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Business-News: Freefloating und Innenstädte

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Tier & Co. schließen sich in einem Verband zusammen, um an Gewicht in der öffentlichen und politischen Diskussion zu gewinnen. © Tier

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Fokus ein neuer Verband der Freefloating-Firmen sowie die anhaltenden Sorgen um die Innenstädte.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Carsharing- und E-Scooter-Anbieter gründen Verband
  2. Städtetag sieht großen Handlungsbedarf in Innenstädten

Nachfolgend die Details im kompakten Überblick:

Carsharing- und E-Scooter-Anbieter gründen Verband

Neun Anbieter von Leihwagen und E-Tretrollern wollen ihre Interessen in einem neuen Verband bündeln. “Wir haben als Freefloating-Unternehmen festgestellt, dass es viele Entscheidungen gab, die uns zwar betrafen, bei denen wir in den entscheidenden Diskussionsrunden aber nicht dabei waren”, sagte Christoph Egels, der neben seiner Sprecherfunktion beim E-Scooter-Verleiher Voi auch für die Leihroller-Seite des neuen Verbands sprechen soll.

Die Firmen haben daher bereits Mitte Januar die “Plattform Shared Mobility” gegründet, in der die E-Scooter-Verleiher Bird, Dott, Lime, Tier, Spin und Voi sowie die Carsharing-Anbieter Miles, Share Now und Weshare vertreten sind.

Die Unternehmen wollen in dem Verband “zukünftig ihre Belange stärker gemeinsam vertreten und kommunizieren, um so weiter an Gewicht in der öffentlichen und politischen Diskussion zu gewinnen”. Gleichzeitig gehe es darum, für Politik und Medien einen weiteren zentralen Ansprechpartner beim Thema “Shared Mobility” zu etablieren. Der Verband will auch neue Studien und Untersuchungen anstoßen.

Die sich nun zusammenschließenden Unternehmen verfolgen allesamt das Freefloating-Modell. Sie verteilen also ihre Fahrzeuge überall in der Stadt und verzichten auf feste Stationen. Die Nutzer können die Roller oder Autos per App finden, ausleihen und nach der Fahrt an jedem beliebigen Standort wieder abstellen. Damit auch immer ein Auto oder ein Scooter in der Nähe der Kunden steht, müssen die Flotten deutlich größer sein als etwa die von stationsbasierten Anbietern.

Der Bundesverband Carsharing (BCS) veröffentliche vor rund einer Woche Zahlen, wonach alle Freefloating-Autoverleiher in Deutschland rund 14.200 Fahrzeuge betreiben, aber nur in 15 deutschen Städten vertreten sind. Stationsbasierte Anbieter verfügen hingegen über rund 12.000 Autos, bieten den Service aber in mehr als 850 Städten an.

Städtetag sieht großen Handlungsbedarf in Innenstädten

Der Deutsche Städtetag sieht großen Handlungsbedarf angesichts deutlicher Veränderungen in den Innenstädten auch infolge der Coronakrise. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der Deutschen Presse-Agentur: “Eine wachsende Zahl von Einzelhändlern und Restaurantbesitzern gibt auf, Geschäfte stehen leer. Der Leerstand ist in einigen Städten besorgniserregend.” Der Online-Handel boome, und Corona habe diesen Wandel verstärkt.

“Deshalb müssen wir Alternativen finden, wie leere Ladenlokale oder Büroflächen neu genutzt werden können – mit einem bunten Mix an Mietern, über den Einzelhandel hinaus”, so Dedy. “Wir wollen die Veränderung der Innenstädte aktiv gestalten, denn lebendige Innenstädte prägen die Stadt.” Dazu gebe es in dieser Woche auch Beratungen mit den Spitzen aus fast 100 Städten. Am Donnerstag will der Städtetag dazu informieren.

Eine Ursache für Leerstand in Innenstädten seien die Mieten, sagte Dedy. “Gerade kleinere inhabergeführte Einzelhändler schaffen es bei sinkenden Umsätzen oft nicht mehr, die hohen Mietforderungen der Immobilieneigentümer zu erfüllen. Sie müssen dicht machen, wenn es ihnen nicht gelingt, die Mietbedingungen ihrem Umsatz anzupassen.”

Damit gehe Individualität und Besucherfrequenz in den Innenstädten verloren. “Wir brauchen zukünftig ein Mietniveau in den Innenstädten, das nicht nur auf High-End-Mieter ausgerichtet ist. Zugespitzt kann man sagen: Mieten runter, Menschen rein”, so Dedy. Die Innenstädte müssten neu gedacht und weiterentwickelt werden. “Damit dieser Prozess gelingt, werden wir mit Bund und Ländern natürlich auch über Geld reden müssen.”

Die Innenstädte leiden aktuell unter dem wochenlangen Lockdown mit der Schließung etwa der Gastronomie und vieler Einzelhandelsgeschäfte. Der Lockdown war zuletzt von Bund und Ländern noch einmal bis zum 7. März verlängert worden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 3. März beraten, wie es weitergeht.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte zu Jahresbeginn angekündigt, er wolle Handel und Kommunen mit einem Hilfsprogramm unterstützen, damit Innenstädte angesichts des Online-Booms attraktiver werden.

mit Material von der dpa

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