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Sieben Fakten zum Shopping-Jahr

Die Hamburger kaufen nicht nur im Alsterhaus am Jungfernstieg ein, sie shoppen im Bundesvergleich neben den Berlinern auch am meisten online. © Imago

Berliner und Hamburger sind die eifrigsten Online-Shopper, Montag und Dienstag sind die beliebtesten Tage zum Einkaufen im Internet und Shopping-Events gewinnen an Bedeutung. Diese und andere Fakten zum Shopping-Jahr 2019 hat das Verbraucherforum mydealz zusammengetragen. Hier unsere Top 7.

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1. Deutsche kaufen monatlich für 357 Euro ein

Für 357 Euro im Monat haben die Verbraucher in Deutschland 2019 eingekauft. Das geht aus einer Studie hervor, die Statista Anfang September im Auftrag von mydealz durchgeführt hat. Besonders ausgabefreudig zeigten sich Männer und ältere Verbraucher. Im Schnitt kauften Männer für 401 Euro ein, Frauen hingegen nur für 315 Euro. Insgesamt haben Niedrigzinsen und ein arbeitnehmerfreundlicher Arbeitsmarkt in diesem Jahr für höhere Konsumausgaben gesorgt: 23,3 Prozent der Befragten erklärten, mehr Geld auszugeben als noch im Jahr 2018. 63,8 Prozent haben ihre Konsumausgaben nicht verändert und nur 12,9 Prozent zeigten sich in den letzten zwölf Monaten sparsamer als im Jahr zuvor.

2. Händler setzen 537 Milliarden Euro um

Vom besseren Konsumklima konnten vor allem Online-Händler profitieren. Sie durften sich über ein Umsatzwachstum von satten 8,5 Prozent freuen, während der Einzelhandelsumsatz insgesamt nur um 2,0 Prozent zulegte. Insgesamt hinken Online-Händler ihren klassischen Pendants aber noch klar hinterher. Im stationären Handel haben Verbraucher 2019 für 537,4 Milliarden Euro eingekauft. Dies zeigen Zahlen des Handelsverbands Deutschland (HDE). Wie hoch die Ausgaben im Online-Handel waren, ist umstritten: Der HDE spricht von 57,8 Milliarden Euro. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel glaubt, dass Verbraucher erstmals mehr als 70 Milliarden Euro ausgegeben haben.

3. Berliner und Hamburger eifrigste Web-Shopper

Die meisten Online-Käufer kamen – wenig überraschend – aus den beiden bevölkerungsstärksten Bundesländern Nordrhein-Westfalen (23,4 Prozent) und Bayern (13,8 Prozent); die wenigsten aus den bevölkerungsarmen Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Saarland (beide: 0,8 Prozent). Und doch ist Online-Shopping eher ein urbanes Phänomen: Berliner und Hamburger entpuppten sich in diesem Jahr als wahre Fans des Online-Shoppings. Obwohl nur 4,4 Prozent der 83 Millionen Deutschen in Berlin leben, kamen dieses Jahr 11,9 Prozent der Online-Shopper aus der Hauptstadt. Aus Hamburg kamen 5,9 Prozent der Online-Käufer, obwohl nur jeder fünfzigste Deutsche (2,2 Prozent) an der Alster lebt.

4. Online-Einkäufe meistens via Smartphone

Mobile Endgeräte sind die wichtigsten Einkaufsbegleiter beim Online-Shopping. 81,4 Prozent der Verbraucher greifen laut aktuellen Zahlen von mydealz zu ihrem Smartphone oder Tablet, wenn sie etwas im Internet bestellen wollen. Knapp 460 Millionen Mal informierten sich Konsumenten in diesem Jahr mithilfe der Shopping-Plattform über aktuelle Angebote. Nur in 18,6 Prozent der Fälle nutzten sie ihr Notebook oder ihren PC. Verglichen mit dem Vorjahr stieg die Bedeutung mobiler Endgeräte damit um 6,9 Prozent. Elektronikprodukte wie Smartphones, Fernseher und Kopfhörer sowie Mode und Reisen zählten zu den Produkten, die besonders viele Verbraucher online kauften.

5. Mittags und zur Prime-Time klingelt die Kasse

Bei den Tageszeiten haben Verbraucher klare Präferenzen: Vor allem abends zwischen 20 Uhr und 22 Uhr und mittags zwischen 12 und 13 Uhr haben Nutzer in den zurückliegenden zwölf Monaten online eingekauft. Dabei klingeln die Kassen der Online-Shops besonders zu Wochenbeginn: 14,8 Prozent der Verbraucher haben sich montags und 14,7 Prozent dienstags über aktuelle Angebote informiert – samstags waren es 12,1 Prozent der Konsumenten.

6. Stärkste Monate im November und Dezember

Jeder achte Verbraucher (12,1 Prozent), der dieses Jahr etwas im Internet bestellt hat, hat im November online eingekauft. Wie schon in den Vorjahren war der November damit der nachfragestärkste Monat – dicht gefolgt vom Dezember, in dem 11,8 Prozent der Verbraucher online eingekauft haben. Auf Rang drei folgte der Oktober, in dem immerhin noch 8,8 Prozent der Verbraucher etwas im Internet bestellt haben. Besonders nachfrageschwach waren dagegen die Sommermonate Juni (6,9 Prozent), Juli (7,2 Prozent) und August (6,8 Prozent).

7. Shopping-Events gewinnen an Bedeutung

Für 3,1 Milliarden Euro haben Verbraucher in den vier Tagen vom Black Friday bis zum Cyber Monday (29. November bis 2. Dezember) eingekauft und damit 29,2 Prozent mehr ausgegeben als im Vorjahr und so viel wie an keinem anderen Wochenende dieses Jahres. Die Zahlen des HDE zeigen, wie sehr Verbraucher Shopping-Events inzwischen annehmen. Dass dies nicht nur auf den Black Friday zutrifft, lässt sich an der Reichweite von mydealz ablesen: Verglichen mit dem Vorjahr fiel die Nachfrage 2019 auch rund um den Valentinstag (plus 56 Prozent), Muttertag (plus 27 Prozent) und im Weihnachtsgeschäft (plus 20 Prozent) deutlich stärker aus. Der Wirtschaftsberatung EY zufolge gab jeder Deutsche in diesem Jahr für Weihnachtsgeschenke im Schnitt 281 Euro aus. Die Umsätze summierten sich auf 18,4 Milliarden Euro.

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