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Google zahlt offenbar weiter Milliarden an Apple, um mit seiner Suchmaschine auf dem iPhone zu bleiben

Google-CEO Sundar Pichai

Es ist keine Neuigkeit: Die Präsenz von Googles auf dem iPhone voreingestellte Suchmaschine kostet. Eine Milliarde Dollar hatte Google an Apple noch 2014 überwiesen, war vor eineinhalb Jahren im Rahmen des Gerichtsprozesses zwischen Google und Oracle bekannt geworden. Wie Bernstein-Analyst Toni Sacconaghi errechnet haben will, muss der wertvollste Internetkonzern der Welt inzwischen weitaus tiefer in die Tasche greifen, um Apple-Kunden zu erreichen. Der iKonzern spürt den warmen Geldregen in seiner boomenden Servicesparte.

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Es ist ein kleines Mysterium: Apples Service-Sparte wächst und wächst und wächst. Um bemerkenswerte 22 Prozent legte die Service-Unit, die die Geschäfte von iTunes, des App Stores, der iCloud, Apple Pay und vor allem des vor zwei Jahren gestarteten Streaming-Dienstes Apple Music bündelt, im abgelaufenen Quartal zu und verbuchte damit bereits Erlöse von 7,27 Milliarden Dollar.

Ein anderer maßgeblicher Erlösstrom wird unterdessen gern übersehen: Auch die Lizenzierung fließt in den Bereich der Apple-Dienste. Darunter fällt einer der lukrativsten Deals der Internetwirtschaft: Das Vorrecht, als Standardsuche im Safari-Browser vom iPhone und iPad zu erscheinen, kostet Google bekanntlich viel, viel Geld.

Bernstein-Analyst Sacconaghi: Google zahlt Apple 2017 bis zu drei Milliarden

Wie aus unfreiwillig enthüllten Dokumenten im Rahmen des Gerichtsprozesses zwischen Google und Oracle vor eineinhalb Jahren bekannt wurde, hat Google an den Erzrivalen 2014 eine Milliarde Dollar überwiesen, um auf dem iPhone als vorinstallierte Suchmaschine präsent zu sein.

Drei  Jahre später dürften sich die Zahlungen aus Mountain View nach Cupertino unterdessen verdreifacht haben, glaubt  Toni Sacconaghi. Der Bernstein-Analyst rechnete heute in einer Research-Note vor, dass Apple im laufenden Jahr bis zu drei Milliarden Dollar für die exklusive Suche auf dem iPhone überweisen könnte.

Google-Deal offenbar zweitgrößte Erlösquelle bei Servicesparte

Der Grund ist im rasanten mobilen Erlöswachstum bei Google zu suchen: Die durch das Ausspielen von Werbung auf mobilen Endgeräten erzielten Umsätze hatten sich in den vergangenen drei Jahren verdreifacht. Apple wiederum soll in der Vergangenheit in der Spitze mit bis zu 34 Prozent an Googles Werbeerlösen, die auf dem iPhone oder iPad erzielt wurden, partizipiert haben.

Stimmen Sacconaghis Schätzungen würden die Umsätze durch den Google-Deal bereits die zweitgrößte Erlösquelle in der Servicesparte darstellen (nach den Erlösen aus dem App Store). Mehr noch: Der Bernstein-Analyst geht davon aus, dass die durch Google erzielten Umsätze praktisch 1:1 als Profite verbucht werden. Durch den Suche-Deal mit Google würde Apple demnach bereits 5 Prozent seiner gesamten Konzerngewinne erzielen. Am Ende profitieren die Erzrivalen aus dem Silicon Valley offenbar beide prächtig von der Vereinbarung.

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