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Pokémon Go flutet die Straßen, Datenbrillen für die Deutsche Post und Coca-Cola gewinnt die EM

Nein, es ist nicht die Zombie-Apokalypse in Deutschlands Straßen. Das Augmented Reality-Spiel Pokemon Go ist lediglich seit Mittwoch in den deutschen Appstores erhältlich. Die Deutsche Post denkt über Roboter und Datenbrillen nach. Und der wahre Sieger der EM heißt Coca-Cola. Die Woche im Rückblick

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Der Hype der Woche: Handy-Zombies auf Deutschlands Straßen

Wer an diesem Mittwoch auf der Straße unterwegs gewesen, der konnte sich wundern: Selbst laufende Menschen hingen wie gefesselt am Bildschirm. Das hat einen einfachen Grund: Nintendos Handy-Game „Pokémon Go“ ging an diesem Tag in den deutschen Appstores an den Markt. Manch einer wird sich erinnern: Pokémon war eine Manga-Serie über verschiedenste kleine Monster, die mit den sogenannten Pokéballs eingefangen wurden und in Duells gegeneinander antraten. Das Ganze gibt es jetzt also als Smartphone-Spiel. Der Spieler wird mittels GPS durch die Welt geschickt. Verschiedene reale Sehenswürdigkeit dienen als Poké-Stopps, an denen man Belohnung einsammeln kann. Trifft der Spieler auf ein Pokémon verändert sich die Comic-Grafik: Via Kamera wird das Mini-Monster in die reale Umgebung eingepasst. Augmented Reality nennt sich das. Der Hype ist jedenfalls los – auf der Straße und im Netz. Und schon regt sich erste Kritik: Gedenkstätten kritisieren, dass Mahnmale wie Auschwitz als Poké-Stopps missbraucht werden. Der Adac warnt vor Unfällen. Die Digital-Zombiesierung schreitet voran. Der Verfasser dieses Textes hat übrigens unlängst Level 5 erreicht.

Der Ärger der Woche: EU vs. Google

Die Europäische Union ist ein politisches Schwergewicht. So schwer, dass sie sich zumindest nicht vor Riesen fürchtet. Mit einem hat sie sich schon angelegt: Google. Die EU-Kartellwächter weiten ihr Wettbewerbsverfahren gegen den Internetkonzern aus und werfen dem Konzern vor, durch seine Werbung einen unfairen Wettbewerb zu betreiben. In letzter Konsequenz drohen bei derartigen Verfahren bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes, meldet das Handelsblatt. Auch Riesen können Schmerzen spüren.

Die Sieger der Woche: Fußball-EM hilft Coca-Cola

Großangelegte Sportereignisse sind längst gigantische Marketing-Schauplätze. Rollt der Ball, rollt auch der bekannte sprichwörtliche Rubel. Das war auch bei der Fußball-EM so, die am letzten Sonntag zu Ende ging. Davon besonders profitiert hat Coca-Cola. Die Getränkemarke hat mal wieder stark aufgefahren: Limitierte Coca-Cola Dosen mit den Gesichtern von 24 Nationalspielern, PoS-Plakaten oder dem Online-„Fan Styler“. Das hat sich ausgezahlt: Im monatlichen Ranking der Werbewahrnehmung landet die Marke auf Platz eins. Bei der Auswertung der Testimonials kann der Portugiese Christiano Ronaldo punkten. Es reicht zwar nur für Platz zwei, aber ein Titel reicht ja auch im Monat. Alle Ergebnisse.

Die Nachricht der Woche: Wenn der Postmann mit der Datenbrille klingelt

Selbstfahrende Roboter und eine Datenbrille für Mitarbeiter – das muss doch das Silicon Valley sein. Denkste. Solche Pläne sind gerade in Bonn en vogue. Genauer: Bei der Deutschen Post. Die experimentiert mit selbstfahrenden Roboter und kann sich Datenbrillen für ihre Postboten vorstellen. Noch ist das natürlich Zukunftsmusik. Wenn Sie demnächst ihr Paket von einem Mann mit kurioser Brille erhalten, dann wissen Sie aber trotzdem Bescheid. Mehr auf Handelsblatt.com.

Die Erfolgsmeldung der Woche: Das Portal gegen den Etikettenschwindel

Kein Rindfleisch in der Rinderwurst, kein Obst im Müsli trotz Fruchtbilder – nicht immer ist wirklich drin, was vorne draufsteht. Über trickreiche Aufschriften – auch Etikettenschwindel genannt – ärgern sich nicht nur Kunden, sondern auch die Verbraucherschützer. Das Bundesverbraucherministerium finanziert deshalb die Internetseite „Lebensmittelklarheit.de“, auf der entsprechende Produkte gemeldet werden können. Vor fünf Jahren ging das Portal an den Start, 9.000 Produkte wurden bisher gemeldet. Und tatsächlich: Manchmal legen entsprechende Hersteller nach und ändern ihre Beschriftung. Im Jahre 2014 wurden rund die Hälfte der gemeldeten Etikette geändert. Handelsblatt.com hat aufgeschrieben, wie sich das Portal entwickelt hat und warum mittlerweile auch die Lebensmittelwirtschaft nicht mehr darüber schimpft.

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