Suche

Anzeige

Verbraucher denken nicht ans Sparen: Die Kauflaune der Deutschen hält an

Was im Einkaufwagen der Kunden landet, entscheidet ein so genanntes Buying Center von Lieferanten und Unternehmern. Auch diese brauchen Hilfestellung, in der veränderten Welt

Nachdem das Verbrauchervertrauen im dritten Quartal 2015 ein Zehnjahreshoch erreicht hatte, ist der Optimismus der deutschen Verbraucher zum Jahresende leicht zurückgegangen. Trotzdem liegt Deutschland im europäischen Vergleich weiterhin in der Spitzengruppe. Das ist das Ergebnis des aktuellen Verbrauchervertrauensindex von Nielsen

Anzeige

Die Dänen, Briten und Iren schauen wohl noch zuversichtlicher in die Zukunft. „Die Deutschen blicken nach wie vor optimistisch in die Zukunft, auch wenn das Verbrauchervertrauen hierzulande zum Ende des Jahres hin etwas zurückgegangen ist“, sagt Ingo Schier, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nielsen Deutschland. „Insgesamt befindet sich das Verbrauchervertrauen in Deutschland nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Daran ändert auch das etwas rauere weltwirtschaftliche Umfeld grundsätzlich nichts. Mit 98 Indexpunkten liegt das Verbrauchervertrauen auf dem gleichen Stand wie vor einem Jahr.“

Anhaltend positive Job-Aussichten

Fast zwei Drittel (58 Prozent) der Deutschen schätzen ihre Job-Chancen für die nächsten zwölf Monate 2015 als gut oder sehr gut ein. Damit liegt Deutschland 26 Prozent über dem europäischen Durchschnitt (32 Prozent). „Die positiven Entwicklungen am deutschen Arbeitsmarkt spiegeln sich kontinuierlich in den Einschätzungen der Job-Aussichten wider“, so Schier. Im letzten Quartal 2014 gaben bereits 56 Prozent der Deutschen an, dass ihre Jobaussichten gut oder sehr gut sind. Dieser Wert hat auf Jahressicht noch einmal zugelegt. Im europäischen Durchschnitt ist dieser Wert um 4 Prozent gestiegen: Im vierten Quartal 2014 bewerteten europaweit 28 Prozent ihre Job-Aussichten als gut oder sehr gut.

Persönliche finanzielle Situation auf hohem Niveau

53 Prozent der Deutschen schätzen ihre persönliche finanzielle Situation für die nächsten zwölf Monate als gut oder sogar sehr gut ein. Im Vergleich zum Vorjahresquartal (55 Prozent) ist dieser Wert um zwei Prozentpunkte zurückgegangen. 50 Prozent der Deutschen sind zudem der Ansicht, dass die nächsten zwölf Monate eine gute Zeit sind, um Geld auszugeben. Diese Ansicht teilen nur 35 Prozent der Europäer. „Insgesamt sind die Deutschen hier sehr zuversichtlich“, fasst Ingo Schier zusammen. „Das liegt vor allem an der dynamischen Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung. Der private Konsum ist und bleibt ein Tragpfeiler der Konjunktur.“ Im europäischen Durchschnitt beurteilen 41 Prozent der Befragten ihre finanzielle Lage gut bis sehr gut.

Wer Geld hat gibt es aus

Deutsche Verbraucher, die nach der Deckung ihrer Lebenshaltungskosten Geld übrig haben, kaufen sich damit an erster Stelle Kleidung (52 Prozent) oder buchen einen Urlaub (46 Prozent). An dritter Stelle steht mit 30 Prozent das Abbezahlen von Schulden. Sparen liegt bei deutschen Verbrauchern im vierten Quartal 2015 mit 27 Prozent erst auf Platz vier. Damit unterscheiden sich deutsche Verbraucher stark vom europäischen Durchschnitt, bei dem Sparen mit 36 Prozent an erster Stelle steht, wenn es um die Frage „Was machen ich mit Geld, das ich über habe?“ geht.

Nicht-materielle Sorgen beschäftigen die deutschen Verbraucher

Während zum Jahresende 2014 steigende Rechnungen, Gesundheit und Terrorismus die Hauptsorgen der Deutschen waren, sind es letzten Quartal 2015 besonders die nicht-materiellen Themen Immigration, Terrorismus und Gesundheit. „Die Ereignisse des vergangenen Jahres haben natürlich Einfluss auf die Sorgen der Verbraucher“, so Ingo Schier. „Bislang ist aber keine Auswirkung auf das Verbrauchervertrauen erkennbar.“ Wirtschaftliche Sorgen stehen anders als im europäischen Durchschnitt in Deutschland hinter den nicht-wirtschaftlichen. Im europäischen Durchschnitt sind Terrorismus, die wirtschaftliche Lage und Jobsicherheit die Hauptsorgen der Verbraucher.

Das ist das Ergebnis des aktuellen Verbrauchervertrauensindex von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern liefert. Der Verbrauchervertrauensindex bildet die Job-Aussichten, die persönliche finanzielle Situation und die Bereitschaft der Deutschen ab, Geld auszugeben – immer mit Blick auf die kommenden zwölf Monate und im europäischen Vergleich. Weltweit untersucht Nielsen seit 2005 das Verbrauchervertrauen in 61 Ländern. Den vollständigen internationalen Report zum Verbrauchervertrauen können Sie HIER kostenfrei anfordern 

Kommunikation

Apple- gegen Android-Nutzer: So sehr turnen alte Smartphones Frauen ab

So geht es tatsächlich zu auf dem Dating-Markt im Jahr 2018: Besitzt man ein altes Smartphone, kann es sein, dass die Frau nie wieder anruft. Das Smartphone hat einen maßgeblichen Anteil an der Begehrlichkeit bei der Partnerwahl. Das will das Tech-Wiederverkaufsportal Decluttr in einer Studie herausgefunden haben: So hätten iPhone-Besitzer die besseren Aussichten, einen Partner zu finden als Android-Nutzer. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Amazon hat am Prime Day 2018 mehr als 100 Millionen Produkte verkauft

Prime Day bedeutet 36 Stunden bei Amazon shoppen. Anfang der Woche war es…

Nach Zuckerbergs Holocaust-Fauxpas: Facebook beseitigt Fehlinformationen, die zu Gewalt führen

Facebook wird bereits mit mehr als 600 Milliarden Dollar bewertet, doch Konzernchef Mark…

Wie das Start-up About You zum ersten „Unicorn“ aus Hamburg wurde, und was solch ein Einhorn auszeichnet

Im Zuge einer Kapitalerhöhung wurde das Bekleidungs-Start-up About You mit mehr als einer…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige