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Deutschland, Carsharing-Land?

Carsharing
Carsharing in Deutschland: Der Preis ist entscheidend. © Pixabay

Drivy, Flinkster, Share Now: In Deutschland tummelt sich eine mittlerweile fast schon unüberschaubare Anzahl von Carsharing-Marken. Welche Angebote werden dabei überhaupt wahrgenommen?

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Geht es nach den Ergebnissen einer von Simon-Kucher & Partners im deutschen Markt durchgeführten Studie unter 1100 Endkonsumenten, so ist das Bewusstsein für Carsharing im Bereich der privaten Anbieter, zum Beispiel Drivy und Snapp Car, mit 20 Prozent noch sehr gering. Bei knapp der Hälfte der Befragten sind jedoch private Mitfahrgelegenheiten wie Blablacar und urbanes Sharing wie Car2go und Drive Now (mittlerweile umbenannt zu Share Now) bekannt. 60 Prozent würden solche Angebote grundsätzlich auch nutzen, jedoch das eigene Auto dafür nicht aufgeben.

Als entscheidende Kriterien für die Auswahl eines Carsharing-Angebots gaben die Befragten vor allem den Preis (27 Prozent) und die Verfügbarkeit (21 Prozent) an. Ein großes Angebot an individuellen Paketen – zum Beispiel Drei-, Sechs- oder 24-Stunden-Pakete – sowie eine breite Modellauswahl beziehungsweise -ausstattung war für die Befragten dagegen weniger wichtig (siehe Grafik unten).

“Auto im Abo”-Modelle wenig bekannt

Weitaus weniger bekannt als gängige Carsharing-Angebote sind “Auto im Abo”-Modelle. Dabei wird monatlich ein bestimmter Betrag bezahlt und das Auto kann in einem bestimmten Rhythmus ausgetauscht werden. Der Unterschied zum Carsharing besteht darin, dass das Angebot auf Wochen oder Monate und nicht auf Stunden oder Tage ausgelegt ist. 82 Prozent der Befragten kennen entsprechende Angebote für Abo-Modelle nicht, und 59 Prozent würden sie auch nicht als eine Alternative zum Leasing sehen.

Die Mehrheit der Befragten würde für ein Abo-Modell nicht mehr als 200 Euro pro Monat ausgeben wollen. Darüber hinaus zeigte nur rund ein Drittel der Befragten die Bereitschaft, für ein Abo-Modell mehr zu bezahlen als die aktuell anfallenden monatlichen Kosten für das eigene Fahrzeug. Grundsätzlich erwarten die Endkonsumenten, dass die Nutzung eines Abos eine Ersparnis zur Folge hat. Und das, obwohl der Großteil der Autonutzer die monatlichen Kosten für das eigene Fahrzeug (ohne Tank- oder Stromkosten) mit weniger als 300 Euro als zu gering einschätzt.

Image im Carsharing: Car2go deutlich beliebter als Drive Now

Die verschiedenen Carsharing-Angebote werden hierzulande sehr unterschiedlich wahrgenommen. Im Rahmen einer Untersuchung zum Image der Anbieter hatte VICO Research & Consulting Anfang des Jahres drei Monate lang Beiträge im Netz gesammelt und analysiert. Das mit Abstand größte Kommunikationsvolumen vereinten dabei wenig überraschend die Carsharing-Angebote von Daimler (Car2go) und BMW (Drive Now), die zum damaligen Zeitpunkt noch getrennt betrachtet worden waren. In Sachen Image schnitt Car2go jedoch deutlich besser ab als der bisherige Konkurrent Drive Now.

Während Car2go mit 64 Prozent überwiegend positiv diskutiert wurde, konnte Drive Now nur 33 Prozent der Nutzer überzeugen. Zwar gefiel der Fuhrpark von Drive Now den Nutzern besser als die Car2go-Flotte. Das negative Gesamturteil resultierte aber aus technischen Problemen der App, einer fehlerhaften Zeitberechnung sowie langen Wartezeiten im Kundenservice.

Am beliebtesten mit 90 Prozent positiven Bewertungen war das Angebot Stadtmobil. Auch Flinkster, ein Angebot der Deutschen Bahn, schnitt mit 81 Prozent positiven Beiträgen gut ab. Am negativsten von der Netzgemeinde diskutiert wurde neben Drive Now der Anbieter Book-n-drive. Die steigenden Preise waren hier Kritikpunkt Nummer eins.

Carsharing Kommunikationsvolumen
(Anzahl Beiträge)
Positiv Negativ
Car2go 6367 64% 36%
Drive Now 5059 33% 67%
Flinkster 537 81% 19%
Stadtmobil 494 90% 10%
Cambio 412 82% 18%
Book-n-drive 363 33% 67%
teilAuto 314 67% 33%
Drivy 204 78% 22%
Ubeeqo 191 55% 45%
Snapp Car 182 50% 50%
E-WALD 110 100% 0%
Greenwheels 99 55% 45%
Ford Carsharing 74 100% 0%
Turo 64 100% 0%

absatzwirtschaft Archiv: Carsharing

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