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Trends im Marketing 2020, Teil 1: Trust und Purpose

Digitalmarketer haben jahrelang "Trust" beim Kunden verspielt - nun war es an der Zeit, mal wieder um Vertrauen zu werben. © DJ Johnson / Unsplash

Das Jahr 2019 war randvoll mit Trendthemen rund ums Marketing. Wir haben uns zwölf viel zitierte Schlagworte herausgepickt und geprüft, ob es sich dabei um Hype, Hybris oder Haltbares handelt. Die große Frage ist: Was bleibt uns 2020 und darüber hinaus erhalten?

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Von Anja Sturm und Vera Hermes


Trust

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nicht neu. Nicht sehr originell. Trotzdem waberte 2019 nicht „Verification“ durch die Marketingbranche, sondern “Trust”. Aber nicht, weil Verification einfach „to long to read“ war. Vielmehr hatten Digitalmarketer jahrelang so viel Trust beim Kunden verspielt, dass es einfach an der Zeit war, mal wieder um Vertrauen zu werben. Und so haben sie 2019 landauf, landab so oft und so viel öffentliche Selbstkritik zur Schau gestellt wie lange nicht.

Die Online Marketing Rockstars etwa luden im Mai Juval Harari auf die Bühne und ließen ihn 30 Minuten lang ungestört vor Künstlicher Intelligenz warnen. Und die Dmexco-Macher stellten nicht nur den gesamten Kongress unter das Motto „Trust“, sondern holten mit Roger McNamee den derzeit größten Kritiker von Facebook & Co nach Köln. Doch keine Sorge. Das mit dem Trust hat sich schon wieder erledigt. Pünktlich zum besinnlichen Jahresausklang hat die Branche ein neues Benimm-Buzzword entdeckt: Purpose. Vergessen Sie also die Sache mit dem Vertrauen, zeigen Sie Haltung!

Purpose

Die Antwort auf die Frage nach „life, universe and everything“ hat der Computer Deep Thought (eine erste Form der KI!?) in Douglas Adams’ großem Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ ein für allemal beantwortet. Sie lautet: 42. Vielleicht erscheinen einem deshalb die auf Marketingkongressen plötzlich scheinbar unvermeidbaren Diskussionen über den Sinn, den Zweck und das Warum von Unternehmen und Marken als wohlfeil.

Okay, es ist schön, dass heute über den vom legendären BWL-Professor Erich Gutenberg definierten Unternehmenszweck des „Strebens nach Gewinn“ hinaus gedacht wird. Bevor sich aber Myriaden von Menschen in Management-Etagen über Purpose Gedanken machen, sollten sie vielleicht lieber alles daran setzen, in jeder Beziehung anständig zu wirtschaften und dabei möglichst wenig – nein: am besten gar keinen – Schaden an Mensch und Umwelt anzurichten. Nicht mehr. Und nicht weniger.

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