Fünf Impulse zur Circular Economy

In regelmäßigen Abständen präsentieren wir Impulse und Entwicklungen auf dem Weg in die Circular Economy. Ein Potpourri aus aktuellen Studien über Aktivitäten von Marken im Bereich Kreislaufwirtschaft bis hin zu wichtigen politischen Weichenstellungen.
849 Kilogramm CO2-Emissionen verursacht jeder Deutsche pro Jahr durch Informationstechnik. Während neue Geräte angeschafft werden, landet der Elektroschrott in der Dritten Welt. ©Camino Filmverleih

CO2 fürs Gesicht

Beiersdorf hat das weltweit erste Kosmetikprodukt mit recyceltem CO2 auf den Markt ­gebracht. Beim CO2-Recycling wird Kohlenstoff, ­etwa an Industrieschornsteinen, gesammelt und in einen Bioreaktor abgeleitet, danach fermentiert und zu kosmetischem Ethanol aufbereitet.

Die Feuchtigkeitspflege enthält einen Anteil von 14 Prozent des auf diesem Weg gewonnenen ­Ethanols. Zudem ist die Formel zu 100 Prozent frei von Mikroplastik, Sili­konen, Mineral­öl und PEG/PEG-Derivaten. Die Männer­pflege wurde unter Einsatz von Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien hergestellt und ist zu 99 Prozent biologisch abbaubar, die Verpackung lässt sich vollständig recyceln.

Ikea testet Hubs

Von Februar bis Mai hat Ikea Deutschland ein Recycling-Angebot für ausgediente Bettdecken und Kopfkissen in 14 ausgewählten Testhäusern getestet. Als Teil der Strategie baut Ikea zudem die bekannten „Fundgruben“ in „Circular Hubs“ um. „Damit möchten wir den wiederaufbereiteten Produkten einen höheren Wert geben“, sagt Business Development Managerin Berna Brandsaeter. „Auch möchten wir zeigen, wie jede*r Einzelne den Lebenszyklus der eigenen Möbelstücke verlängern kann, und mit Tipps und Tricks zu einem nachhaltigeren Konsum inspirieren.“ Bis 2030 will Ikea Produkte ausschließlich aus erneuer­baren und recycelten Materialien herstellen.

Ideen aus dem Pop-up-Store

Das Innovationsnetzwerk ­M:UniverCity der Hochschule München und der Abfallwirtschaftsbetrieb München haben einen Pop-up-­Store zum Thema Wie­derverwendung auf dem Viktualienmarkt getestet. Ziel war, Lösungen für quartiersbezogene Wie­derverwendung zu erproben. Das Projekt stand im Kontext der städtischen Strategie „Circular Munich“.

FonDs von L’OréaL

L’Oréal hat einen Fonds für Kreislauf­innovationen aus der Start-up-Szene gelauncht. Der sogenannte „Impact Investing Circular Innovation Fund“ wird von Demeter und Cycle Capital verwaltet. Als Anker­investor steuert L’Oréal 50 Millionen Euro zum Fonds bei, der ein Volumen von 150 Millionen Euro hat.

Circular Globe Label

Die Raimund Beck KG hat als erstes Unternehmen das „Circular Globe Label“ für Kreislaufwirtschaft erhalten. Das Label wurde von Quality Austria in Kooperation mit der Schweizer SQS entwickelt und bewertet das gesamte System eines Unternehmens auf seine Kreislauffähigkeit.

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