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Wie die Automobilmarke Ford die Gaming-Branche erobern will

Fordzilla
Ford-Manager Lubrani: "Wir wollen eine der beliebtesten Automarken der Gaming-Welt werden." © Ford

Ford ist mit einem eigenen nationalen E-Sports-Teams in den virtuellen Motorsport eingestiegen. Im Interview erklärt Emmanuel Lubrani, Brand Communications Manager von Ford Europe, warum das Engagement kein klassisches Sponsoring ist.

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Herr Lubrani, Ford hat ein eigenes virtuelles E-Sports-Rennteam ins Leben gerufen. Unter dem Namen „Fordzilla“ wird das Unternehmen Fahrer für Teams in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien rekrutieren. Was war der Grund für diese Art des E-Sports-Sponsorings?

EMMANUEL LUBRANI: Es gibt weltweit mehr als 2,5 Milliarden Gamer. Innerhalb der Gaming-Branche wird auch das globale E-Sports-Publikum, mit dem wir zusammenarbeiten möchten, immer größer. Wir sehen dieses Wachstum als große Chance für unsere Marke, ein Teil davon zu sein. Mit der Einführung von Fordzilla wollen wir eine glaubwürdige und kontinuierliche Präsenz im Gaming-Bereich aufbauen. Wir wollen eine der beliebtesten Automarken der Gaming-Welt werden. Bei unserem Ansatz sprechen wir im Übrigen nicht von einem Sponsoring. Vielmehr bauen wir unsere eigenen Teams und schließlich ein europäisches Elite-Team auf, das aus den besten Talenten unserer Teams in den fünf Märkten besteht.

Wie viele Menschen erreicht Ford mit den E-Sports-Aktivitäten?

Wir möchten alle Menschen erreichen, die an Rennspielen interessiert sind. Und wir möchten, dass sie die Marke Ford mit Rennspielen in Verbindung bringen. Das ist auch der Grund dafür, warum wir Teams in verschiedenen Ländern zusammenstellen, die von einem lokalen Kapitän angeführt werden. Dadurch wollen wir ein möglichst breites Publikum ansprechen – und zwar genau dort, wo seine Leidenschaft ist.

Wie sieht die Zielgruppe für das E-Sports-Engagement aus?

Die uns zur Verfügung stehenden Daten zeigen, dass das Durchschnittsalter der Gamer weltweit etwa 35 Jahre beträgt. Ein relevanter Anteil von etwa einem Drittel der Gamer ist weiblich. Das ist ein perfektes Publikum für Ford.

Die „Fordzilla“-Teams treten in Spielen wie „Forza Motorsport 7“ an. Wie wird Ford von den ausgewählten Spielen profitieren?

Ford und Microsoft/Xbox arbeiten seit mehreren Jahren sowohl formell als auch informell zusammen. Die bisherige Kooperation war sehr erfolgreich – der Ford GT zierte zuletzt beispielsweise das Cover der Spielversion „Forza Motorsport 6“. Jeden Monat spielen weltweit Millionen von Menschen Forza-Rennspiele – und rund eine Million von ihnen wählt dabei Ford-Fahrzeuge. Dies sind beträchtliche Zahlen, die Forza Motorsport zu einem natürlichen Partner machen. Wir werden nicht nur bei „Forza Motorsport“ am Start sein, sondern auch auf weiteren wichtigen Rennsimulationen. Bei Fordzilla geht es ums Gewinnen – und wir wollen damit die nächste Etappe unserer Rennsporthistorie einläuten.

Ford hat bereits zuvor mit Microsoft Game Studios zusammengearbeitet, und vor einigen Jahren war der Hauptpreis in der allerersten Forza Racing Championship ein 2017er Ford Focus RS. Welche Preise bietet Ford diesmal seinen Fahrerteams an?

Wir werden verschiedene Preise von unterschiedlichem Wert haben, die anfangs nicht monetär sind. Details werden wir zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht veröffentlichen.

Andere Automarken wie Audi (Fokus Clan), BMW (Cloud 9), Honda (Team Liquid), Kia (League of Legends-Europameisterschaft) und Mercedes-Benz (ESL, SK Gaming) sind schon länger als Sponsoren im E-Sports aktiv. Sie werben vor allem bei Clans, Publishern und Eventveranstaltern – nicht aber so bewusst wie Sie in Motorsportspielen. Warum geht Ford einen anderen Weg als der Wettbewerb?

Wie bereits erwähnt, verstehen wir unseren Einstieg in den E-Sports nicht als Sponsoring, sondern als einen echten Weg, um unsere eigenen Teams und vor allem, um unsere Fordzilla-Community aufzubauen. Wir halten dagegen weniger davon, unser Logo bei einem bereits bestehenden Clan zu platzieren.

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