(he, Jahrgang 1987) – Waschechter Insulaner, seit 2007 Wahl-Hamburger. Studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften und pendelte zehn Jahre als Redakteur zwischen Formel-1-Rennstrecke und Vierschanzentournee. Passion: Sportbusiness. Mit nachhaltiger Leidenschaft rund um die Kreislaufwirtschaft und ohne Scheuklappen: Print, live, digital.