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Zukunft der Arbeit: Arbeitnehmer wünschen sich hybride Modelle

Ein hybrides Arbeitsmodell zu finden, das für alle Generationen funktioniert, kann für Unternehmen eine Herausforderung sein. © Unsplash/Brooke Cagle

Unternehmen auf der ganzen Welt planen die Rückkehr ihrer Mitarbeitenden an den Arbeitsplatz, nachdem viele von ihnen im Zuge der Corona-Pandemie ins Homeoffice gewechselt sind. Doch was wünschen sich eigentlich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer?

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Die Studie “The Future of Work: Productive anywhere” hat analysiert, was sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weltweit für ihre persönliche Zukunft der Arbeit wünschen. Befragt wurden 9326 Beschäftigte in elf Ländern.

Zwei Ergebnisse:

  • 40 Prozent von ihnen haben das Gefühl, überall produktiv arbeiten und sich gesund fühlen zu können – sei es im Remote-Office, vor Ort oder in einer Kombination als hybrides Arbeitsmodell.
  • Wiederum 85 Prozent dieser Mitarbeitenden geben an, eine längerfristige Beschäftigung in ihrem derzeitigen Unternehmen anzustreben.

Ein hybrides Arbeitsmodell zu finden, das für alle Generationen funktioniert, kann jedoch eine Herausforderung sein: Weltweit wünschen sich drei von vier Befragten aus der Gen Z (74 Prozent) mehr Möglichkeiten, persönlich mit ihren Kollegen zusammenzuarbeiten – ein höherer Anteil als bei der Gen X (66 Prozent) und den Baby Boomern (68 Prozent).

Mitarbeitende wollen “überall produktiv” sein

“Es gibt einen neuen Arbeitnehmer:innen-Typus nach der Pandemie: “überall produktiv” – egal, ob vor Ort am Arbeitsplatz oder im Remote. Diese Individuen haben sehr gute persönliche Ressourcen im Sinne von Resilienz oder mentaler Stärke und besitzen ausgeprägte organisatorischen Ressourcen”, sagt Shirley Sheffer, Leiterin des Geschäftsbereichs Talent & Organization/Human Potential bei Accenture in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wenn über die Zukunft der Arbeit gesprochen wird, dann dürfe es darüber hinaus nicht nur um das “Wo” gehen. “Verantwortungsbewusste Führungskräfte adressieren im gleichen Maße, wie sich die Produktivität, Gesundheit und Belastbarkeit ihrer Mitarbeitenden unterstützen lassen”, sagt Sheffer.

Finanzielle Vorteile für Unternehmen

Der globalen Studie zufolge liegt der Unterschied in Deutschland zwischen den Mitarbeitenden, die überall produktiv sind (33 Prozent) und denjenigen, die unkonzentriert und frustriert sind (13 Prozent), nicht am Stress, sondern darin, ob auf individueller und organisatorischer Ebene überhaupt die Voraussetzungen dafür gegeben sind, um ortsunabhängig produktiv zu sein. Diese reichen von Arbeitsplatzautonomie und psychischer Gesundheit bis hin zu unterstützenden Führungskräften und einer digital ausgereiften Organisation.

Zudem profitieren Unternehmen auch von finanziellen Vorteilen, wenn sie es ihren Mitarbeitenden ermöglichen, sich bei ihrer Arbeit ortsunabhängig produktiv und gesund zu fühlen: Weltweit haben 63 Prozent der Unternehmen mit hohem Umsatzwachstum bereits “Productive anywhere Workforce”-Modelle aktiviert, bei denen die Mitarbeitenden die Möglichkeit haben, im Remote oder vor Ort zu arbeiten. Die überwiegende Mehrheit (69 Prozent) der Unternehmen mit negativem oder keinem Wachstum konzentriert sich jedoch immer noch auf den physischen Standort ihrer Mitarbeitenden und bevorzugt entweder Arbeitsplätze, die ausschließlich vor Ort oder im Remote sind.

25 Prozent der Deutschen fühlen sich durch Remote gesünder

In Deutschland gaben 34 Prozent der befragten Arbeitnehmer an, dass sie auch während der Pandemie weiterhin an einem festen Standort gearbeitet haben. Dabei sind 25 Prozent der Deutschen der Meinung, dass sie im Remote produktiver arbeiten können und sich gesünder fühlen.

“Wenn Mitarbeitende ein hybrides Arbeitsmodell wählen können, sind sie besser in der Lage mit psychischen Herausforderungen umzugehen. Sie gehen stärkere Arbeitsbeziehungen ein und wollen länger im Unternehmen bleiben”, sagt Accenture-Managerin Sheffer. “Für Führungskräfte, die das volle Potenzial ihrer Mitarbeitenden entfalten wollen, stellt sich die Frage: Wie entwickle ich mein Team unabhängig vom Standort? Wichtige Faktoren hierbei werden zunehmend Empathie, Flexibilität und Vertrauen.”

“The Future of Work: Productive anywhere

  • Für die Studie “The Future of Work: Productive anywhere” führte Accenture Research im März 2021 eine globale Umfrage unter 9326 Arbeitnehmern in den folgenden Ländern durch: Australien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Japan, Singapur, Schweden, Großbritannien und USA.
  • Folgende Branchen wurden dabei berücksichtigt: Banken/Versicherungen/Kapitalmärkte, Hightech, Einzelhandel, Konsumgüter & Dienstleistungen, Öffentlicher Sektor, Gesundheitswesen, Kommunikation und Medien, Versorgungsunternehmen, Energie und Life Sciences.

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Kommentare

  1. Es ist doch alles so einfach: Der Mensch geht dahin, wo er sich die
    meisten Vorteile für sich verspricht.

    Die EY-Umfrage in D für das Jahr 2030 ergab, daß 29% auf dem Land,
    25 % sogar ganzjährig am Urlaubsort leben & arbeiten wollen.

    Wenn ich dann noch die anteiligen 1 – 2 Tage-Arbeit “im Büro” berücksichtige:

    > Wo sollen denn all’ die Menschen zum “Fuß-Shoppen” in die Innenstadt
    herkommen?
    > Wer fährt denn dann noch im ÖPNV?
    > Wer gruppiert sich (Stammhirn!) in den einzelnen Quartieren?
    > Und dann noch KI, lernende Systeme:

    Planen wir da (nachhaltig) nicht die Bausünden der nächsten Generation,
    wenn wir wieder so weitermachen wie bisher –
    nur weil es bequem ist, weil wir es nicht anders kennen –
    > weil unser Hirn eben FAUL ist?!

    ZUKUNFT? … ist anders!

  2. Ich bin auch für das hybride Arbeitsmodell, aber mit dem Verständnis, dass ich Coworking München besuchen kann, wann ich will, und die ganze Zeit zu Hause bleibe.
    Und laut dem Artikel würden 40 Prozent der Menschen gerne das Leben eines digitalen Nomaden ausprobieren. Es ist ein echtes Abenteuer, aber nicht jeder kann es sich leisten. Außerdem denke ich, dass die meisten Leute denken, dass Arbeiten am Strand dasselbe ist wie eine entspannte Zeit, aber das ist es nicht.

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