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TikTok wirbt seinen ersten Deutschlandchef von Springer ab

Tobias Henning ist seit 2011 bei Axel Springer. Nun verlässt er den Medienkonzern und heuert bei der Videoplattform TikTok an. © TikTok

Während zwischen China und den USA ein erbitterter Streit um den Verkauf von Teilen der Videoplattform TikTok tobt, hat das Unternehmen seinen ersten Deutschlandchef eingestellt: Tobias Henning kommt von Axel Springer und bringt Erfahrung bei der Entwicklung digitaler Content-Modelle mit.

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Die Videoplattform TikTok macht Tobias Henning zu ihrem ersten Deutschlandchef. Der 41-Jährige soll seinen neuen Job zum 1. Oktober antreten, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Bisher war Henning dafür verantwortlich, die Reichweiten der digialen Springer-Angebote “Welt-Plus” und “Bild-Plus” zu steigern.

Nun soll der Manager TikTok Deutschland in die nächste Wachstumsphase führen. “Deutschland ist einer unserer wichtigsten Märkte. Wir investieren viel in den Aufbau des Teams und wir freuen uns sehr, dass Tobias unser Wachstum und unsere Lokalisierungsstrategie weiter voranbringen wird”, wird TikTok-Europachef Rich Waterworth in einer Mitteilung zitiert.

App hat 800 Millionen Nutzer weltweit

Bevor er 2011 bei Springer begonnen hat, war der Jurist unter anderem bei der internationalen Anwaltssozietät Hengeler Mueller tätig. Außerdem absolvierte er einen MBA an der ESCP Business School in Paris. “TikTok ist für mich eine einzigartige, innovative Content-Plattform. Die unglaublich unterhaltsamen Ideen der vielfältigen Nutzer*innen beeindrucken mich immer wieder aufs Neue”, wird Henning zitiert.

TikTok ist mit seinen kurzen Videoclips besonders bei jungen Menschen populär. Weltweit hat die App mehr als 800 Millionen Nutzer. Aktueller Zahlen für Deutschland nennt das Unternehmen nicht. Früheren Presseberichten zufolge nutzten Ende 2019 hierzulande 5,5 Millionen Menschen die Videoplattform.

Streit um die Übernahme des US-Geschäfts

Der chinesische Mutterkonzern Bytedance steht derzeit in Verhandlungen mit Microsoft um eine Übernahme des Geschäfts in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland. Ein weiterer möglicher Interessent soll Medienberichten zufolge der Kurznachrichtendienst Twitter sein.

Hinter den Kulissen macht die US-Regierung dem Unternehmen Druck, um den Verkauf zu beschleunigen. US-Präsident Trump sieht in der Plattform eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten, weil China damit Zugriff auf Daten von Amerikanern erlange. China bestreitet den Vorwurf. Sollte der Verkauf an ein US-Unternehmen scheitern, hat Trump bereits ein Verbot der App angekündigt.

absatzwirtschaft+

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