Suche

Anzeige

Gute Führung: Warum Strategie nicht alles ist

Führungskräfte scheitern immer öfter an weichen Faktoren © Fotolia 2015

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold: Transparente Kommunikation nach innen und außen wird für eine erfolgreiche Unternehmensstrategie immer wichtiger. Vor allem bei Skandalen oder Fehlaussagen erhöht sich der Druck auf Vorstände und Führungskräfte

Anzeige

Führungskräfte scheitern heute nicht nur an harten Fakten, sondern immer öfter auch an weichen Faktoren: Scheinbare Konzeptlosigkeit, schlechter Führungsstil oder misslungene Kommunikation werden Firmenlenkern immer öfter zum Verhängnis, heißt es in der Studie “Revealing the chief strategist’s hidden value”. Das Beratungsunternehmen Roland Berger hat dafür gemeinsam mit der Universität Genf und der Universität St. Gallen 109 Strategieleiter europäischer Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragt.

Für Unternehmen stelle das ein großes Problem dar. “Stakeholder sind in den vergangenen Jahren viel aktiver geworden und hören genau hin, wenn Führungskräfte sich zu einem Thema äußern”, sagt Torsten Oltmanns, Partner von Roland Berger und Leiter des Geschäftsbereichs “Executive Communications”.

Nimmt die kritische Wahrnehmung intern und extern zu, steige der Erfolgsdruck in den Chefetagen. Die Kommunikation mit Anspruchsgruppen wie Investoren, Kunden, Mitarbeitern oder der Öffentlichkeit kann auf einmal zu einer großen Herausforderung werden.

CEOs und Chefstrategen sollten Strategie und Kommunikation besser verzahnen

Durch ihr breites Aufgabenspektrum und ihren tiefen Einblick in die Gesamtstrategie ihrer Firma sind daher Chefstrategen, Vorstände und Geschäftsführer als Kommunikatoren gefragt. “Die Ansprüche interner wie externer Stakeholder an Unternehmen steigen. Neben der Durchführung quantitativer Analysen sollte das Top-Management heute auch ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten besitzen und als Moderator die Interessen zentraler Anspruchsgruppen in Einklang bringen”, sagt Markus Menz, Strategieprofessor an der Universität Genf.

Roland Berger-Partner Torsten Oltmanns geht sogar noch einen Schritt weiter: “Strategie und Kommunikation sind heute nicht mehr voneinander zu trennen. Nur so können Vermögensschäden abgewendet, die Wahrnehmung von Führungskräften verbessert und Unternehmensziele klarer vermittelt und leichter erreicht werden.”

Anzeige

Digital

Luca-App

Diese Check-In-Apps helfen gegen die Corona-Zettelwirtschaft

Nach dem Lockdown sehnen sich viele Menschen danach, wieder ins Restaurant zu gehen oder eine Veranstaltung zu besuchen. Diverse deutsche Start-Ups arbeiten derweil an datenschutzkonformen Lösungen, um die Kontaktverfolgung durch die Gesundheitsämter zu gewährleisten. Ein Überblick. mehr…



Newsticker

Marketing bei Duravit: “Es muss ethisch eine Haltung haben”

Wie schwierig ist Werbung für Hygieneprodukte, was bewirkt der Verstoß gegen Tabus? Ein…

Frauen im Vorstand: kleine Zuwächse, großer Nachholbedarf

Der Anteil von Frauen an der Spitze mittelständischer Firmen liegt trotz eines Anstiegs…

Telekom ordnet Marketing neu

Die Deutsche Telekom ordnet zum 1. Mai 2021 die Verantwortlichkeiten in den Marketingbereichen…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige