Suche

Anzeige

Die Zukunft des Internets wird in Emoji geschrieben

Emoji
Emoji: Die Bedeutung im Marketing wird zunehmen. © Bernard Hermant / Unsplash

Man kann sie lieben oder hassen: Doch, wer online geht, muss „Emoji“ sprechen. Sie sind dabei, reguläre Wörter in Texten zu ersetzen und an deren Stelle Inhalte zu vermitteln. Marken müssen in der Lage sein, Emojis in Echtzeit zu analysieren und sie zudem in ihre professionelle Kommunikation aufnehmen.

Anzeige

Von Medienunternehmen über NGOs bis hin zu Influencern – Emojis spielen eine immer wichtigere Rolle in unserer alltäglichen Kommunikation. Schenkt man Marktbeobachtern wie Brandwatch Glauben, fangen Emojis mehr und mehr an, inhaltlich relevante Bestandteil von Texten zu werden. Damit sind die Smileys bei der Übermittlung von Informationen kein Zusatzelement mehr, sondern Hauptquelle. Marken und Unternehmen sollten darum in der Lage sein, Emojis in Echtzeit analysieren zu können.

Rund 95 Prozent der Internetnutzer verwenden bereits Emojis. Dies sind laut Brandwatch die am meisten genutzten Emojis auf Twitter:

Die 100 am meisten benutzten Emojis; Quelle: Brandwatch

Die beliebtesten Emojis zeigen Gesichter, Herzen und Handbewegungen. Brandwatch belegt mit Studien, dass zumeist freundliche Emojis verwendet werden. Das ist ein Gegentrend zu der ansonsten im Internet stark verbreiteten Troll-Mentalität. Rund 75 Prozent aller Emojis sind positiv. Die Tageszeit spielt beim Gebrauch der Emojis eine wichtige Rolle. Negative Emojis sind am Abend am häufigsten, wie folgende Grafik zeigt:

So werden positive und negative Emojis über den Tag genutzt; Quelle: Brandwatch

Allerdings nimmt die Verwendung von positiven Emojis am Wochenende wieder zu. Der positive Emoji-Gebrauch erreicht freitags und samstags knapp 80 Prozent, während er an einem Arbeitstag 75 Prozent beträgt. Die verwendeten Emoji-Typen sind jedoch ähnlich.

Die Geschichte der Emojis; Quelle: Statista

Emojis sind dabei, sich zur globalen Sprache zu entwickeln. Sie werden sich zudem weiter diversifizieren. Zum Beispiel werden immer mehr Emojis entwickelt, die aktuelle Ereignisse oder Trends abbilden. Zudem werden sich Animojis (animierte Emojis) und Bitmojis (personalisierte Emoji) weiterverbreiten.

Emojis spielen wichtige Rolle im Marketing

Inzwischen spielen sie auch im professionellen Unternehmensumfeld und damit im Marketing eine wichtige Rolle. Hieß es noch vor zwei Jahren, sie hätten in geschäftlichen Belangen nichts zu suchen, ist heute das Gegenteil der Fall. So ergab der Adobe Emoji-Trendbericht, dass 61 Prozent der Befragten Emoji bei der Arbeit verwenden. Die Befragten gaben zudem an, dass die Symbole Sympathie (78 Prozent) und Glaubwürdigkeit (63 Prozent) in Diskussionen und allgemeiner beruflicher Kommunikation verbessern.

Der Bericht geht sogar weiter: Emojis werden zukünftig eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung der Kommunikation spielen und eine vernetztere Welt schaffen. Da Emojis bereits ein wichtiger Aspekt der privaten Kommunikation sind, können sie innerhalb der Unternehmenskommunikation und im Marketing leicht übernommen werden, so Adobe. Die größte Herausforderung bei der Implementierung visueller Kommunikation mithilfe von Emojis, Memes, Gifs usw. bestehe allerdings darin, über den Tellerrand hinaus zu denken. Erste Unternehmen haben kreative Wege gefunden, um genau das zu tun.  Beispielsweise nutzte “Avocados From Mexico” die Aufnahme einer Avocado in die offizielle Emoji-Liste als Marketing-Chance. Andere Unternehmen lassen sich maßgeschneiderte Emoji mit eigenem Namen erstellen. So machte in den USA beispielsweise die “Society of Diagnostic Medical Sonography” mit ihrem “Sonomoji” erfolgreich auf sich aufmerksam.

Sie wollen weitere relevante Informationen und spannende Hintergründe für Ihre tägliche Arbeit im Marketing? Dann abonnieren Sie jetzt hier unseren kostenfreien Newsletter.

Anzeige

Kommunikation

“Marke post Corona” – Serie über die Learnings aus der Krise

In unserer Serie "Marke post Corona: Learnings aus der Krise" berichten Marketingverantwortliche über ihre Erfahrungen und Lehren aus der Corona-Zeit. Hier finden Sie alle acht Beiträge der Reihe im Überblick. mehr…



Newsticker

“Zero-Based Re-Habiting”: Wachstum im New Normal

In vielen Ländern hat der Lockdown mehrere Monate lang angehalten, in manchen hat…

GAFA mit Milliarden-Gewinnen in der Corona-Krise

38 Milliarden Dollar – so viel haben die vier Tech-Riesen Google, Amazon, Facebook…

Conti-Chef Degenhart legt Amt vorzeitig nieder

In den vergangenen Wochen kursierten Spekulationen über einen Wechsel an der Spitze von…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

  1. Muss man sich wirklich darauf einlassen, unsere Sprache durch Zeichen zu ersetzten, die niemals genau wiedergeben können, was wir meinen? Unsere Sprache und die Semantik der Wörter ist dabei zugrunde zu gehen. Diese Art von Zeichensprache beschleunigt diesen Prozess. Wollen wir das? Wollen wir die Mörder unserer Verständigung werden?

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige