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Tabu: Bewerbungsverfahren über WhatsApp

Das größte Wachstum verzeichnen eindeutig Chat-Apps

Geht es nach den Bewerbern, werden Arbeitgeber künftig in Bewerbungsverfahren immer mehr zu Dienstleistern an ihren Kandidaten-Kunden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der softgarden e-recruiting GmbH. In der Kommunikation mit den gewünschten Arbeitgebern schlägt aus Sicht der Bewerber das Telefon zudem die Nachrichtenanwendung WhatsApp um Längen

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Arbeitgeber könnten sich in Zukunft zu Dienstleistern an den Bewerberkunden wandeln. Serviceleistungen von Arbeitgebern mit besonderem Nutzwert für Kandidaten erzielen bei Jobbewerbern eine sehr große Zustimmung. „Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren“ – das Prinzip ist aus Online-Bestellsystemen wie Amazon bekannt. 98 Prozent der Bewerber finden es „sinnvoll“ oder „sehr sinnvoll“, wenn Arbeitgeber ihnen auf diese Weise weitere Jobs im Unternehmen präsentieren, die ebenfalls passen könnten.

Absage mit Einladung

Aus Kandidatensicht müsste eine Absage in vielen Fällen nicht das letzte Wort sein. In den meisten Fällen enden Bewerbungen mit einer Absage, die die Beziehung zwischen Bewerbern und Zielarbeitgebern schroff abbricht. Was aber wäre, wenn die Absage mit weiteren Angeboten verknüpft wird? Dass Jobs nicht passen, muss schließlich nicht bedeuten, dass sich die Bewerber nicht für andere Aufgaben eignen. Für entsprechende Angebote ist die große Mehrheit offen. 87 Prozent finden es zum Beispiel „sinnvoll“ oder „sehr sinnvoll“, wenn ihre Bewerbung nach Absage an ein anderes interessiertes Unternehmen weitergeleitet würde.

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Bewerber wollen mehr Transparenz. Bei den Informationen zum Ablauf des Bewerbungsprozesses liegt der Anteil der Umfrageteilnehmer, die diese für „sinnvoll“ oder „sehr sinnvoll“ halten, bei 91 Prozent. Einige Bewerber wünschen sich aktuelle Statusinformationen zum jeweiligen Stand der Dinge: „Man könnte den Bewerbungsprozess noch transparenter machen, indem man zum Beispiel immer den aktuellen Status der Bewerbung einsehen und bis wann man mit einer Antwort rechnen kann“, so ein Umfrageteilnehmer. Ein weiterer Teilnehmer schlägt „exaktere Zeitangaben je nach Auftragslage“ vor, wie zum Beispiel „zum momentanen Zeitpunkt benötigen wir etwa zehn bis zwölf Arbeitstage, um Ihre Bewerbung zu prüfen”.

Persönlicher Draht zum Arbeitgeber


Bewerber wünschen sich den direkten Kontakt zum Zielarbeitgeber. Je persönlicher die Form der Interaktion ist, desto höher schätzen sie die Sinnhaftigkeit des Austausches ein. Eine telefonische Hotline für Bewerber finden 64 Prozent „sinnvoll“ oder „sehr sinnvoll“, bei einem persönlichen Ansprechpartner, den sie per Telefon erreichen können, sind es 92 Prozent. Das gute alte Telefon schlägt dabei die hippe Kommunikation per WhatsApp um Längen. Ein persönlicher Ansprechpartner, der über WhatsApp erreichbar ist, erzielt eine Zustimmung von nur 31 Prozent. Mit anderen Worten: 69 Prozent der Bewerber finden ein solches Angebot nicht sinnvoll.

Kontakt zu Kollegen in spe

Bei einem Durchschnittsalter der Teilnehmer von 31,5 Jahren werden sicherlich deutlich mehr von ihnen WhatsApp privat nutzen. In Bewerbungsverfahren lehnen sie aber offensichtlich den Einsatz dieser App ab. Das heißt, Unternehmen, die WhatsApp für die Bewerberkommunikation oder das Employer Branding nutzen oder nutzen möchten, sollten sich nicht nur Fragen des Datenschutzes stellen, sondern auch die nach der Kandidatenakzeptanz. Auf weitaus größere Zustimmung (66 Prozent antworten mit „sinnvoll“ oder „sehr sinnvoll“) stößt hingegen die Möglichkeit, mit künftigen Kollegen vor der Bewerbung in Kontakt zu treten.

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