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Drei Trendmanager wagen den Blick in die Zukunft

Für Marken ist es eine wichtige Aufgabe, die richtigen Zukunftstrends zu erspüren. © Unsplash/Mikita Yo

Trends sind für Marken Treibstoff und Lebenselixier. Doch es braucht die richtigen Köpfe, um die wichtigen Trends zur rechten Zeit zu erkennen. Die folgenden drei Manager beobachten Trends und arbeiten an der Zukunft ihres Unternehmens.

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Quentin Huber, Opel

Der Leiter des Bereichs Markenstrategie und Social Media im europäischen Marketing-Team von Opel erkennt einen Trend zum “Upcycling”. “Wir sehen das gerade in der Mode und in der Möbelbranche. Hier wird Produkten ein neues Leben mit noch mehr Qualität gegeben.” Aus dem “Upcycling”-Gedanken leitet Opel wiederum zwei Trends ab: “Retrofit” und “Restomod”.

Die Retrofit-Idee hat zum Inhalt, den Antrieb eines Oldtimers gegen einen Elektromotor mit Batterie auszutauschen – während Restomod bedeutet, das Fahrzeug mit neuesten Technologien aufzurüsten. Beispiel: Opel hat dem legendären Manta ein “Update” gegeben, mit dem Gesicht des neuen Opel Mokka samt “Vizor”-Front und digitalem “Pure Panel”-Cockpit. Als Trendfavoriten sieht Huber “Shopstreaming”, die nächste Stufe des E-Commerce, sowie Nachhaltigkeit. “Alles wird grüner, bewusster”, sagt Huber und verweist auf zahlreiche neue E-Modelle, die Opel dieses Jahr auf den Markt bringt.

Andreas Enslin, Miele

Bei Miele befassen sich Teams aus mehreren Bereichen mit Trends und deren Bedeutung für Marke und Produkte. Im Miele Designcenter, das Enslin als Vice President leitet, werden zum Beispiel alternative Zukunftsszenarien sichtbar gemacht. “Sie helfen zu verstehen, welche Trends das Geschäft disruptiv verändern könnten.” Daraus entstehen erste Designstudien zu womöglich künftigen Produkten und Dienstleistungen.

Die Einbaugeräte der Generation 6000 zum Beispiel sind mithilfe von Kundenbedürfnis-Roadmaps entstanden. Sie waren 2013 die ersten Einbaugeräte mit Voll-Touch-Display auf dem Markt, nahezu zeitgleich vorgestellt mit der Einführung des iPhone 3 in Deutschland – und ein riesiger Erfolg. Kundenbefragungen und Designtrends zeigten die Richtung, so Enslin: “Reduzierung der Komplexität – die Bedienung war erstmals intuitiv und ohne Gebrauchsanleitung möglich. Dafür hatten wir im Designcenter fast zwei Jahre lang immer wieder Designmodelle und Prototypen der neuartigen Bedienung aufgebaut und zusammen mit Kunden getestet.”

Martin Kassubek, Nürnberg Messe

Als Vice President Corporate Digital Development plant Martin Kassubek mit seinem Team die digitale Entwicklung des Unternehmens und setzt Konzepte um. Besonders beschäftigt ihn die Frage, welche Rolle Messen und Veranstaltungen in einem zunehmend digitalisierten Ökosystem spielen – und was die besten Produktangebote für Aussteller und Besucher sind.

Zum Arbeitsalltag, derzeit fast vollständig remote, gehört der tägliche Doppelpass mit den einzelnen Fachmessen hinsichtlich der Implementierung von neuen Prozessen, Technologien und Smart Data genauso wie der kontinuierliche Austausch mit Kunden. Als Corona kam, “haben wir in nur wenigen Wochen Plattformen hochgezogen, digitale Messeformate entwickelt und neue Themen besetzt”. Als stärksten Trend in der Messewirtschaft bezeichnet Kassubek “die Hybridisierung von Formaten, und zwar online und onsite”.

Dieser Artikel ist als Teil der Titelgeschichte „Was kommt – was bleibt: Wie Unternehmen und Marken die wichtigsten Trends identifizieren“ im Printmagazin der absatzwirtschaft erschienen, das Sie hier abonnieren können.

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