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Die Dmexco naht – 5 Fragen an: Frank Hensgens von Indeed

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Indeed-DACH-Geschäftsführer Hensgens: "Das beste virtuelle Event wird nicht das persönliche Treffen ersetzen. Das macht uns Menschen aus." © Indeed

Nächste Runde für unsere fünf Fragen zum Digitalmarketing im Vorfeld der Dmexco: Frank Hensgens, DACH-Geschäftsführer von Indeed, erklärt die Herausforderungen für Performance-basierte Modelle wie die Jobsuche und ist der Überzeugung, dass selbst das beste virtuelle Event nicht das persönliche Treffen ersetzen kann.

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1. Schmerz, lass nach: Welches Digitalthema im Marketing bereitet Ihnen aktuell am meisten Kopfzerbrechen?

FRANK HENSGENS: So banal das auch klingt: Am Ende des Tages geht es darum, Relevanz und messbare Erfolge zu liefern. Schön und gut, dass eine Stellenanzeige digital verfügbar ist. Die Kunst ist es, sie mit den passenden Kandidat*innen zu matchen und Bewerbungen zu initiieren. Performance-basierte Modelle wie das unsrige leben davon, ihren Nutzen jeden Tag wieder aufs Neue mess- und spürbar zu machen. Und im Grunde kann sich diesem Leitgedanken jegliche zukünftige digitale Marketing-Aktivität unterordnen. Denn der Trend wird dahin gehen, dass immer mehr Anbieter leistungsbasierte Abrechnungen im Sinne von “Cost per Order” oder in unserem Fall “Cost per Hire” ermöglichen werden.

2. Buzzword Bingo: Das derzeit überschätzteste Digitalthema im Marketing ist …?

Ich maße mir kein Urteil an, ob es wirklich ein einziges überschätztes Thema gibt. Dafür sind die Anforderungen von Unternehmen und Marketers auch zu individuell. Was für den einen Bedarf die optimale Lösung ist, spielt für einen anderen Use Case womöglich gar keine Rolle. Daher geht es ganz old-school darum, seine Zielgruppen, deren Ziele und deren Mediennutzungsverhalten genau zu kennen und daraus die richtigen Maßnahmen abzuleiten.

3. Butter bei die Fische: In welchem digitalen Marketing-Thema bräuchten Sie dringend mal einen Auffrischungskurs?

Tiktok, Instagram, Snapchat – all diese sozialen Medien, die von jungen Zielgruppen heute intensiv genutzt werden. Für diese bräuchte ich wohl kein Auffrischungs-, sondern zunächst einen Einsteigerkurs. Das würde mir auch helfen, unseren Sohn noch besser in Sachen Mediennutzung zu coachen.

4. Events post Corona: digital und effizient oder physisch und persönlich?

Vor Corona hätte ich auch nicht für möglich gehalten, was digital alles möglich ist. Wir bei Indeed haben sehr früh die Entscheidung gefällt, alle Mitarbeitenden ins Home Office zu schicken, und bieten ihnen noch mindestens bis Juli 2021 die Freiheit, dort zu verbleiben. Trotz dieser Umstände sind wir weiter genauso produktiv wie vor Corona und auch in der Zusammenarbeit, und noch wichtiger im Zusammenhalt, kann ich keinerlei negativen Effekte feststellen.

Nichtsdestotrotz: Physische Treffen werden hoffentlich bald wieder möglich sein, und ich halte sie langfristig auch für unerlässlich, um Beziehungen zu stärken, Kunden zu inspirieren und Begeisterung zu entfachen. Kürzlich haben wir ein virtuelles Wine Tasting mit einigen unser wichtigsten Partner-Agenturen durchgeführt, das am Ende vier Stunden gedauert hat und aus unserer Sicht erfolgreich verlaufen ist. Dennoch kann auch das beste virtuelle Event nicht das persönliche Treffen ersetzen. Das macht uns Menschen aus.

5. Empfehlung des Hauses: Was ist Ihre digitale Lieblings-Anwendung im Privatleben?

Eindeutig die Regenradar-App. Als leidenschaftlicher Radfahrer bin ich immer auf der Suche nach einem kleinen Regenfenster, um mich auf mein Rennrad zu schwingen, um zumindest einige Kilometer in meiner Nachbarschaft zurückzulegen oder auch eine längere Route durch das Bergische Land oder in der Eifel zu fahren. Die App ermöglicht mir sehr genau, meine Touren zu planen und dabei nicht böse von einem Regenschauer überrascht zu werden. Wer schon mal auf nasser Straße Rennrad gefahren ist, weiß diesen unschätzbaren Vorteil, sehr zu schätzen.


Vita: Frank Hensgens

Frank Hensgens verantwortet seit Juli 2013 als Managing Director das Geschäft der Jobsuche Indeed in der DACH-Region. Zuvor war er elf Jahre beim Wettbewerber Stepstone tätig – davon fünf Jahre im Vorstand sowie als Geschäftsführer Central Europe. Nach dem BWL-Studium an der RWTH Aachen startete der Diplom-Kaufmann seine Karriere zunächst bei der Citibank, wo unter anderem als Direktor für den Bereich Internetbanking zuständig war.


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