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Warum heißt die Marke so? Heute: Iglo

Käpt'n Iglo ist seit 1985 die Werbefigur der Marke, die 1959 in Europa eingeführt wurde. © Imago

Warum heißt die Fischstäbchen-Erfindermarke eigentlich Iglo und nicht Iglu, wie es auf Deutsch korrekt wäre - oder wie auf Englisch: Igloo? Die Antwort ist einfach: Iglo ist die niederländische Schreibweise des Inuit-Wortes für die bekannte runde Behausung aus Eis.

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Pionier der Tiefkühlkost war der Amerikaner Clarence Birdseye, der ab 1912 als Naturforscher im Norden Kanadas unterwegs war. Dort entdeckte er, dass die dortigen Ureinwohner Fische im kalten Wind blitzschnell einfroren, die nach dem Auftauen ähnlich gut schmeckten wie frischer Fisch.

Mitte der Zwanzigerjahre entwickelte er dann eine Maschine, mit der man verpackte Lebensmittel unter Druck so schnell einfrieren konnte, dass sich nur kleine Eiskristalle bildeten, die die Zellwände von biologischem Material nicht zerstörten.

In den 30er Jahren im US-Einzelhandel gestartet

In den Dreißigerjahren begann Birdseye, tiefgefrorene Lebensmittel an den amerikanischen Einzelhandel zu liefern. 1938 begann die Expansion der nach dem Gründer benannten Marke Birds Eye nach Europa, die, unterbrochen vom 2. Weltkrieg, erst in den Fünfzigerjahren richtig Fahrt aufnahm. Schließlich kaufte der britisch-niederländische Konzern Unilever 1957 die Marke.

Unilever testete den Namen Birds Eye in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden und stellte fest, dass der Name von der Mehrzahl der befragten Verbraucher weder verstanden noch gut ausgesprochen werden konnte. Daher suchte man einen einfachen und sympathischen Namen mit einem Bezug zu dem für Verbraucher neuen Thema Tiefkühlkost.

“Käpt’n Iglo” ab 1985 Werbefigur von Unilever

Die Idee zum Namen Iglo hatte ein Niederländer. Unter diesem Namen wurde die Marke vor 60 Jahren schließlich auch in den Niederlanden eingeführt. Drei Jahre später folgte dann die aus den Unilever-Töchtern Feinfrost und Langnese hervorgegangene Firma Langnese-Iglo in Deutschland mit Spinat und Fischstäbchen als ersten Iglo-Produkten.

Bis auf Weiteres unsterblich mit der Marke Iglo verbunden bleiben die Fischstäbchen, denen Unilever ab 1985 die Werbefigur “Käpt’n Iglo” an die Seite stellte. Es war eine 1:1-Adaption des “Captain Birdseye”, der in UK bereits seit 1966 werblich aktiv war. Ab 2006 wechselten die Marken Iglo und Birds Eye mehrfach den Besitzer. Seit 2015 gehören beide zur amerikanischen Nomad Foods Limited.


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Der Artikel ist im Rahmen der monatlichen Kolumne “Warum heißt die Marke so?” auch in der Print-Ausgabe der absatzwirtschaft erschienen. Einzelne Ausgaben oder ein kostenloses Probeabo der absatzwirtschaft können Sie hier bestellen.

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Kommentare

  1. Ich kaufe privat gern Tieflkühlwaren. Sie sind nützlich und halten sich lange. Bisher war mir nicht bewusst, was für eine Geschichte hinter dem Konzept aber auch den Namen der Marken steckt. Auch, dass das Konzept aus den 20er/30er Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts stammt ist faszinierend. Das ist älter als ich erwartet hatte.

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