Verbraucherzentrale fordert Verbot von Werbung mit „Klimaneutralität“

Im Zuge ihrer Nachhaltigkeitsstrategie werben Unternehmen häufig mit Klimaneutralität. Dahinter steckt oftmals nicht mehr als eine Kompensation von Emissionen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert daher ein generelles Verbot solcher Werbung.
Ihre Emissionen gleichen Unternehmen oftmals mit Kompensationen aus. Für den Verbraucherzentrale Bundesverband reicht das nicht, um mit Klimaneutralität zu werben. ©Unsplash/Matthias Heyde

Seit einiger Zeit werben Unternehmen branchenübergreifend mit dem Claim der Klimaneutralität. Zuletzt bezeichnete der Fußballverband Fifa die aktuelle Weltmeisterschaft als klimaneutrales Turnier. Vergangene Woche forderte der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) den Verband dazu auf, diese Werbeaussagen zu löschen. Nun fordert er ein generelles Verbot von Werbung mit Klimaneutralität.

„Immer wieder wollen Organisationen und Unternehmen mir ihrer Werbung den falschen Eindruck erwecken, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung dem Klima nicht schadet. Tatsächlich entstehen in der Produktion aber grundsätzlich klimaschädliche Emissionen“, sagt VZBV-Vorständin Ramona Pop.

Diese möchten Werbetreibende meist mit CO2-Kompensationen ausgleichen. Allerdings ist der Handel mit diesen Kompensationszertifikaten nicht reguliert. „Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist somit völlig unklar, wie verlässlich Emissionen kompensiert werden. Das ist Greenwashing und sollte verboten werden“, fordert Pop. Darüber hinaus bezeichnet der VZBV auch die Werbung mit angestrebter, also zukünftiger Klimaneutralität als Greenwashing.

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