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Nach Datenskandal: Facebook überarbeitet Privatsphäre-Einstellungen

Facebook schraubt an den Privatsphäre-Einstellungen

Zum xten-Mal schraubt Facebook an seinen Privatsphäre-Einstellungen. Wie das Social Network heute in einem Blogpost bekannt gab, soll eine neu designte Übersichtsseite den Umgang mit den auf Facebook geteilten Daten vereinfachen. Das weltgrößte soziale Netzwerk hat dafür die Menüführung der Privatsphäre-Einstellungen auf den mobilen Endgeräten neu gestaltet. An der Wall Street sorgte die Maßnahme für leichte Kurszuwächse.

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Der Dauervorwurf hält sich seit 14 Jahren: Facebook ist zu komplex, als dass Nutzer vollständig verstehen, welche Informationen sie auf dem Social Network eigentlich hinterlassen und teilen. Alle paar Monate ändern sich Privatsphäre-Einstellungen oder wenigstens die Menüführung, so dass Nutzer irgendwann vor dem digitalen Nirwana  kapitulieren.

Das aufgestaute Unbehagen jedoch blieb all die Jahre – bis es sich in einer regelrechten Hasswelle durch den Datenskandal von Cambridge Analytica entlud. Der Hashtag #DeleteFacebook machte die Runde, weg mit dem Teufelszeug Facebook.

„Vergangene Woche hat gezeigt, dass noch sehr viel Arbeit vor uns liegt“

Nach dem völlig missratenen Krisenmanagement Mark Zuckerbergs und der darauf folgenden Charme-Offensive in Zeitungsanzeigen versucht das weiterhin mit Abstand weltgrößte soziale Netzwerk die Nutzergunst nun durch Änderungen in seinem Social Network zurückzugewinnen.

Es geht  dabei um das Herzstück der Kritik: Die Privatsphäre-Einstellungen. In einem Blogpost gelobten die Facebook-Managerinnen Erin Egan und Ashlie Beringer, nun Besserung: „Die vergangene Woche hat gezeigt, dass noch sehr viel Arbeit vor uns liegt“, schlagen Egan / Beringer wie Tage zuvor Firmenchef Zuckerberg einen demütigen Ton an. „Wir haben vielfach gehört, dass unsere Privatsphäre-Einstellungen und andere wichtige Tools nur schwer zu finden sind und dass wir Menschen besser darüber informieren müssen.“

Facebook gestaltet mobile Privatsphäre-Einstellungen neu

Die große Facebook-Aufklärung erfolgt nun in der Überarbeitung der Privatsphäre-Einstellungen, die Facebook für mobile Endgeräte in einem Tool neu designt hat. „Die Einstellungen sind jetzt nicht mehr auf fast 20 verschiedenen Unterseiten verteilt, sondern an einem Ort zugänglich“, erklärt das Social Network – man fragt sich, warum es erst die jüngste Krise gebraucht hat, um „den Menschen noch mehr Kontrolle über ihre Daten zu geben“, wie Facebook selbst schreibt.

Im Kern erleichtert Facebook Mobil-Nutzern nun die Verwaltung der Informationen zu Privatsphäre, Sicherheit und Werbung durch ein neues Shortcut-Menü, in dem Informationen laut dem US-Konzern nun „mit nur wenigen Klicks eingestellt und kontrolliert werden können“.

Leichterer „Zugriff auf deine Informationen“

Facebook kündigte zudem die neue Funktion „Zugriff auf deine Informationen“ an, die „ein einfacher und sicherer Weg“ sein soll, um auf die eigenen Informationen – wie Beiträge, Reaktionen, Kommentare und die  Suchhistorie – zuzugreifen und diese zu verwalten. Zudem will es das Social Network leichter machen, eine Sicherungskopie einzelner Informationen für einen bestimmten Zeitraum oder alle Daten herunterladen.

Auch Facebook-COO Sheryl Sandberg, die nach Meinung von Marketing-Professor Scott Galloway in der Krise der vergangenen Woche vollkommen abgetaucht war („Zuckerberg und Sandberg haben sich in die Höhlen von Kandahar zurückgezogen“), wies auf ihrer Facebook-Seite schuldbewusst auf die Änderungen hin. „Wir hören Euch zu, und wissen, dass wir proaktiver dabei sein müssen, uns um Angelegenheiten, die Eure Daten und die Integrität unserer Plattform betreffen, zu kümmern und zu antworten.

We know we need to do more to help you control your privacy on Facebook. Your privacy settings should be easy to find…

Gepostet von Sheryl Sandberg am Mittwoch, 28. März 2018

An der Wall Street sorgte Facebooks Ankündigung für leichte Kurszuwächse von rund einem Prozent auf 154 Dollar.

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