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BMW will Lieferketten mit Blockchain transparent machen

BMW
Bei BMW soll im Einkauf künftig Blockchain-Technologie für mehr Datentransparenz in komplexen Lieferketten für alle beteiligten Partner sicherstellen. © BMW

BMW will die weltweiten Lieferketten von Rohstoffen und Bauteilen künftig mit einer Blockchain-Lösung zurückverfolgen. Die Technologie soll einen fälschungssicheren Austausch von Daten ermöglichen und über die gesamte automobile Wertschöpfungskette anwendbar sein.

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Die BMW Group will in ihrem Einkauf künftig verstärkt Blockchain-Technologie nutzen, um die Rückverfolgbarkeit von Bauteilen oder Rohstoffen in mehrstufigen internationalen Lieferketten sicherzustellen. Zudem will der Autobauer mit der Technologie den hoch komplexen internationalen Lieferketten in der Automobilindustrie begegnen.

Die Lieferketten haben “in der Regel eine Vielzahl an Playern auf unterschiedlichen Lieferstufen” und sind “häufig sehr schnellen Veränderungen unterworfen”. Das habe zur Folge, dass mitunter große Anstrengungen erforderlich sind, um beispielsweise die Herkunft oder den Lieferweg eines Bauteils eindeutig zu verfolgen. “Bislang war es üblich, dass die vielen beteiligten Partner ihre Daten isoliert, für sich alleine, gemanagt haben. Die jeweiligen IT-Systeme der beteiligten Unternehmen konnten nicht immer durchgängig miteinander kommunizieren”, teilt der Münchner Automobilkonzern mit.

BMW startet Projekt “Part Chain

Um in Zukunft eine nahtlose Rückverfolgbarkeit von Komponenten und die sofortige Datentransparenz in komplexen Lieferketten für alle beteiligten Partner sicherzustellen, hat die BMW Group ein Projekt namens “Part Chain” initiiert. Dieses ermögliche “eine jederzeit überprüfbare, manipulationssichere Erfassung und Transaktion von Daten in unserer Lieferkette”, sagt Andreas Wendt, Vorstand der BMW AG für Einkauf und Lieferantennetzwerk.

Langfristig verspreche sich BMW von dem Projekt auch die vollständige Rückverfolgbarkeit kritischer Rohstoffe von der Mine bis zur Schmelze. Ziel ist laut Wendt “eine offene Plattform, mittels der Daten innerhalb von Lieferketten industrieübergreifend sicher und anonymisiert ausgetauscht und geteilt werden können”.

“2019 haben wir mit Erfolg ein Pilotprojekt für den Einkauf von Frontleuchten durchgeführt. In diesem Jahr wollen wir das Projekt auf zahlreiche weitere Zulieferer ausweiten”, sagt BMW-Einkaufsvorstand Wendt. Am Pilotprojekt im Jahr 2019 waren dem Vernehmen nach zwei von insgesamt 31 BMW Group Werken – Spartanburg/USA und Dingolfing – sowie drei Standorte des Lieferanten Automotive Lighting beteiligt. In diesem Jahr soll die Plattform auf weitere rund zehn Lieferanten ausgerollt werden.

Andreas Wendt, Vorstand der BMW AG für Einkauf und Lieferantennetzwerk

“Mobility Open Blockchain Initiative” will gemeinsame Standards schaffen

Bereits 2018 hatten rund 120 Auto-, Mobilitäts- und Technologieunternehmen die sogenannte “Mobility Open Blockchain Initiative”, kurz: Mobi, gegründet, um der Blockchain-Technologie in diesem Sektor gemeinsam zum Durchbruch zu verhelfen. BMW leitet in dieser Initiative eine Arbeitsgruppe zum Thema Lieferketten.

absatzwirtschaft+

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