Fünf Impulse zur Circular Economy

In regelmäßigen Abständen präsentieren wir Impulse und Entwicklungen auf dem Weg in die Circular Economy. Ein Potpourri aus aktuellen Studien über Aktivitäten von Marken im Bereich Kreislaufwirtschaft bis hin zu wichtigen politischen Weichenstellungen.
1,1 Tonnen CO₂ pro Jahr kompensiert die nachhaltige Werbelocation „The Green“ von BlowUP Media. Der 140 Quadratmeter große vertikale Garten mit integriertem Riesenposter wächst in Berlin. ©Björn-Arne Eisermann

Schlechte Aussichten

Im Jahr 2022 erreichen die fossilen CO2-Emissionen weltweit 36,6 Milliarden Tonnen CO2 und werden somit leicht höher liegen als vor der Corona-Pandemie. Zusammen mit Landnutzungsemissionen von 3,9 Milliarden Tonnen belaufen sich die Gesamtemissionen auf 40,6 Milliarden Tonnen. Die hohen Emissionen stehen im Widerspruch zu dem Rückgang, der nötig wäre, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Um die globale Erwärmung mit einer 50-Prozent-Wahrscheinlichkeit auf 1,5 °C zu begrenzen, dürfen insgesamt nur noch 380 Milliarden Tonnen CO2 emittiert werden. Wenn man von den Emissionswerten des Jahres 2022 ausgeht, wird diese Menge nun schon in neun Jahren ­erreicht sein.

Werte vs. Krise

Trotz der anhaltenden Krisen ist Nachhaltigkeit für die Konsumentinnen in Deutschland weiterhin relevant. Das zeigt der GfK Nachhaltigkeitsindex für Oktober 2022: Mit einem aktuellen Wert von 39,7 bleibt der Index stabil. 26 Prozent der Deutschen haben in den letzten zwölf Monaten größere Anschaffungen unter Nachhaltigkeitsaspekten getätigt. Vor allem junge Menschen zwischen 18 und 39 Jahren sowie Konsumentinnen mit höherem Einkommen kaufen weiterhin nachhaltig. Die Anschaffungsneigung bleibt stabil: 27 Prozent planen, in den nächsten zwölf Monaten bei größeren Anschaffungen auf Nachhaltigkeit zu achten.

Mehr Mehrweg

Ab dem 1. Januar 2023 tritt für gastronomische Betriebe in ganz Deutschland die Mehrwegangebotspflicht in Kraft. Das bedeutet, dass unter anderem Bäckereien, Cafés und Restaurants verpflichtet sind, ihren Kund*innen ein wiederverwendbares Mehrwegbehältnis als Alternative zur Einweg­verpackung anzubieten.

Für mehr Sauberkeit

Die Hersteller von Produkten aus Einwegplastik sollen sich künftig an den Kosten der Müllbeseitigung in Parks und Straßen beteiligen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Bundeskabinett im November beschlossen hat. Die Unternehmen sollen eine jährliche Abgabe in einen Fonds einzahlen, der vom Umweltbundesamt verwaltet wird.

Kosten übersteigen Nutzen

Nur eine*r von fünf befragten Manager*innen (21 Prozent) für eine Studie des Capgemini Research Insti­tute sieht einen klaren unternehmerischen Nutzen in Nachhaltigkeit. Dagegen sind 53 Prozent der Meinung, die Kosten für derartige Maßnahmen überstiegen den potenziellen Nutzen.

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