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Studien der Woche: JvM/Sports macht sich für Frauen stark

Jung von Matt/Sports hat die Initiative Equal Play gegründet und zum Start die Studie "Frauenkarrieren in der Sportbranche" veröffentlicht. © Jeffrey F Lin / Unsplash

Marktforschung und Wirtschaft veröffentlichen täglich neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig sein können. Die absatzwirtschaft liefert eine Zusammenschau der wichtigsten Ergebnisse der vergangenen Woche.

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Top 1: Kaum Spielmacherpositionen für Frauen

Jung von Matt/Sports hat zum heutigen Internationalen Mädchentag die Initiative Equal Play für mehr Gleichberechtigung in der Sportbranche ins Leben gerufen. Mit Equal Play wird unter anderem eine Plattform etabliert, die Frauen im Sportgeschäft das Netzwerken ermöglicht, Aufmerksamkeit für ihre Themen schafft und fortan aktuelle Entwicklungen beleuchtet.

Zum Start der Initiative hat die Sportmarketingagentur gemeinsam mit der Personalberatung Odgers Berndtson in einer Studie den Status Quo von “Frauenkarrieren in der Sportbranche” offengelegt. Darin wurden durch Experteninterviews und einer Online-Umfrage Karrierewege von Frauen analysiert, die derzeit in verschiedenen Führungspositionen in Vereinen oder Verbänden tätig sind, sowie Herausforderungen aufgezeigt, die ihnen auf dem Weg dahin begegnet sind. Die Ergebnisse und Beobachtungen regen zu einem notwendigen strukturellen Wandel der Sportbranche an.

Die Ergebnisse der Studie legen folgende begründete Thesen offen:

  • Frauen bieten einen bedeutenden Mehrwert für die Sportbranche
  • Frauen sind in Führungspositionen in der Sportbranche drastisch unterrepräsentiert
  • Frauen wird der Zugang zu Führungspositionen in der Sportbranche erschwert
  • Fehlende Kompetenzvermutung schließt Frauen für Führungspositionen im Ressort “Sport” oftmals von vornherein aus
  • Männerdominanz erschwert Zugang zu etablierten Netzwerken
  • Die vorherrschenden Arbeitsbedingungen erschweren die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die gesamte Studie und das Thesenpapier finden Sie hier

Top 2: Werbung wirkt besonders gut im fachlich passenden Umfeld

Werbung ist besonders erfolgreich in thematisch passenden Kontexten von B2B-Fachmedien. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie “B2B Media Studie Mittelstand” der B2B Media Alliance, eine Initiative von Haufe Media Sales und der Business Advertising GmbH.

Demnach empfinden 70 Prozent der Studienteilnehmer Werbung als glaubwürdiger, wenn sie sich in den thematischen Kontext der besuchten Internetseite einfügt. Zwei Drittel von ihnen finden es sogar eher hilfreich, wenn Werbung und Fachinformationen inhaltlich zusammengehören. Fast ebenso viele – 65 Prozent – werden eher auf Werbung aufmerksam, wenn sie zum Inhalt der Seite passt. Ganz anders stellt es sich dar, wenn Werbung und Umfeld thematisch stark divergieren: 79 Prozent der Nutzer fühlen sich dann eher verfolgt als informiert.

Die Studie zeigt auch, dass sich sowohl das Management als auch die Fachabteilungen in allen maßgebenden B2B-Branchen über Fachinformationsportale erreichen lassen. Schließlich finden sie dort die für sie relevanten, qualitativ hochwertigen Informationen. Im untersuchten Umfeld sind die meisten Fachmediennutzer in Vollzeit (84 Prozent) und als Angestellte (77 Prozent) beschäftigt. Viele von ihnen wirken an Budgetentscheidungen mit oder bereiten weitere Entscheidungen vor.

Für die Studie hat die Forschungsagentur DCORE knapp 1000 Besucher ausgewählter Fachportale befragt. Ein Ziel der Erhebung war es, die Wirkung von B2B-Werbung zu untersuchen. Die Umfrage fand zwischen 3. und 16. Juli 2019 statt.

Eine ausführliche Zusammenfassung der Studie finden Sie hier.

Top 3: KI als Qualitäts-Booster des digitalen Marketings

Die Bedeutung von künstlicher Intelligenz im digitalen Marketing nimmt zu. Dies ist ein zentrales Ergebnis der neuen Studie “Digital Dialog Insights 2019” von United Internet Media zusammen mit der Hochschule der Medien, Stuttgart. Drei Viertel der befragten Experten prognostizieren eine hohe Bedeutung von KI für werbetreibende Unternehmen und Agenturen. Die Hälfte ist sich sicher, dass die intelligente Technologie in Zukunft einen wesentlichen Bestandteil der Marketing-Strategie eines Unternehmens ausmachen wird. Allerdings müssen aktuelle KI-Konzepte dafür noch überarbeitet werden – lediglich 15 Prozent der Studienteilnehmer halten die Technologie aktuell für ausgereift genug, um sie im Marketing produktiv einsetzen zu können.

Die Experten sind sich einig: KI hilft vor allem bei der Personalisierung/Individualisierung (89 Prozent). 82 Prozent der Teilnehmer glauben, dass sich dieses große Potenzial durch die Optimierung von Targeting mit Hilfe von smarter Technologie ergibt. 75 Prozent der Experten denken, dass die Verbesserung des Kundenerlebnisses beispielsweise durch einen digitalen Assistenten zur Individualisierung beiträgt. Die Befragten sehen großes Potenzial darin, dass Botschaften durch automatisierte Erstellung sowie Optimierung von Werbeinhalten (66 Prozent) und -motiven (49 Prozent) personalisiert werden können.

In künstlicher Intelligenz wird das Potenzial gesehen, als Qualitäts-Booster zur Verbesserung des digitalen Marketings beizutragen. Denn 83 Prozent der befragten Experten sind sich sicher, dass Personalisierung die Qualität von Werbebotschaften erhöht. Diese wird außerdem durch intelligenten Content verbessert (79 Prozent). Zwei Drittel der Studienteilnehmer sind überzeugt, dass die Marketing-Qualität zusätzlich durch effektive Zielgruppen-Ansprache über Targeting gesteigert wird. Entsprechend hoch ist die Bereitschaft der Unternehmen, in die Förderung von smarten Prozessen im Marketing zu investieren. Je knapp 60 Prozent der Experten rechnen damit, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre bestehende Kundenerlebnisse sowie die Individualisierung mittels Investitionen in intelligente Verfahren verbessert werden.

Die Studienreihe “Digital Dialog Insights” wird jährlich durchgeführt. Die aktuelle Ausgabe fokussiert auf künstliche Intelligenz im digitalen Marketing. Über 100 Experten aus den Branchen Handel, Dienstleistung und Produktion nahmen an der Befragung zum Status Quo, den Trends und den kommenden Herausforderungen im digitalen Dialog-Marketing teil.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

Top 4: Auf einmal wird der e-Golf ganz billig 

Vor der großen Elektro-Offensive räumt der Autobauer VW offensichtlich noch sein Lager der älteren E-Modelle. Der jüngsten Rabattstudie des CAR-Instituts der Universität Essen-Duisburg zufolge wird der batteriegetriebene e-Golf derzeit mit hohen Abschlägen in den Markt gedrückt. Bei Internet-Händlern haben die Marktbeobachter nach eigenen Angaben mehrere Angebote gefunden, die mit der staatlichen Förderung auf einen Verbraucher-Endpreis von knapp mehr als 20.000 Euro kommen. Das bislang für 31.900 Euro angebotene Elektroauto liege damit aktuell unter dem Listenpreis des günstigsten Verbrenner-Golfs.

Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer vermutet gegenüber der Nachrichtenagentur dpa die bevorstehende Markteinführung des E-Modells ID 3 als Hintergrund für die über den Handel angebotenen Rabatte. Der komplett neuentwickelte ID 3 soll mit seiner höheren Reichweite von rund 300 Kilometern für rund 30.000 Euro angeboten werden, sodass der bisherige e-Golf mit 233 Kilometern Reichweite nicht mehr konkurrenzfähig erscheine. Das Auslaufmodell erreichte laut Institut in den ersten acht Monaten dieses Jahres einen Anteil von lediglich 3,6 Prozent aller in Deutschland verkauften Golf-Varianten. Noch schwächer habe sich der Plug-in-Hybrid Golf GTE mit einem Anteil von 0,1 Prozent verkauft.

Grundsätzlich hat die Studie nur wenige Änderungen in den Rabattangeboten im Vergleich zum Vormonat festgestellt. In offen beworbenen Sonderaktionen werden einzelne Modelle mit Preisnachlässen von bis zu 36 Prozent (Seat Alhambra) angeboten. Bei Internet-Händlern gebe es für selbst konfigurierte 30 Top-Modelle im Schnitt einen Preisnachlass von 18,8 Prozent auf den Listenpreis. Gestiegen ist die Quote der Eigenzulassungen auf Händler und Hersteller. Hintergrund ist hier, dass Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 6c nur noch bis Ende August angemeldet werden konnten.

absatzwirtschaft Archiv: Studien der Woche

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