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Werbung ist aus Konsumentensicht gar nicht so unbeliebt

Konsumenten selektieren Werbebotschaften nach persönlichem Interesse und erwartetem Nutzen. Aktuelle Auswertungen von Mediaedge Cia zeigen, dass Konsumenten Werbung ab und zu auch positiv bewerten. Zum Beispiel in Anzeigenblättern.

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Wie die Medienbeobachter berichten, schaut sich mehr als die Hälfte der Befragten diese Werbeform zumindest ab und zu gerne an. Auch in anderen Printmedien sei Werbung gern gesehen: Zeitungswerbung erreiche 44 Prozent Zustimmung, knapp dahinter liege Werbung in Zeitschriften (41Prozent). Fernsehwerbung werde von 35 Prozent der Befragten ab und zu gerne gesehen.

Damit liegt Fernsehwerbung auf Rang 5 der Beliebtheitsskala, vor Werbung auf Plakaten (32 Prozent), im Radio (24 Prozent) und im Internet (10 Prozent). Die Ergebnisse machen der Branche deutlich, dass Konsumenten solche Werbeformen gerne und gezielt nutzen, über die sie konkrete Angebotsinformationen erhalten und die sie aktiv auswählen und in die Hand nehmen. Insgesamt fällt auf, dass sich Frauen deutlich offener und interessierter gegenüber Werbung zeigen als Männer, sämtliche Werbeformen erreichen bei Frauen höhere Zustimmungswerte.

In den verschiedenen Altersgruppen ist das Interesse an den einzelnen Werbeformen unterschiedlich ausgeprägt: Befragte ab 30 Jahren bevorzugen eindeutig Printwerbung, insbesondere Werbung in Anzeigenblättern (rund 60 Prozent Zustimmung). Bei jüngeren Befragten fällt das Interesse an den verschiedenen Werbeformen insgesamt geringer aus, Werbung im Fernsehen, auf Straßenplakaten und im Internet schneidet bei den unter 30-Jährigen jedoch am besten ab.

Beilagen und Prospekte in Tageszeitungen und Anzeigenblättern liest jederm zweite Erwachsene ab 14 Jahren. Lose verteilte Handzettel erreichen eine regelmäßige Nutzung von 44 Prozent. Als Verbreitungsart für verschiedene Branchenbeilagen favorisieren bis zu insgesamt 70 Prozent der Befragten Beilagen in Tageszeitungen oder Anzeigenblättern. 62 Prozent der Befragten interessieren sich für Lebensmittelbeilagen, gefolgt von Beilagen für Kleidung (47 Prozent), Baumärkte sowie Warenkaufhäuser (je gut 40 Prozent).

Die besondere Hochwertigkeit des Streumediums scheint der Untersuchung zufolge bei aktuellen Einkaufsinformationen über Güter des täglichen Bedarfs weniger relevant zu sein. Wesentlich wichtiger sind die Inhalte und Angebote selbst: Fast 60 Prozent der Befragten selektieren die für sie interessanten Beilagen aus den Streumedien heraus, die übrigen werfen sie direkt weg. Für die Studie fragte Mediaedge Cia im März (2006) 1 738 Personen und im August (2006) 1 725 Personen, wie sie die unterschiedlichen Werbemitteln nutzen und bewerten.

www.mecglobal.com

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