Druck auf Media-Agenturen steigt

Die angespannte Wirtschaftlage beeinflusst auch die Situation der Media-Agenturen in Deutschland, wie der „Wintermonitor“, eine Online-Befragung der Mitglieder der Organisation der Media-Agenturen (OMG) im Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA), belegt. Demnach rechnen die Befragten für 2009 mit einem Rückgang der Brutto-Werbeaufwendungen um insgesamt 2,8 Prozent. Im Sommer 2008 wurde vergleichsweise noch von einer Steigerung um 0,5 Prozentpunkte ausgegangen. Ähnlich werde es sich bei den Umsätzen der Media-Agenturen verhalten, bei denen die Befragten derzeit von einem Rückgang um 2,3 Prozent ausgehen.

Besonders gravierende Kürzungen seien nach Branchen betrachtet mit rund zwölf Prozent im Automobilmarkt sowie mit elf Prozent im Bereich Finanzdienstleistungen zu erwarten. Eine deutliche Steigerung der Brutto-Werbeaufwendungen um 12,7 Prozent prognostizieren die Media-Agenturen dagegen Online-Dienstleistungen. Allein das Internet werde im laufenden Geschäftsjahr auch weiter an Attraktivität als Werbe-Medium gewinnen, wenngleich auf einem deutlich niedrigerem Niveau als noch vor einem halben Jahr vorausgesagt. Verlierer werden nach Ansicht der Befragten Publikums- und Fachzeitschriften sowie Kinos sein.

Dass Werbungtreibende 2009 auf andere Medien setzen werden als zuvor, begründet OMG-Sprecher Werner Bitz wie folgt: „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten soll Werbung unseren Kunden dabei helfen, ihre Umsätze und Marktanteile zu sichern. Deshalb wird häufig in Medien geworben, die weite Teile der Bevölkerung erreichen, wie zum Beispiel Internet und Fernsehen.“ Preissteigerungen seien im Laufe des Jahres in allen Mediengattungen zu erwarten, wobei das Internet mit einer Verteuerung der Schaltkosten um vier Prozent Spitzenreiter sein soll.

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