Jeder fünfte Dax-Vorstand weiblich

In den Vorständen der Dax-Konzerne sind Frauen noch deutlich in der Minderheit. Aber ihr Anteil erhöht sich schrittweise. Die Mehrheit der neuen weiblichen Vorstände kommt aus dem eigenen Haus.
Ein Erfolg der Frauenförderung: Weibliche Führungskräfte profitieren von gezielter Personalentwicklung. ©Unsplash/Ian Schneider

Die Dax-Konzerne berufen immer mehr Frauen in ihre Vorstände. Im vergangenen Jahr waren 42 Prozent der neu berufenen Vorstände weiblich, womit der Frauenanteil von 15 auf 19 Prozent stieg, wie die Personalberatung Russell Reynolds am Montag mitteilte. Durch bereits bekannte Neubesetzungen werde der Frauenanteil im April auf mehr als 20 Prozent steigen.

„Der Wandel ist in den Unternehmen angekommen. Das zeigt sich auch daran, dass 55 Prozent der neuen weiblichen Vorstände interne Beförderungen sind, also Besetzungen mit Frauen aus dem eigenen Unternehmen“, sagte Berater Thomas Tomkos. Immer mehr Unternehmen bereiteten weibliche Führungskräfte durch gezielte Personalentwicklung auf Aufgaben im Top-Management vor. „Das ist wichtiger als jede Quote.“ Berater Jens-Thomas Pietralla sagte: „Die intensive öffentliche Diskussion um Frauen in Führungspositionen trägt Früchte.“

Acht Dax-Unternehmen ohne Frau im Vorstand

Der Zählung zufolge haben 8 der 40 Dax-Unternehmen keine Frau im Vorstand. Zwei von ihnen müssen nach der seit August 2021 geltenden gesetzliche Frauenquote beim nächsten Wechsel im Vorstand eine Frau berufen. Für die sechs anderen greift das Gesetz nicht, da sie nicht mitbestimmt sind oder der Vorstand nur drei Mitglieder hat.

Bei den 50 mittelgroßen Aktiengesellschaften im M-Dax stieg die Frauenquote im vergangenen Jahr von 11 auf 11,7 Prozent. In 29 der 50 Firmen sind den Personalberatern zufolge nur Männer im Vorstand.

tht/dpa

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