Suche

Anzeige

Online-Shops für das Handy sollten abspecken

Immer mehr Online-Shops bieten ihre Waren und Dienstleistungen auch auf dem kleinen Bildschirm von Smartphones an. Allerdings verzichten viele Händler darauf, auch die rechtlich geforderten Informationen mitzuliefern. M-Commerce-Angebote lassen sich mit den E-Commerce-Auftritten der ersten Stunde vergleichen. Hier liegt jedoch noch viel im Argen.

Anzeige

von Axel von dem Bussche

Zu befürchten steht eine neue Abmahnwelle. Denn wenn zunehmend höherpreisige Waren und Dienstleistungen über das Handy vertrieben werden, dürften die Angebote auch kritischer geprüft werden und Verbraucherschutzzentralen sowie Wettbewerber zur Abmahnung animieren.

Mobil-Angebot anpassen

Beim Verkauf über das Handy gelten die gleichen Anforderungen wie beim E-Commerce: Informationspflichten, vollumfängliche Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), Datenschutz-Angaben, Impressum und korrekte Preisangaben sind gefordert, lassen sich aber auf dem kleineren Display der Smartphones kaum angemessen darstellen. Ein einfaches Anpassen des Internetauftritts auf das knappere Handyformat reicht oft nicht aus. Händler sollten ihr Angebot für das Handy gezielt vereinfachen oder umstellen, damit sie mit einfachen und kurzen rechtlichen Hinweisen auskommen.

AGB-Verzicht überprüfen

Online-Shops können auch darauf verzichten, für ihr Angebot eigene AGB auf dem begrenzten Bildschirmplatz bereitzuhalten. Für den Vertragsabschluss gelten dann die allgemeinen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches. Die sind allerdings regelmäßig wenig vorteilhaft für den Verkäufer.

Abmahnungen vermeiden

Abmahnungen von Wettbewerbern wegen fehlender oder unvollständiger Angaben sind nicht nur lästig, sondern zwingen den Anbieter auch dazu, sein Angebot kurzfristig rechtskonform zu gestalten oder vom Netz zu nehmen. Früher oder später muss sich doch jeder Händler überlegen, wie er den knappen Bildschirmplatz für seine Angebotspräsentation und die nötigen rechtlichen Informationen optimal nutzt.

Axel von dem Bussche ist Fachanwalt für IT-Recht bei der internationalen Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing.

www.taylorwessing.com

Anzeige

Kommunikation

“Marke post Corona” – Serie über die Learnings aus der Krise

In unserer Serie "Marke post Corona: Learnings aus der Krise" berichten Marketingverantwortliche über ihre Erfahrungen und Lehren aus der Corona-Zeit. Hier finden Sie alle acht Beiträge der Reihe im Überblick. mehr…



Newsticker

“Zero-Based Re-Habiting”: Wachstum im New Normal

In vielen Ländern hat der Lockdown mehrere Monate lang angehalten, in manchen hat…

Huawei vs. USA: Rivalen kämpfen um Sanktions-Milliarden

27 Milliarden US-Dollar schwer ist das Loch, das die neuesten US-Sanktionen gegen Huawei…

Mehrweg, Recycling, Kreisläufe: Was tun gegen Verpackungsmüll?

Der Kaffee zum Mitnehmen, das Abendessen vom Lieferservice, der Joghurt in kleinen Einzelportionen…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige