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Existenzgründer im Förderdschungel: Jeder zweite gibt an, dass er ohne Förderungen nicht gründen würde

Für viele Existenzgründer ist es die entscheidende Frage: Wie schaffe ich es, in der Startphase finanziell über die Runden zu kommen? Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Fördertöpfe. Die schlechte Nachricht: Kaum ein Gründer kennt die Fördermittel.

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Förderung ist ein sehr wichtiger Teil für Existenzgründer, um nicht schon in der Startphase ans Limit gehen zu müssen. Für 78 Prozent der befragten Existenzgründer sind Förderungen ein sehr wichtiges Thema. Gleichzeitig gaben ebenfalls 78 Prozent an, dass Sie noch keinen Überblick dazu haben. 22 Prozent gaben an, dass Sie zumindest „eine grobe Ahnung“ davon haben. Das hat jetzt eine Umfrage von „Existenzgründer & Jungunternehmer“ ergeben.

Gleichzeitig ist das Thema für Gründerinnen und Gründer in Deutschland extrem wichtig. Jeder zweite gab an, dass er ohne Förderungen nicht gründen würde (49,4 Prozent). Die andere Hälfte teilte mit, dass eine Förderung gut wäre, aber nicht entscheidend.

Wichtige Förderungen

Es besteht also in Sachen Fördermittelgeber noch viel Aufklärungsarbeit, vor allem weil der Bund und die Bundesländer über 200 unterschiedliche Förderungen besitzen – ein Fördermittel-Dschungel. Jedes Bundesland in Deutschland hat eigene Fördertöpfe. Hinzu kommen Fördermittel, die bundesweit ausgeschüttet werden. Da ist die Verwirrung der Gründer nicht verwunderlich.

Ein Trugschluss ist es, dass man Geld geschenkt bekommt. Denn die meisten Förderungen bestehen aus zinsgünstigen Gründerdarlehen, Zuschüssen und Bürgschaften – also aus einem Kredit, der den Start finanziert.Wichtige Fördertöpfe wie der Gründungszuschuss aus der Arbeitslosigkeit wurden allerdings zusammengestrichen. Heißt: Es ist sehr schwierig, den Zuschuss zu erhalten, weil die Agenturen versuchen alle in Jobs zu vermitteln. Doch um Gründern die Miete und den Wocheneinkauf zu sichern, ist solch ein Zuschuss wichtig, der während der Gründung mehrere Monate lang die privaten Kosten decken soll. Für diesen Zuschuss muss man heute gute Argumente haben, einen perfekten Businessplan und sich nicht so leicht geschlagen geben.

Die Seite foederdatenbank.de des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bietet einen Überblick, welche Förderungen wo zu beantragen sind.

Vor der Gründung

Helfen kann das BAFA-Zuschussprogramm, die Seite von Existenzgründer.de vom Bund oder ein eigener Gründerberater.

Die ersten unternehmerischen Schritte können vom Bund begleitet werden. So kann die Beratung von Unternehmens- und Existenzgründungsberatern gefördert werden. Ein Tipp: Bevor man einen Mietvertrag oder Kaufvertrag unterschreibt oder Waren bestellt, sollte die Finanzierung gesichert sein.

Zur Studie: Die Umfrage von „Existenzgründer & Jungunternehmer“ hat per Online-Umfrage über 1000 Gründerinnen und Gründer anonym befragt. Die Umfrage wurde zwischen Mai und August 2018 durchgeführt.

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Kommentare

  1. Förderung ist für Gründer tatsächlich ein wichtiges Thema. Wenn Jungunternehmer geförderte Beratung wollen, dann gibt es zwei Möglichkeiten: in der Vorgründungsphase helfen die jeweiligen Programme der Länder (z.B. das Beratungsprogramm Wirtschaft NRW), nach der Gründung greift das Programm „Förderung unternehmerischen Know Hows“ des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Bei beiden Programmen beträgt die Bezuschussung meinst 50%, in manchen Fällen auch mehr.

  2. Einen perfekten Businessplan zu erstellen ist oft aber aber gar nicht so einfach. Es gibt zwar viele kostenlose Angebote und Vorlagen im Netz. Aber um den Inhalt zusammenzustellen braucht es Know-How aus vielen unterschiedlichen Bereichen. Wer das nicht selbst kann, sollte sich aucg jeden Fall helfen lassen!

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