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Die Studien der Woche: Social Media-Liebe, Liebe zum digitalen Arbeitsplatz und Mobile-Liebe

Digitale Arbeitsplätze, Facebook-Hoch und Amazon goes Apotheke. Unsere Studien der Woche

Täglich veröffentlichen Forschung und Wirtschaft neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig sein können. absatzwirtschaft liefert eine Zusammenschau der wichtigsten Forschungsergebnisse der vergangenen Woche

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Top 1: Mobile Nutzung von Facebook wächst

1.591 Millionen monatlich aktive Nutzer hat Facebook laut aktuellem Geschäftsbericht mittlerweile. Besonders die Zahl der mobilen Nutzer ist erneut spürbar gestiegen. Während die Gesamtzahl der monatlich aktiven Nutzer gegenüber dem Vorjahr um rund 14 Prozent wuchs, legte die Zahl der Personen, die das soziale Netzwerk ausschließlich per Smartphone oder Tablet nutzen, um 56 Prozent auf 823 Millionen zu, das sind 52 Prozent aller monatlich aktiven Accounts. Insgesamt nutzen mittlerweile mehr als 1,4 Milliarden Menschen Facebook mobil. Dagegen ist die Zahl der reinen Desktop-Nutzer rückläufig. Nur noch 149 Millionen Menschen (-27 Prozent) netzwerken ausschließlich über ihren stationären Rechner.

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Top 2: So gut wie keine Social Media Verweigerer

In Deutschland nutzen acht von zehn Menschen mit Internet-Zugang Social Media. Damit sind die sozialen Medien wie Youtube, Facebook, Twitter, Blogs und Foren in Deutschland weiter verbreitet als jemals zuvor. Das zeigt der online-repräsentative „Social Media-Atlas 2015/2016“ der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna.

2011 nutzten erst 64 Prozent der Onliner soziale Medien. Die bislang höchste Quote wurde 2013 erreicht, als drei Viertel aller Internetnutzer im Web 2.0 unterwegs waren. Dieser Rekord wurde jetzt um weitere fünf Prozentpunkte überboten. Umgekehrt ist der Anteil der Social-Media-Verweigerer auf einen Tiefststand gefallen: Nur noch 16 Prozent der Internetnutzer wollen auch zukünftig keine Social-Media-Angebote wie Youtube, Facebook, Twitter oder Tinder nutzen. Die meisten dieser Verweigerer ziehen schlicht persönliche Kontakte vor oder haben einfach allgemein ein Desinteresse an dem Thema.

Am stärksten wird das Web 2.0 weiterhin von jungen Leuten besucht: 96 Prozent der 14- bis 19-Jährigen und 95 Prozent der 20- bis 29-jährigen Onliner verwenden Social Media. Am geringsten  sind die Sozialen Medien in der Altersgruppe 60+ verbreitet – aber mit 63 Prozent nutzen selbst unter diesen „Silver Surfern“ weit mehr als die Hälfte Web-2.0-Dienste.

Die Studie „Social Media-Atlas 2015/2016“ (Hamburg, Januar 2016) wurde im Auftrag der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF – Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt. 3.518 nach Alter, Geschlecht und Bundesland online-repräsentative Internetnutzer ab 14 Jahren wurden in Form eines Online-Panels zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt. Erhebungszeitraum war das vierte Quartal 2015. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Die komplette Studie mit allen Ergebnissen kann HIER kostenpflichtig bestellt werden.

Top 3: Apotheke Amazon? Jeder Siebte hat schon einmal Medikamente bei Amazon gekauft

Neben den typischen Anbietern von OTC-Produkten wie (Versand-)Apotheken ist der weltgrößte Onlinehändler Amazon als Vertriebskanal bereits für fast jeden dritten Internetnutzer (30 Prozent) als Einkaufsstätte für rezeptfreie Medikamente und Gesundheitsprodukte bekannt. Jeder Siebte (15 Prozent) hat sogar schon einmal rezeptfreie Medikamente bei dem Onlineversandhändler gekauft. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage aus der Healthcare-Forschung des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov, für die rund 2.000 Internetnutzer befragt wurden.

Laut den Ergebnissen könnten klassische Versandapotheken zunehmend unter Druck geraten, denn Amazon kommt bereits bei fast jedem Zweiten (47 Prozent) als mögliche Einkaufsstätte von OTC-Produkten in Frage und jeder dritte Internetnutzer (34 Prozent) sieht gar keinen Unterschied zwischen Amazon und einer Online- beziehungsweise Versandapotheke.

Beim Informationsgehalt in Bezug auf rezeptfreie Medikamente sehen die Befragten bei Amazon noch Luft nach oben. Nur knapp jeder Dritte (30 Prozent) stimmt der Aussage zu, dass man beim Versandriesen alle notwendigen Informationen zu rezeptfreien Mitteln oder Medikamenten findet. Etwa jeder Vierte (23 Prozent) stimmt dieser Aussage nicht zu, rund jeder Zweite (47 Prozent) hat dazu keine Meinung.

Einen großen Vorteil sehen die Befragten bei der schnellen Lieferung. „Same Day Delivery“ für OTC-Produkte, also Bestellung und Lieferung am selben Tag, empfindet jeder Zweite (52 Prozent) bei Amazon als besonders sinnvoll. „Neben der wachsenden Bedeutung von Amazon als OTC-Vertriebsplattform macht die Untersuchung die Bedeutung von Same Day Delivery Services für den Pharmasektor deutlich“, sagt Dr. Ella Jurowskaja, Consultant im Bereich Healthcare bei Yougov. „Gerade für Indikationen wie Erkältung oder Schmerzen ist die schnelle Verfügbarkeit von Präparaten wichtig. Hier scheitern aktuell noch Online- und Versandapotheken“, so Jurowskaja weiter.

Ob bei Amazon oder bei anderen Online- beziehungsweise Versandapotheken, insgesamt kaufen drei Fünftel (61 Prozent) der deutschen Internetnutzer gelegentlich rezeptfreie Medikamente im Internet. Der Hauptgrund für den Kauf im Netz sind für 72 Prozent der Befragten die günstigeren Preise, gefolgt von der höheren Diskretion, OTC-Produkte online zu erwerben (51 Prozent). An dritter Stelle folgt die schnelle Lieferung (45 Prozent).

Weitere Informationen zur Healthcare-Forschung bei Yougov finden Sie HIER.

Top 4: Ein digitaler Arbeitsplatz 

Eine Mehrheit von 85 Prozent der befragten Führungskräfte in Deutschland und 84 Prozent weltweit vertritt fälschlicherweise die Annahme, dass die Nutzung von E-Mail und sozialen Medien allein bereits einen digitalen Arbeitsplatz ausmacht. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der hiesigen Unternehmen und 56 Prozent der internationalen Vergleichsgruppe verwenden gemäß der Studie noch gar keine digitalen Arbeitsplatztechnologien. Insgesamt gaben drei von vier Unternehmen an, dass auf mehr als die Hälfte ihrer Software und Anwendungen nicht nahtlos von außerhalb einer physischen Büroumgebung zugegriffen werden kann. Ein weiteres Viertel weiß nicht, ob diese Möglichkeit im Unternehmen besteht. Zwar gilt die Mitarbeitermotivation als Hauptergebnisträger, doch aufgrund des erhöhten Kostenaufwands sind Großunternehmen im Durchschnitt noch vier Jahre von der Bereitstellung echter digitaler Arbeitsplätze entfernt.

Fast die Hälfte (48 Prozent) der weltweit Befragten gab an, dass sich ihre Unternehmen aufgrund der Kosten von Lösungen für einen digitalen Arbeitsplatz gegen deren Einführung entschieden. In Deutschland vertraten nur 40 Prozent diese Auffassung. 77 Prozent der deutschen Vertreter waren darüber hinaus der Ansicht, dass ihr Unternehmen derzeit vor der Herausforderung steht, Daten und Analysen im Unternehmen Gewinn bringend einzusetzen. Lediglich 40 Prozent der deutschen Unternehmen priorisieren in den kommenden zwölf bis 24 Monaten Investitionen in Technologien, die Einblicke in Geschäftsabläufe bieten und Unternehmensinformationen liefern.

Die Umfrage wurde von Wakefield Research als Online-Umfrage unter 500 C-Level-Führungskräften und IT-Entscheidungsträgern in den folgenden Ländern durchgeführt: 51 Befragungen in Australien, 42 Befragungen in Kanada, 126 Befragungen in Deutschland, 26 Befragungen in den Niederlanden, 51 Befragungen in Singapur, 100 Befragungen im Vereinigten Königreich und 104 Befragungen in den Vereinigten Staaten.

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