Suche

Anzeige

Websuche: lokal und personalisiert

Besser ausgestattete Endgeräte und die neuen Internet-Flatrates der Mobilfunkbetreiber schaffen eine höhere Akzeptanz des mobilen Internets bei den Verbrauchern. Doch selbst Vorreiter wie Vodafone können bisher lediglich 10 Prozent ihrer Kunden für das Internet begeistern

Anzeige

“Bis wirklich mehr als die Hälfte der 80 Millionen Handynutzer in Deutschland mobil surfen, werden sicher noch ein paar Jahre vergehen“, dämpft Unternehmensberater Bernhard Steimel, Autor des Praxisleitfadens Mobile Marketing und Mitinitiator des Bonner Fachkongresses Voice Days, die Erwartungen. Auch die unlängst vorgestellten Zahlen der Domain-Verwaltung .mobi seien noch kein belastbarer Indikator für den Nutzungsgrad. „Es sind zwar mehr als 500 000 .mobi-Domains registriert. Mit der weiteren Evolution der Browser wird die Bedeutung dieser Domains sinken, da die Nutzer nicht mehr nach speziellen mobilen Angeboten suchen müssen“, weiß Steimel.

Dass diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind, ist Fachautor Markus Hövener vor allem mit Blick auf die Vergangenheit klar: Als WAP in den Jahren 1999/2000 in die Märkte gedrückt wurde, gab es auch viele Prognosen, die eine gewaltige Nutzung der mobilen Dienste voraussagten. “Leider nur deckte sich das nicht mit der Realität“, bestätigt der Fachautor in einem Beitrag für den Branchendienst Contentmanager. Steimel rechnet damit, dass der Siegeszug des mobilen Internets zu einer Renaissance von WAP führen wird: „Die Zeiten, als WAP für Wait And Pay stand, sind vorbei“. Eine Eco-Studie geht davon aus, dass mobile Suchmaschinen die Nutzung des Internets über Mobilfunkgeräte fördern werden.

„Zumindest in Deutschland haben die beiden relevanten Mobil-Suchmaschinen – Google Mobile und Yahoo! oneSearch – bislang einen strategischen Nachteil. Aktuell wird lediglich die Google-Suche vom O2-Portal verlinkt. Es ist aber zu erwarten, dass sich das ändert – vor allem, weil sowohl Google als auch Yahoo! ihre Mobil-Suchmaschinen aktiv vermarkten und den Netzbetreibern vor allem eins bringen können: Einnahmen aus Werbung“, weiss Hövener. Spätestens im nächsten Jahr werden nach Ansicht von Steimel zumindest T-Mobile, Vodafone und O2 Kooperationen mit Google oder Yahoo! eingegangen sein.

„An die mobilen Bedürfnisse angepasste Suchmaschinen sind der Schlüssel für das mobile Internet und bieten wie im ‚stationären’ Internet die spannendsten Refinanzierungsmöglichkeiten. Davon wollen die Provider natürlich profitieren – und schmieden Allianzen mit den Suchmaschinenanbietern“, kommentiert Steimel. Mobile Suchfunktionen müssten aber andere Anforderungen erfüllen: „Neben einem enger gefassten Such-Algorithmus für relevante Ergebnisse geht es vor allen Dingen um die Einbindung von lokalen Informationen, Suchhistorien und Nutzerprofilen. Suchmaschinen, die eine Lokalisierung und Personalisierung leisten, bieten der werbetreibenden Wirtschaft spannende Perspektiven“, resümiert der Experte. NeueNachricht

www.eco.de
www.voicedays.de
www.contentmanager.de

Anzeige

Digital

Facebook legt Kinder-Version von Instagram auf Eis

Eigentlich dürfen sich Kinder erst ab einem Alter von 13 Jahren bei Instagram anmelden - doch einige geben einfach ein falsches Geburtsdatum an. Facebook will das Problem mit einer Kinder-Version lösen, tritt aber nach Kritik auf die Bremse. mehr…


 

Newsticker

Facebook legt Kinder-Version von Instagram auf Eis

Eigentlich dürfen sich Kinder erst ab einem Alter von 13 Jahren bei Instagram…

Luxusmarken: unbeschwerter Genuss vs. protestantische Ethik

In der Goldstadt Pforzheim bekleidet Fernando Fastoso die landesweit erste Stiftungsprofessur für High…

Customer Experience: Warum der Kunde nicht immer König ist

Der Kunde ist König. Oder etwa nicht? Was die meisten Marketingverantwortlichen auch für…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige