Suche

Anzeige

Ford-Chef Hackett tritt zurück – Farley übernimmt

Jim Farley ist seit 13 Jahren beim US-Autobauer Ford. © Imago

Erneuter Chefwechsel beim US-Autoriesen Ford: Am 1. Oktober übernimmt Jim Farley das Ruder in Dearborn. Sein Vorgänger tritt nach gut drei Jahren in der Führungsposition ab. Für die deutschen Ford-Standorte könne das von Vorteil sein, sagt ein Experte.

Anzeige

Der kriselnde US-Autoriese Ford stellt seine Konzernspitze bereits zum zweiten Mal in gut drei Jahren neu auf. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, dass der erst seit Mai 2017 amtierende Vorstandschef Jim Hackett (65) zurücktritt. Zum Nachfolger wurde mit Wirkung zum 1. Oktober Top-Manager Jim Farley (58) befördert, der sich derzeit im Vorstand um das Tagesgeschäft kümmert.

Farley ist seit 2007 bei Ford. Davor stand er 17 Jahre lang in Diensten des japanischen Autobauers Toyota und war dort zuletzt für Vertrieb und Marketing von Toyotas Luxusmarke Lexus zuständig.

Der Personalwechsel zeigt, wie schwer Ford sich weiter mit dem Wandel der Autoindustrie vom klassischen Blechbiegen zu Zukunftstechnologien wie autonomem Fahren und Elektromobilität tut. Der Konzern steckt in einem tiefgreifenden Umbau, Hackett war eigentlich als großer Modernisierer angetreten. Auch sein Vorgänger Mark Fields hatte den Spitzenposten nach nur rund drei Jahren schon wieder geräumt.

Neuer Chef war lange für Europa zuständig

Für die deutschen Ford-Standorte in Köln und Saarlouis könnte der überraschende Wechsel an der Konzernspitze nach Ansicht des Automobil-Experten Stefan Bratzel von Vorteil sein. “Der neue Ford-Chef Jim Farley war jahrelang für Europa zuständig und hat daher mehr Verständnis für den deutschen Automarkt”, sagte der Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach dem “Kölner Stadt-Anzeiger”. Allerdings dürfte sich nach seiner Einschätzung am Sparkurs für das Ford-Werk in Köln wenig ändern. Farley werde die Sparbemühungen vermutlich noch einmal verstärken.

Für Deutschland hatte Ford zuletzt “klare Anzeichen für eine Erholung des Marktes” gemeldet. Bei den verbindlichen Bestellungen liege man inzwischen wieder bei mehr als 80 Prozent der vor Corona angepeilten Ziele. Im ersten Halbjahr 2020 hatte Ford in Deutschland allerdings nur etwas mehr als 84.000 Neuzulassungen registriert. Das waren 41,4 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Zwischen Mitte März und Anfang Mai musste Ford aufgrund der Pandemie die Produktion an seinen europäischen Standorten für mehr als sechs Wochen pausieren lassen.

tht/dpa

absatzwirtschaft+

Sie wollen weitere relevante Informationen und spannende Hintergründe für Ihre tägliche Arbeit im Marketing? Dann abonnieren Sie jetzt hier unseren kostenfreien Newsletter.

Anzeige

Kommunikation

Clubhouse

Was ist Clubhouse? Hintergründe zur Hype App

Die Social-Media-App Clubhouse ist gefühlt über Nacht an die Spitze der Download-Bestenliste gestürmt. Was hat es mit dem Hype auf sich – und wird Clubhouse sich langfristig als App etablieren? mehr…



Newsticker

Top-Talente im Marketing: Carina Bradl von Konica Minolta

Die absatzwirtschaft hat 20 Top-Talente im Marketing entdeckt, die zu führenden Köpfen dieser…

Neuer Marketingchef soll O2 zur “Superbrand” machen

Michael Falkensteiner (37) wird zum 1. Februar 2021 Director Brand & Marketing Communications…

Gondel 2.0 – die Innovation für den Stadtverkehr

Mit einer KI-gesteuerten Schwebebahn will das Münchner Start-up Ottobahn die Verkehrsprobleme der Städte…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige