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Vier Beispiele: Ist immersives Storytelling der neue Standard?

Merrell
Dank VR können Kunden der Outdoor-Marke Merrell bei der Anprobe genau das Szenario erleben, in dem sie die Schuhe später tragen werden. © Merrell/Facebook

Immersives Storytelling sei das Nonplusultra für alle Marken und Branchen. Sagen führende Experten. Technologien lassen Kunden immer tiefer in die Markenwelt eintauchen. Vier Beispiele zeigen die Wirksamkeit.

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Storytelling ist seit jeher ein integraler Bestandteil von Branding und Marketing. Jede Geschichte, die eine Marke erzählt, sei es durch Schreiben, Audio oder Video, muss überzeugend sein und das Publikum in diese eintauchen lassen.

Mit Technologien wie Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR) oder 360-Grad-Videos wird Storytelling immer immersiver und damit leistungsfähiger. Immersives Storytelling schafft in erste Linie ein Gefühl der Präsenz. Es gibt dem Publikum das Gefühl, “dabei zu sein.” Immersive Erlebnisse basieren ausschließlich auf Technologie, um eine Botschaft zu vermitteln, das Publikum zu unterhalten und die Markenbekanntheit zu steigern. Die Technologie definiert, wie die Botschaft oder die Geschichte erzählt wird und wie das Publikum mit ihr interagiert.

Es gibt kein festes Rezept, um eine Geschichte immersiv zu machen, aber es gibt passende Zutaten. Vier Beispiele:

1. Produkte zu einem Erlebnis machen

Mit der Zeit hat sich der Fokus des Marketings vom Produkt auf die Kunden verlagert. Während Marketing über Printmedien und Fernsehen den Kunden ein zweidimensionales, lineares Erlebnis bietet, kann immersives Storytelling das Erlebnis des Kunden komplett verändern.

Kunden sollen über die Technologie Teil des Erlebnisses werden, anstatt es passiv zu beobachten. National Geographic verwendet beispielsweise 360-Grad-Videos und VR für seine Markenerzählungen. Es schafft Reiseerlebnisse, indem es seine Leser zum Thema der Geschichten macht. Da es sich um 360-Grad-Inhalte handelt, stützen diese sich nicht auf die Einsichten des Reporters. Das Publikum kann seine eigenen Erfahrungen entwickeln.

2. Emotionale Verbindung aufbauen und Engagement steigern

Immersives Storytelling ist eine große Chance, das Publikum nachhaltig zu begeistern. Erweiterte Realitätsinhalte können die Lücke zwischen der Benutzererfahrung und dem Bildschirm schließen. Es ermöglicht, eine sinnvolle und unvergessliche Verbindung zwischen der Marke und dem Kunden aufzubauen.

Storytelling wird besonders erfolgreich, wenn es in erster Linie zeigt, aber nicht erzählt. Wenn es die “menschliche” Seite einer Marke in den Mittelpunkt stellt und das Publikum vollständig in die Geschichte mit einbezieht. Der Virtual-Reality-Film “Clouds Over Sidra” beispielsweise ist eine fesselnde Geschichte eines zwölfjährigen Mädchens, das während des Syrien-Konflikts in einem Flüchtlingslager lebt. Der Einsatz von VR hilft dem Publikum, sich mit dem Mädchen zu verbinden und ermöglicht so, das Leben im Lager zu erleben. Der Film ist 2015 in Zusammenarbeit von Samsung und den Vereinten Nationen mit dem Ziel entstanden, Empathie zu wecken und Unterstützung für Hilfsprojekte zu sammeln.

3. Möglichkeiten von Gamification nutzen

Um digitale Produkte zum Leben zu erwecken nutzen Marken gamifizierte Narrative. Durch das Spielen können sich Kunden mit einer Marke beschäftigen und dabei helfen, Markentreue aufzubauen. Durch das Hinzufügen von Gamification können Vermarkter Spaß integrieren und ihre Botschaft subtil, aber wirkungsvoll vermitteln.

Ein Beispiel: Die Single-Malt-Scotch-Destillerie Glenlivet hat sich mit dem Musik-Identifikationsdienst Shazam zusammengetan, um ihren Kunden ein Augmented-Reality-Erlebnis zu bieten. Das Spiel eröffnet einen virtuellen Raum mit einem Hologramm eines Meisterbrenners, der die Benutzer durch eine Verkostung führt. Die Nutzer werden bewertet, wie gut sie die Zutaten des Whiskys erkennen und können ihre Ergebnisse in sozialen Medien teilen.

4. Erfahrungen mit Virtual Reality erstellen

Ein Beispiel für gelungenes VR-Storytelling stammt vom US-amerikanischen Schuh- und Outdoor-Textilhersteller Merrell. Als das Unternehmen ein neues Paar Wanderschuhe auf den Markt brachte, arbeitete es mit Framestore VR Studio zusammen. Gemeinsam entwarfen sie eine Virtual-Reality-Welt, in der Kunden genau das Szenario erleben konnten, in dem sie ihre neuen Wanderschuhe tragen würden. Zu erleben waren Berghang, Seilwege und Felsstürze. Gerade VR ist beliebt, weil es Marken hilft, unvergessliche Storytelling-Erlebnisse zu schaffen.

VR bietet zahlreiche Formen von immersiven Geschichten, die von einer Marke gewählt werden können: Reale und Echtzeit-Ereignisse, vorab aufgenommene Videos, Live-Feed-Videos, Animation, Spiele oder Audio-Erlebnisse.

absatzwirtschaft+

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