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Warum heißt die Marke so? Heute: Zippo

Zippo
Zippo: Neben der guten Qualität war es auch geschicktes Marketing, das die Marke voranbrachte. © Imago

Das Feuerzeug mit dem witzigen Namen ist nach dem Ende der Raucherära immer noch ein Kultgegenstand. Was der Markenname mit einem Reißverschluss zu tun hat, darum geht es in dieser Ausgabe unserer Rubrik "Warum heißt die Marke so?".

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Bereits 1932 erwarb George Blaisdell die Vertriebsrechte für die USA an dem österreichischen Sturmfeuerzeug “Hurricane”. Das funktionierte technisch gut, sah aber in seiner ovalen Form nicht sehr modern aus und es hatte einen abnehmbaren Deckel, den man aber irgendwie halten musste, während man das Gerät zündete.

Blaisdell wollte eine komplette Einhandbedienung erreichen und das Feuerzeug sollte so einfach und problemlos wie ein Reißverschluss funktionieren, der zu dieser Zeit gerade überall Furore machte. Er löste das Deckelproblem, indem er ihn mit einem Scharnier fest mit dem Gerät verband und gab ihm eine an die Formgebung des Bauhaus’ angelehnte, moderne eckige Form. Zusammen mit einigen Detailänderungen meldete er seine (Weiter-)entwicklung zum Patent an, gründete eine eigene Feuerzeugmarke und gab ihr – in Anlehnung an den Reißverschluss (engl. “Zipper”) – den Namen Zippo.

Aus der Not heraus zum Vorreiter des Empfehlungsmarketings

Neben der guten Qualität war es auch geschicktes Marketing, das die Marke voranbrachte. Die verkaufte sich nämlich zunächst gar nicht gut, zumal wenig Geld für Werbung und Vertriebsorganisation vorhanden war.

Blaisdell wurde quasi aus der Not heraus erfinderisch und zum Vorreiter des Empfehlungsmarketings, indem er die Menschen mit seinen Feuerzeugen ausstattete, die häufig nach Feuer gefragt wurden. In den dreißiger Jahren waren das zum Beispiel die Fahrer von Überlandbussen. Außerdem vermarktete er die Möglichkeit einer Gravur, um seine Feuerzeuge als wertige Werbeträger, Preise bei Wettbewerben und als Clubmitgliedszeichen zu etablieren. Seinen unverwüstlichen Mythos erhielt die Marke im Zweiten Weltkrieg, als die G.I.s die Feuerzeuge nicht nur zum Rauchen, sondern auch zum Entzünden von Lagerfeuern und als Lichtsignalgeber nutzten.

“Zippo-Klinik” für defekte Feuerzeuge

Bemerkenswert ist auch die Idee einer “Zippo-Klinik”, die jedes defekte Feuerzeug kostenlos repariert. Das Unternehmen aus Bradfort in Pennsylvania ist immer noch in Familienbesitz und produziert unter der Marke Zippo inzwischen auch Taschenmesser, Taschenlampen, Handwärmer und ähnliche Outdoor-Accessoires.

Der Artikel ist im Rahmen der monatlichen Kolumne “Warum heißt die Marke so?” auch in der Print-Ausgabe der absatzwirtschaft erschienen. Einzelne Ausgaben oder ein Abo der absatzwirtschaft können Sie hier bestellen.

Alle Kolumnen von Bernd M. Samland lesen.

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