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„Gratulera“ zum 75. Geburtstag: Wie die Marke Ikea aus dem schwedischen Älmhult die Reise in die Welt antrat

1943 gründete Ingvar Kamprad, der im Januar im Alter von 92 Jahren verstarb, den Möbelriesen im schwedischen Älmhult. Jetzt wird Ikea 75. Jahre alt. Nach Deutschland kam die Marke erst 1974. Was würden wir ohne Billy-Regal oder Köttbullar nur machen? Ein kleiner Rückblick auf die Marke Ikea.

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Ein Kommentar

75 Jahre Ikea. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich der Möbelriese mit seinen Designs, seinen günstigen Preisen und manchmal umständlichen Aufbau-Prospekten in unser aller Inneneinrichtungs-Design eingebrannt.

75 Jahre Köttbullar, 75 Jahre Billy: Ikea schafft es bis heute, ein zeitloses und funktionales Design für jedermann herzustellen. So wurde der schwedische Einrichtungsmarkt schnell zum Freund aller jungen Studenten, die ihre erste eigene Wohnung einrichteten. Der Markenkern ist bis heute klar zu erkennen: Ikea sorgt dafür, dass jeder schöne Möbel haben kann.

Ikea 2018

Der Gründer

Ingvar Kamprad, Sohn eines Landwirts aus der schwedischen Provinz, startete mit einem kleinen Versandhaus und bot in den 1950ern Möbel zum selber Aufbauen an. Die Firma legte in den folgenden Jahrzehnten einen beispiellosen Aufstieg zum Weltkonzern hin. Er starb 2018 in seiner Heimat Älmhult im Alter von 91 Jahren.

Das Rückgaberecht

Im Marketing-Bereich gab es immer wieder außergewöhnliche Maßnahmen. Höchste Aufmerksamkeit erregte zum Beispiel das lebenslange Rückgaberecht: Zwischen 2014 und 2016 hatte Ikea seinen Kunden ein lebenslanges Rückgaberecht eingeräumt – und das nicht nur, wenn Schäden am Produkt auftraten, sondern auch für den Fall, dass das Produkt nicht mehr gefällt. Online-Portale und TV-Sender berichteten damals ausgiebig über die großzügigen Schweden.

Natürlich blieb die Kritik schon 2014 nicht aus: Umweltschützer kritisierten das großzügige Rückgaberecht, es befördere Verschwendung, die Ressourcen koste.

Der Rückzug kam im Herbst 2016: Erst galt noch ein Rückgaberecht von einem Jahr auf alle Waren – seit 2018 schränkt das schwedische Unternehmen das Rückgaberecht weiter ein. Nun werden nur noch Waren zurückgenommen, die „neu und unbenutzt“ sind. Der Grund: Kunden würden keinen Bedarf für eine so lange Frist haben. Der Customer Experience Manager bei Ikea, Klaus Cholewa, sagte 2016 der Deutschen Presse-Agentur, es habe keinen Missbrauch der im August 2014 eingeführten unbegrenzten Rückgabe gegeben und es wären auch keine zu hohen zusätzlichen Kosten entstanden.

Neue Kollektion

Der schwedische Möbelkonzern entwickelte sich über die Jahre weiter und kooperiert zum Beispiel in regelmäßigen Abständen mit exklusiven Designern – zuletzt etwa mit Tom Dixon und Hay. Nun gibt es zum Geburtstag eine Sonderkollektion, die Möbel der 50er, 60er, 70er, 80er, 90er und Nuller Jahre zurück ins Wohnzimmer holt. Der Name der Serie: „ Gratulera“, mit sepia-farbenen Designs, aber auch sehr bunt und kultig.

Neben den Möbeln sind auch die kreativen Spots immer wieder ein Highlight der Marke Ikea. Eine kleine Auswahl, auch aus anderen Ländern:

Die kreativsten Spot aus aller Welt

Der  Spot „Let’s Relax“ schickt die Zuschauer zurück in die Ära des Hochadels des 18. Jahrhunderts: Die Festtafel ist gedeckt, doch bevor gespeist werden kann, muss der Maler erst einmal das üppige Dinner mit dem Pinsel festhalten. Das Gemälde geht dann auf die große Reise, an den königlichen Hof, ins Schlafgemach. Es ist ein ironischer Brückenschlag ins digitale Zeitalter: Auf die Schippe genommen wird der Instagram-Fotograf, der erst einmal jedes Detail seines Essens festhalten will, statt den Moment zu genießen.

Ikea Spanien wirbt sehr emotional und lässt Kinder zu Weihnachten Wunschzettel schreiben.

„Knut“ ist bis heute ein fester Bestandteil des „Ikea Knut-Schlussverkaufs“.

Auch der Ordnungs-Typ, der auch mal aufräumt, obwohl eine schöne Frau auf dem Ikea-Bett liegt, ist in Erinnerung geblieben.

 

 

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