Nur für dich

Weihnachten ist das Fest der Liebe; jeder schenkt etwas Besonderes, Individuelles. Warum sollte es in der Werbung anders sein? Marketing Tech kann Personalisierung schenken und dabei helfen, dass sich Konsument*innen in Marken verlieben.
LED-Weihnachtsbaum
Mit den richtigen Informationen sorgt Marketing Tech für personalisierte Markenerlebnisse. ©Unsplash

Es kommt jedes Jahr überraschend: Am 24. Dezember ist Weihnachten. Haben Sie schon alle Geschenke beisammen? Und wenn ja, wie haben Sie das angestellt? Haben Sie gebastelt, gewerkelt, etwas Besonderes in der Boutique oder im Gourmet-Laden besorgt – oder doch auf dem Heimweg von der Arbeit im Supermarkt Standard-Weihnachtspralinen geshoppt? Haben Sie jeweils Passendes für Ihre Lieben ausgesucht oder tun es auch die Socken, der Kochtopf und ein Playstation-Guthaben? Wie auch immer Sie das Fest der Liebe vorbereiten: Damit die Beschenkten Grund zur Freude haben, muss man Informationen sammeln, bewerten und darauf basierend eine Kauf- oder besser gesagt eine Schenk-Entscheidung treffen. Alle Jahre wieder. Im Marketing sollte es nicht anders sein.

Personalisierung ist daher nicht nur ein Dauertrend, sondern auch ein Erfolgsgarant für digitale Werbung. Erst wenn Inhalte zu den Nutzer*innen passen, haben sie eine Chance, in der Informationsflut überhaupt wahrgenommen zu werden. Personalisierung ist nach wie vor der beste Weg für Marketer, Kund*innen gezielt anzusprechen. Dies geht auch aus Movable Ink’s zweiter jährlicher „Audience of One“ Verbraucher*innen-Umfrage hervor.

Personalisierte Erlebnisse begünstigen Kaufentscheidungen

Movable Ink führte 2021 erstmals eine Umfrage unter US-Verbraucher*innen durch. Dieses Jahr wollte das Unternehmen über die USA hinaus Kund*innen-Feedback auf internationaler Ebene einholen und befragte Verbraucher*innen in Kanada, Großbritannien, Irland und Deutschland. Das aktuelle Ergebnis: Fast 50 Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, dass sie mit höherer Wahrscheinlichkeit Produkte oder Dienstleistungen einer Marke kaufen, wenn diese Marke ein personalisiertes Erlebnis anbietet –  zum Beispiel in Form von E-Mail-Nachrichten oder In-App-Benachrichtigungen.

Den höchsten Grad an Personalisierung erleben Kund*innen demnach im Bereich Fashion und Bekleidung (36 Prozent), gefolgt von Medien und Entertainment (30 Prozent) und Elektronikhandel (28 Prozent). Demgegenüber ist mehr als ein Viertel der Verbraucher*innen (26 Prozent) noch nie auf personalisierten Content einer Marke aufmerksam geworden.

Hier liegen also noch zahlreiche Potenziale brach und mit Hilfe von Marketing Tech können sie gehoben werden – egal ob es um personalisierte Kommunikation, Online-Shoppingerlebnisse oder einfach nur passende Produktempfehlungen handelt. Falls Sie also noch nicht genau wissen, mit welchen Produkten Sie Ihre lieben Kund*innen wirklich begeistern können, sollten Sie Personalisierung im kommenden Jahr unbedingt auf Ihre Agenda setzen. Und das nicht nur zu Weihnachten.

Schon gehört?

Sie können jetzt die mehr als 10.000 Martech-Tools, die Scott Brinker auf der Website Martechmap zusammengetragen hat, nach Umsatz, Größe, Alter und G2-Bewertungen filtern. Das soll Marketern die Tool-Entscheidungen weiter erleichtern.

Auch beim Targeting ist momentan Durchblick gefragt. Annalect hat mit seiner „Privacy-First Targeting Studie 2022“ nun ein Update zu den gängigen und vielversprechendsten Identifier- und Targeting-Lösungen für die Post-Cookie-Ära geliefert. Wichtige Erkenntnis: Login Allianzen, ID-Lösungen und Contextual Targeting sind die aktuell relevantesten Ansätze für cookie-loses Targeting.

Und während die Drittanbieter-Daten mit ganz irdischen Restriktionen zu kämpfen haben, wurde bei der Datenübertragung aus dem All jetzt ein Weltrekord aufgestellt. Wie ZME Science berichtet, hat ein kleiner Satellit von der Größe zweier Müslischachteln per Laserkommunikation Daten mit einer Rate von 100 Gigabit pro Sekunde zur Erde geschickt. Das ist mehr als 1000-mal höher als die für die Satellitenkommunikation typischerweise verwendeten Hochfrequenzverbindungen. Vielleicht kommen die Rechenzentren im All schneller als man denkt.

Übrigens: Ich darf mich an dieser Stelle für dieses Jahr von Ihnen verabschieden. In der kommenden Woche übernimmt mein geschätzter Kollege Frederic M. Servatius die letzte Martech-Kolumne für dieses Jahr, dann geht es in die Weihnachtspause. Am 10. Januar 2023 lesen wir uns wieder. Ich wünsche Ihnen schon jetzt geruhsame Feiertage, einen guten Rutsch und bleiben Sie inspiriert!

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