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Top-Manager pfeifen auf die Präsenz in sozialen Netzwerken: Verpennen sie den Zeitgeist?

Keine Lust auf Präsenz in den sozialen Netzwerken?

Als wären soziale Netzwerke der Teufel: Die Mehrheit der Top-Manager in Deutschland macht weiter einen großen Bogen um die sozialen Netzwerke im Internet: Nur 34 Prozent verfügen über einen Account bei LinkedIn, XING oder Twitter. 31 Prozent der Männer und immerhin 55 Prozent der Frauen.

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Zwar nutzen immer mehr Top-Manager sozialen Netzwerke –  von den 30 Vorstandschefs der DAX-30-Unternehmen sind aber trotzdem nur sieben und damit ein knappes Viertel bei Twitter oder den Karriereportalen Xing (XING SE) und LinkedIn vertreten. Dies ergab die „Digital DAX“-Analyse der Managementberatung Oliver Wyman. Deutlich entspannter und offener gehen amerikanische Manager mit sozialen Profilen um und bauen so auch ihre persönliche Marke auf. Spitzen-Nutzer bleibt der Vorstandschef des Softwareanbieters SAP (SAP SE), der US-Amerikaner Bill McDermott, mit den mit Abstand meisten LinkedIn-Kontakten und Twitter-Followern.

Die Diskussion rund um die Relevanz von Social Media hat erst begonnen

Vor einem Jahr waren sogar nur zwölf Prozent der Vorstandschefs und 34 Prozent der Vorstände insgesamt in den drei genannten Diensten vertreten. Die Aktivität auf Facebook lässt sich den Angaben zufolge wegen der Privatsphäre-Einstellungen nicht messen.

Selbst die Nachbarländer Schweiz und Österreich liegen laut der Studie vor den deutschen Managern: In der Schweiz sind 53 Prozent der Top-Chefs und 64 Prozent der übrigen Vorstände in den sozialen Netzwerken vertreten, in Österreich sind es 47 Prozent der ATX-Vorstandschefs und 52 Prozent der übrigen hochrangigen Manager.

Dieter Zetsche ist präsent

Einer, der zwar nicht selbst twittert, aber trotzdem häufig in den sozialen Medien präsent ist: Daimler-Chef Dieter Zetsche. Er hat es 2017 in wenigen Monaten auf mehr als 80 000 LinkedIn-Kontakte gebracht; bei Xing ist er nicht vertreten.

Mit Material von dpa

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