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Stadtmarketing-Verband: Zentren brauchen Anlässe für Begegnung

Innenstädte müssen sich etwas einfallen lassen, um attraktiv zu bleiben. © Imago

Nicht allein der Handel wird nach der Corona-Pandemie wieder für volle Innenstädte sorgen, sondern "attraktive Freizeitangebote, die Möglichkeit, Kultur zu erleben und Gemeinschaft zu spüren", sagt Jürgen Block, Geschäftsführer der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing, aus Anlass einer digitalen Tagung des Verbands.

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Die Zukunft der Innenstädte darf sich aus Sicht der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing (BCSD) nicht an vergangenen Konzepten ausrichten. “Es geht nicht darum, die Innenstadt aus dem Jahre 2010 wieder herzustellen, es geht auch nicht darum, die City von 2020 zu retten”, sagte Geschäftsführer Jürgen Block auf Anfrage. “Es geht vielmehr darum, die Stadt von 2025/30 zu gestalten.”

Der Handel als einst dominierende Funktion verliere schon länger an Bedeutung. “Damit wieder Leben in unsere Innenstädte einkehrt, brauchen wir Anlässe für Begegnungen, attraktive Freizeitangebote, die Möglichkeit, Kultur zu erleben und Gemeinschaft zu spüren”, sagte Block aus Anlass einer digitalen Tagung des Stadtmarketing-Verbands BCSD am Dienstag, auf der entsprechende Konzepte diskutiert wurden.

Bochum und Eindhoven als Vorbilder

Als ein Beispiel nannte Block die Stadt Bochum, die mit einem Zehn-Punkte-Plan für die Zeit nach der Pandemie Handel, Gastronomie und Mobilität im Zentrum stärken will. Dort entstehe auch das “Haus des Wissens” im alten Postgebäude im Stadtzentrum, in dem neben Gastro-Angeboten auch eine Bibliothek sowie Urban-Gardening-Projekte entstehen sollen. Auch das Bahnhofsviertel in Eindhoven zeige, wie “Arbeiten, Wohnen, Erholung und Freizeit gut verbunden werden können”, sagte Block.

Über die Zukunft der Innenstädte wurde auch schon lange vor der Corona-Krise diskutiert. In Zeiten des Online-Handels haben es stationäre Geschäfte zunehmend schwer, Kunden in ihre Läden zu locken. Während der Umsatz im stationären Handel zwischen 2010 und 2020 laut Handelsverband Deutschland im Schnitt jedes Jahr um rund 1,7 Prozent zulegte, lag das Wachstum im Online-Handel bei durchschnittlich fast 13 Prozent im Jahr.

tht/dpa

absatzwirtschaft+

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Kommentare

  1. Die Subline unter dem Foto müßte nicht lauten: “… um attraktiv zu bleiben” – sondern vielmehr: … um sich den veränderten Lebensgewohnheiten anzu- passen.

    Denn die Städte werden sich mit ihren Einwohnern verändern müssen, um im Wettbewerb mit anderen Städten konkurrieren zu können.

    Da gilt es auch, eine eigene Marke, eine eigenständige “Persönlichkeit”
    zu kreieren: Daraus (!!!) ergeben sich dann alle Aktivitäten mit dem
    traditionellen Marketing-Mix.

    Ein lineares “Weiterwurschteln” (nicht alle (!) Stadtmarketings sind da
    betroffen) entspricht in keiner Weise der ZUKUNFT in 20/30/40 Jahren.

    Andere Lebens- und Arbeitsbedingungen, autonome KI, Zuwanderung
    mit weiterer Zunahme der Weltbevölkerung bedingt eine andere Denk-
    und Handlungsweise der Städte, wenn sie “attraktiv” bleiben wollen.

    Da helfen auch keine neuen Parkbänke (die in meiner Heimatstadt
    gern dem Vandalismus zum Opfer fallen) oder Blumentröge, oder
    bunte Luftballons …

    ZUKUNFT? … ist anders!

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