Inflation: Deutsche sparen bei Energie und Lebensmitteln

Aufgrund der Inflation müssen viele Konsument*innen inzwischen Einsparungen treffen. Welche Produkte sie dabei als erstes streichen, hat eine YouGov-Umfrage herausgefunden. Demnach sparen Deutsche vor allem bei Energie, Alkohol und Süßigkeiten.
Sparschwein
Wegen der inflationsbedingt gestiegenen Preise reduzieren viele Verbraucher*innen ihre Ausgaben reduzieren. ©Fabian Black / Unsplash

Die Inflation macht vielen Konsument*innen das Leben schwer. Laut einer Umfrage von YouGov im Auftrag von Yahoo hatten 54 Prozent der Deutschen im Oktober 2022 höhere Ausgaben als noch vor einem Jahr. Weil die Preise steigen, müssen sie nun manches vom Einkaufszettel streichen. Ganz besonders machen sich dabei die Energiekosten bemerkbar. So versuchen den Ergebnissen zufolge 53 Prozent der Deutschen, ihren Verbrauch zu reduzieren, um Kosten einzusparen.

Deutsche sparen an Fleisch, Schokolade und Alkohol

Laut der Umfrage wird auch der Fleisch-, Fisch- und Meeresfrüchte-Konsum zurückgefahren. 49 Prozent der Befragten geben an, aktuell weniger davon zu kaufen. Zur Weihnachtszeit gelten Lebkuchen und Co. als besonders beliebt, doch 44 Prozent gaben an, weniger Süßigkeiten und Schokolade zu kaufen. 38 Prozent wiederum geben weniger Geld für Alkohol aus. Einige scheinen sogar einen Schritt weiter zu gehen. Den Ergebnissen zufolge gaben nämlich 24 Prozent an, überhaupt keinen Alkohol mehr zu kaufen.

„Die meisten Konsument*innen spüren die steigenden Lebenshaltungskosten aktuell deutlich und setzen gerade in der Vorweihnachtszeit hohe Erwartungen an Marken und den Einzelhandel“, sagt Maximilian Weigel, Managing Director Yahoo Germany. Schließlich konzentrieren sich 50 Prozent der Befragten vermehrt auf Rabatte und Sonderangebote. Von denjenigen, die ihre Kosten reduzieren, sind 75 Prozent auf preisgünstigere Varianten oder Eigenmarken umgestiegen.

Letztlich scheinen manche Verbraucher*innen ihre Bemühungen auszuweiten. So gaben 57 Prozent der Befragten an, ihre Ausgaben für Unterhaltungs- und Freizeitaktivitäten zu reduzieren. Die Möglichkeiten scheinen davon jedoch fast unberührt zu bleiben. Ihre Ausgaben für Streaming und Gaming haben gerade einmal 17 Prozent der Befragten reduziert. 45 Prozent hingegen gaben an, ihr Verhalten in diesem Bereich nicht verändert zu haben.

Methodik

Im Auftrag von Yahoo befragte das Marktforschungsinstitut YouGov im November knapp 1000 deutsche Konsument*innen ab 18 Jahren. Die Befragung ist repräsentativ. Außerdem wurden knapp 2300 Verbraucher*innen in Großbritannien und jeweils knapp 1000 Verbraucher*innen in Frankreich, Italien und Spanien befragt.

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