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Business-News: Veggie-Produkte, Ceconomy, Japan und UK

Veggie
Pflanzliche Fleisch-Ersatzprodukte dürfen weiterhin Bezeichnungen wie "Steak" oder "Burger" tragen. © Imago

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Angebot: Veggie-Produkte dürfen "Steak" heißen, Ceconomy-Rückenwind, Japan und UK schließen Freihandelsabkommen.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. EU lehnt Verbot von Fleisch-Namen für Veggie-Produkte ab
  2. Ceconomy geht mit Rückenwind in das wichtige Weihnachtsgeschäft
  3. Großbritannien und Japan unterzeichnen Freihandelsabkommen

EU-Parlament lehnt Verbot von Fleisch-Namen für Veggie-Produkte ab

Nach dem Willen des Europaparlaments sollen pflanzliche Fleisch-Ersatzprodukte auch weiterhin Bezeichnungen wie “Steak”, “Burger” oder andere tierisch anmutenden Benennungen tragen dürfen. Das EU-Parlament lehnte am Freitag einen Gesetzesentwurf zur Abschaffung solcher Bezeichnungen ab. Auch ein Kompromiss-Entwurf, der eine deutlichere Kennzeichnung der Ersatzprodukte mit dem Vermerk “ohne Fleisch” vorschlug, fiel durch.

Das Votum über den Gesetzesvorschlag war Teil eines Berichts zur Gemeinsamen Agrarreform (GAP) der Europäischen Union, über die das Parlament in dieser Sitzungswoche abstimmt. Die EU-Abgeordneten entscheiden mit ihrem Votum über den Standpunkt des EU-Parlaments, mit dem es anschließend in die Verhandlungen mit EU-Rat und -Kommission geht. Rat und Kommission hatten zu der Thematik bisher keinen Vorschlag gemacht.

Es ginge nicht darum, den Veggie-Markt auszubremsen, betonte der Vorsitzende des Agrarausschusses des Europaparlaments, Norbert Lins (CDU), vor der Abstimmung. Er forderte jedoch Klarheit bei den Bezeichnungen. “Wir wollen die Bezeichnung “reiner” Fleischprodukte schützen, während das Ersatzprodukt für Fleischzubereitungen das “Veggie-Label” führen sollte.”

Ceconomy geht mit Rückenwind in das wichtige Weihnachtsgeschäft

Der Elektronikhändler Ceconomy profitiert mit seinen Ketten Media Markt und Saturn von der gestiegenen Bedeutung der eigenen vier Wände in der Corona-Krise. Die wachsende Nachfrage nach Homeoffice-Produkten, Fernsehern und Haushaltsgeräten bescherte dem Elektronikhändler im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 (Juli bis September) ein Umsatzwachstum von 5,5 Prozent auf rund 5,3 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Besonders das Online-Geschäft florierte.

Ceconomy habe davon profitiert, dass die Krise die Menschen dazu veranlasst habe, “ihr Leben zu Hause abwechslungsreicher, unterhaltsamer und erlebbarer zu gestalten”, betonte Ceconomy-Chef Bernhard Düttmann am Freitag. Dies habe im vierten Quartal nicht nur für ein Umsatzplus im Onlinehandel von 35 Prozent gesorgt, auch die Umsätze in den Läden seien gestiegen. Zwar seien coronabedingt weniger Kunden in die Geschäfte gekommen, doch die hätten mehr gekauft.

Allerdings reichte auch das kräftige Wachstum im 4. Quartal nicht aus, die Einbußen durch die coronabedingen Ladenschließungen im Frühjahr völlig wett zu machen. Doch konnte Ceconomy den Umsatzrückgang im gesamten Geschäftsjahr auf knapp drei Prozent begrenzen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank auf rund 230 Millionen Euro. Damit ging der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr nicht zuletzt wegen der Corona-Krise deutlich zurück, aber bei weitem nicht so stark wie befürchtet.

Großbritannien und Japan unterzeichnen Freihandelsabkommen

Japan und Großbritannien haben sich auf ein bilaterales Freihandelsabkommen geeinigt, das nach Ablauf der derzeitigen Brexit-Übergangsphase gelten soll. Japans Außenminister Toshimitsu Motegi und die britische Ministerin für internationalen Handel, Liz Truss, unterzeichneten am Freitag in Tokio einen entsprechenden Vertrag. Damit ebneten sie den Weg, damit das Abkommen am 1. Januar in Kraft treten kann. So wollen beide Staaten Kontinuität bei Handel und Investitionen nach dem Austritt Londons aus der Europäischen Union sicherstellen. Zuvor muss das Abkommen, das weitgehend dem bestehenden Freihandelsabkommen Japans mit der EU entspricht, allerdings noch von den Parlamenten beider Länder ratifiziert werden.

Japan, die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, hatte mit Großbritannien über ein solches Abkommen verhandelt, da das Freihandelsabkommen Japans mit der EU das Vereinigte Königreich nach Ende der Brexit-Übergangsphase am 31. Dezember nicht mit abdeckt. Das bilaterale Abkommen sieht vor, dass Zölle auf japanische Autos stufenweise bis 2026 auf Null gesenkt werden – genauso so sieht es auch das bestehende Handelsabkommen zwischen Japan mit der EU vor. Auch bleiben japanische Zölle auf britische Agrarprodukte auf demselben Niveau, wie es das Handelsabkommen Japans mit der EU festlegt.

mit Material von der dpa

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