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Weg vom Shareholder Value hin zum Stakeholder Value

Professionelles Stakeholder Management wird für Unternehmen in Europa zum Erfolgsfaktor. Das ist das Ergebnis einer qualitativen Delphi-Studie im Auftrag von Firstline Europe unter Entscheidern in den Branchen Pharma, Lebensmittel, Finanzen, Automobil, Hightech, Handel und Dienstleistungen. Sie befragten Unternehmen aus sieben europäischen Ländern.

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Der Ausblick der Entscheider ist eher pessimistisch: Einseitige Profitmaximierung, intransparente Unternehmensführung, Mangel an Corporate Social Responsibility und unzureichende Kundenorientierung verstärken das Misstrauen vieler Anspruchsgruppen (Stakeholder) gegenüber den Unternehmen. Dieses Misstrauen führt zu noch mehr nationalen und europaweiten Regulierungen, die wiederum die Flexibilität und Innovationsbereitschaft der Unternehmen einschränken.

Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, fordern die Befragten ein Umdenken: weg vom Shareholder Value hin zum Stakeholder Value. Andernfalls, warnen sie, ersticken immer neue Eingriffe der Politik die nötige Risikobereitschaft der Unternehmen. „Nur Transparenz und der Aufbau nachhaltiger Beziehungen zu allen Stakeholdern können diesen Teufelskreis durchbrechen und so den Würgegriff der Regulatoren lockern“, erklärt Volker Klenk, Managing Partner bei Klenk & Hoursch, der Repräsentanz von Firstline Europe in Deutschland.

Derzeit sehen die Befragten beim Stakeholder Management allerdings noch große Defizite bei europäischen Firmen. Ihre Möglichkeiten, das Marktumfeld aktiv zu gestalten und dem Misstrauen entgegenzuwirken, seien oftmals limitiert. Es fehlten die nötige Transparenz und der aktive Zugang zu Bezugsgruppen wie Mitarbeitern, Politik, NGOs, Kunden, Inhabern oder Aktionären und Medien.

Die Befragten machen deutlich, dass „Feigenblatt-Aktivitäten“ im Bereich Corporate Social Responsibility in den nächsten Jahren ihre Bedeutung verlieren werden. Ziel müsse sein, Transparenz und Corporate Social Responsibility in der Unternehmenskultur und -strategie zu verankern, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Viele der Befragten sehen hierin eine Chance für die Wirtschaftsregion Europa im globalen Wettbewerb.

Firstline Europe ist ein Zusammenschluss von inhabergeführten Agenturen für Stakeholder Management und Public Relations in neun europäischen Ländern. Die Delphi-Studie führte das britische Marktforschungsunternehmen Stakeholder Studies Anfang 2006 durch. An der qualitativen Umfrage nahmen über 50 Unternehmensführer in mehreren europäischen Ländern teil.

www.firstline-europe.com

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