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Jeder Zweite nutzt digitale Medien bei Lebensmittelrecherche

Statt sich nur im Laden ein Bild von der Qualität der Ware zu machen, nutzen viele Verbraucher das Internet, um sich über Ernährung zu informieren

Werbung, Etiketten, Internet,... man kann sich auf viele Weisen über Lebensmittel informieren. Doch welche Methode nutzen Verbraucher am liebsten? Aufschluss gibt der vor kurzem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) veröffentlichte Ernährungsreport "Deutschland wie es isst".

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In der Umfrage zum Ernährungsreport 2017 stellte sich das BMEL die zentrale Frage: Wie isst Deutschland? Dabei habe sich laut Agrarminister Christian Schmidt klar herauskristallisiert, dass die Deutschen gut und schnell informiert sein wollen, mit hohem Qualitätsanspruch und verantwortungsbewusst gegenüber Umwelt und Tieren. Mehr Tierwohl sei dabei in puncto Ernährung das zentrale Thema der Deutschen. Doch welche Kanäle sind bei den Verbrauchern am beliebtesten?

Sogar Ü-60 googelt nach Lebensmittelinformationen

Gut drei Viertel von ihnen (78 Prozent) machen sich direkt im Laden ein Bild von der Qualität der Ware, insbesondere die über 60-Jährigen (81 Prozent). Aber auch die digitalen Medien spielen inzwischen eine wichtige Rolle. So recherchiert als die Hälfte (51 Prozent) auch im Internet zu Produkten, am häufigsten die 45- bis 59-Jährigen (59 Prozent), gefolgt von den jüngeren Altersgruppen. Doch auch die über 60-Jährigen googeln vor dem oder beim Einkauf (40 Prozent). Jugendliche Verbraucher nutzen dazu vor allem Internetforen (35 Prozent) und soziale Medien (34 Prozent). Immer wichtiger für alle werden Etiketten und Siegel, das bestätigen knapp zwei Drittel der Befragten (64 Prozent, 2015: 60 Prozent). Werbung nutzen lediglich 36 Prozent als Informationsquelle.

Tierwohl liegt Verbrauchern am Herzen

Stärker als vergangenes Jahr achten die Deutschen insbesondere auf Tierwohllabel als Kennzeichen einer besonders tiergerechten Haltung (47 Prozent, 2015: 36 Prozent). Vier von fünf Befragten fänden ein staatliches Tierwohl-Label als offizielles Siegel wichtig oder sehr wichtig (79 Prozent). Dabei darf bessere Tierhaltung auch ihren Preis haben: Ja, sagen neun von zehn Befragten (88 Prozent). Frauen (90 Prozent) präsentieren sich dabei noch etwas entschlossener als Männer (85 Prozent). Welchen Kilopreis würden die Befragten ganz konkret in Euro und Cent zahlen wollen oder können? Hier ergibt der rechnerische Mittelwert 13,60 Euro. Zugrunde gelegt wird dabei ein Kilopreis für Fleisch aus herkömmlicher Produktion in Höhe von 10 Euro. Je jünger die Befragten übrigens sind, desto höher ist ihre Bereitschaft zu einem Aufpreis: Jugendliche würden mit 14,70 Euro am tiefsten in den Geldbeutel greifen, die über 60-Jährigen halten sich bei 12,20 Euro am ehesten zurück.

Zur Umfrage

Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat das Meinungsforschungsinstitut forsa rund 1.000 Bundesbürgerinnen und -bürger ab 14 Jahren zu ihren Ess- und Einkaufsgewohnheiten befragt. Diese zweite Untersuchung nach 2015 zeigt teils signifikante Veränderungen auf. Die wichtigsten Ergebnisse über Deutschland, wie es isst, sind in diesem Ernährungsreport 2017 zusammengefasst.

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