Suche

Anzeige

Was macht eigentlich . . . Hans Rudolf Wöhrl?

Hans Rudolf Wöhrl hat zwar kein musikalisches Taktgefühl, aber ein Händchen für erfolgreiche Investitionen.

Er ist Pilot, Unternehmer und Investor – Rudolf Wöhrl SE, Deutsche BA, LTU, Dormero Hotels – und zählt zu den 500 Reichsten Deutschen. Trotz seiner mittlerweile 71 Lenze fühlt sich Hans Rudolf Wöhrl „im Benehmen wohl gerade erst aus der Pubertät“.

Anzeige

Herr Wöhrl, seit 2017 läuft Ihnen Ihre Frau Dagmar als Jurorin der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ öffentlich ein wenig den Rang ab. Oft war zu lesen, dass Sie das nicht störe. Sind Sie so tapfer oder so emanzipiert?

Hans Rudolf Wöhrl: Dagmar war schon immer in den Medien präsenter als ich. Kein Wunder, ich war weder Mr. Germany noch erfolgreicher Anwalt, geschweige denn angesehener Politiker. Dass durch die Fliegerei ein wenig das Licht der Öffentlichkeit auch auf mich geschwenkt wurde, war mir zwar nicht unangenehm, aber in erster Linie bin ich sehr stolz, dass Dagmar unser Familienunternehmen in der Öffentlichkeit repräsentiert.

Sie selbst haben Anfang Februar von sich reden gemacht, als potenzieller Investor für Germania. Ende März kam dann aber das endgültige Aus für die Fluggesellschaft. Konnten oder wollten Sie am Ende nicht mehr helfen?

Germania wurde von meinem Freund Hinrich Bischoff gegründet, und wir haben viele gemeinsame Dinge auf den Weg gebracht. Daher war es eine ­Selbstverständlichkeit für mich, seinen Nachfolgern bei der Rettung zur Seite zu stehen. Ich habe mich bereit erklärt, ein Drittel der für die Rettung erforderlichen Summe aufzubringen. Leider sprangen die zwei anderen Investoren in letzter Sekunde ab. Mein Angebot blieb bis zum bitteren Ende bestehen. Aber alleine war es mir nicht möglich, den großen Fehlbetrag zu stemmen.


Steckbrief Hans Rudolf Wöhrl

Heutiger Job: Unruhestifter

Erster Job: Veranstalter von Schülerpartys

Lebensmotto: Versuche es und rede es nicht tot!

Beste Entscheidung im Job bislang: Auch mal aufzugeben

Größtes Learning: Es gibt immer jemanden, der besser ist


Auf Ihrer Website schreiben Sie: „Da wir für die Emanuel-Wöhrl-Stiftung Geld brauchen, ,verkaufe‘ ich mich gelegentlich als Referent für Veranstaltungen. Das heißt modern ,Keynote-Speaker‘, was nichts anderes ­bedeutet, als dass ich über Dinge rede, die mit dem eigentlichen Veranstaltungsthema meistens nichts zu tun haben!“ Ganz schön selbstbewusst, bekommen Sie trotzdem Anfragen?

Anfragen jede Menge, und da wir für die Stiftung deutlich mehr Geld brauchen, als wir selbst aufbringen können, meine Zeit aber limitiert ist, verlange ich 12.000 Euro für einen Vortrag. Dafür bekommen meine Kunden nicht nur eine interessante Rede, sondern tun auch ein gutes Werk.

Sie sind jetzt 71 Jahre alt, haben erfolgreiche Karrieren als Mode-, Airline- und Hotelunternehmer hingelegt. Welche Branche liegt Ihnen noch heute besonders am Herzen?

Im Kopf fühle ich mich deutlich jünger und im Benehmen bin ich wohl gerade erst aus der Pubertät. Das macht mich, sehr zum Leidwesen meiner Mitarbeiter, enorm anfällig für neue Ideen. Die Luftfahrt ist noch immer sehr spannend, und hier gebe ich mein Wissen gerne im Rahmen der Intro Consulting weiter.

Das „Handelsblatt“ schrieb 2017: „In ihm brennt noch immer das unternehmerische Feuer.“ Wenn man sich aber Ihre Investorenobjekte anschaut, wird klar: Mit digitalen Start-ups haben Sie es nicht so. Warum eigentlich nicht?

Das stimmt so nicht. Wir haben eine Reihe von Beteiligungen an Start-ups, die sich im Online-Bereich tummeln, mit der Intro Consulting sind wir gut im IT-Geschäft. Wäre ich jünger, wäre ich vermutlich ein großer IT-Freak. Aber ich bin eben nicht mehr jung, und IT ist ein wenig wie Sport. Höchstleistungen erfordern einfach auch dort viel Kraft, und niemand käme auf die Idee, als 71-Jähriger noch mit dem Hochsprung zu beginnen. Also tue ich das, was ich am besten kann – analog!

Unter dem Stichwort „Flops“ nennen Sie auf Ihrer Website „Alle Versuche, ein Instrument zu spielen (Geige, Gitarre)“ – was ist für Sie so schwer daran?

Ich habe kein Taktgefühl!

Anzeige

Kommunikation

“Die Zukunft der Branche” – Serie über junge Marketingentscheider

Das Marketing verändert sich, teilweise rasant und tief greifend. Und der Nachwuchs? Die absatzwirtschaft porträtiert Marketingtalente im Alter bis Mitte 30 und beschreibt, wie die neue Generation tickt, was junge Top-Leute auszeichnet, welche Aufgaben sie übernehmen und wie sie ihre Karriere planen. mehr…



Newsticker

Rose Bikes und Engelhorn starten kooperatives Handelsmodell

Vereinte Familienunternehmen: Rose Bikes und Engelhorn Sports haben ein gemeinsames Handels-Kooperationsmodell an den…

Studie: kulturelle Unterschiede für internationale Beauty-Marken

Welche kulturellen Unterschiede sollten Kosmetikmarken auf dem internationalen Markt beachten? Dieser Frage ist…

Esports-Sponsoring: “Partner brauchen mindestens ein Jahr”

Moritz Altmann (Executive Director Esports) und Thomas Ottl (Senior Director Esports) begleiten das…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Hans Rudolf Wöhrl – Unternehmer,
    interessant, dass Thema Klima und Politik interessiert mich schon lange, Ihre Argumentation in der Phönix Runde, gefällt mir sehr gut.
    Ich glaube, wünsche mir, dass Sie sich vielleicht für den wirklichen Klimaverursacher interessieren könnten?
    Au, wir sind beide Piloten aber könnten Sie die Wahrheit vertragen?
    Alle Politiker wollen den Ernst der Lage nicht verstehen, und wollen auch nicht verstehen, das nur sie alleine für die Klimaerwärmung verantwortlich sind!
    Im Wikipedia steht bei Minister: Diener und Gehilfe! Politiker bedienen hautsächlich nur das Kapital!
    Mit freundlichen Gruß Horst Messer aus Lohmen

    Sehr geehrter Herr Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG
    Schicksal, ich freue mich heimelig, dass Corona die Jets jetzt vom Himmel holt.
    Ein winzig kleiner Virus im Nanobereich schafft das jetzt, was ich, Politik und Medien nicht geschafft haben?
    Für mich als Laie, ist das völlig uneffektiv mit fossilen Brennstoffen Überdruck zu erzeugen um den Vortrieb damit zu erzeugen?
    Mit Bus und Bahn ist das 1000 X effektiver.
    Sie begreifen es ja nicht, dass die Jets nicht höher als 8000m Höhe fliegen dürfen, oder Propellermaschinen, um das Klima zu retten.
    Ihr CO² gehört in Wetter und nicht in die so sensible Tropopause (10 – 15000m)!
    Das wäre auch eine Möglichkeit ohne die Politik, das Klima zu retten.
    Besser wäre aber wenn das Fliegen das gleiche kostet wie Bus und Bahn!
    Alleine, nur Politiker haben das zu verantworten, das der Luxus Fliegen, fast nichts kostet!!!
    Das Flugwesen ist nun Mal 40 X teurer wie Bus und Bahn und wird 40 X billiger wie Bus und Bahn, wegen Politiker angeboten!
    Herr Spohr, hoffentlich wird Ihnen langsam bewusst, dass Sie, nach der Politik die einzigen globalen Klimaverursacher sind?
    Die Politik versucht das Klima nur regional zu retten und begreifen aber nicht, das Klima global funktioniert.
    Die Jets verpesten mit ihrem Kerosindreck die Tropopause und über die Corioliskraft wird der Dreck nur auf die Pole eingeleitet und
    die Sonne taut die Pole ab und nicht Diesel, Kohle und pupsende Kühe – Muttis Lüge des Jahrhunderts! 4tes Bild oben.
    Ich träume davon, dass der Zustand Corona noch lange anhält, alleine nur um das Kima zu retten.
    Bitte, sehen auch Sie das als Corona Chance, wir müssen die Menschheit retten und dazu gehört das Klima ohne Jets in der Tropopause dazu.
    Ich weiß was ich schreibe, weil ich das 1990 in meiner Pilotenausbildung PPL im Fach Wetterkunde gelernt habe.
    Das erst Bild beweist, warum der Nordpol schneller tauen muß , wie der Südpol, darüber kenne ich noch keine einzige Studie, die sicher auch Politisch verhindert wird?
    In der Region Tropopause betreiben Politiker und Forscher keine Studien oder klären Sie mich auf.
    Unser gegenwertiges Klimaproblem sind Politiker die den Luxus billiges Fliegen hoch subventionieren und die brauchen auch keine Steuern bezahlen und das Chicagoer abkommen von 1944 nicht kanzeln!
    Mit freundlichen Gruß Horst Messer

    Eine wahre Begebenheit + leider kein Witz.
    Drei texanische Chirurgen spielen Golf und unterhalten sich über die Fortschritte in der Chirurgie.
    Der Erste sagt: Ich bin der beste Chirurg in Texas. Ein Konzertpianist verlor 7 Finger bei einem Unfall. Habe sie wieder angenäht und
    8 Monate später hat er ein privates Konzert bei der Königin von England gegeben.

    Der Nächste sagt: Das ist nichts im Vergleich zu mir. Ein junger Mann verlor beide Arme und beide Beine bei einem Unfall.
    Ich habe sie wieder angenäht und 2 Jahre später hat er bei den olympischen Spielen gewonnen’’

    Der 3. Chirurg meint: Ihr seid doch nur Amateure. Vor einigen Jahren ritt ein Mann zu Pferde, high von Kokain und Alkohol frontal in einen Zug, der mit 130 km/h daherkam.
    Alles was noch übrig war, war der Arsch des Pferdes und der Hut des Cowboys.
    Heute ist er Präsident der Vereinigten Staaten.

    Boris Johnson – kommen nur noch Idioten an die Macht?

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige