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Nutzung von Reise-Apps zumeist in der Heimatstadt

Moderne Smartphones gelten als wahre Alleskönner, die bei vielen Nutzern nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken sind. Welche Möglichkeiten sich dadurch im touristischen Bereich bieten, untersucht die Studie „Mobile Tourism 2011“, die das Marktforschungsinstitut UMA Unister Market Research & Analysis in Zusammenarbeit mit der Jade Hochschule in den vergangenen Monaten entwickelt hat. Mit knapp 5 000 Befragten ist sie die aktuell größte deutsche Studie zur Nutzung und Akzeptanz von touristischen Applikationen, den sogenannten „Apps“, auf Smartphones.

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„Anders als erwartet, werden touristische Applikationen von mehr als der Hälfte der Befragten überwiegend in der Heimatstadt verwendet“, benennt Prof. Jörg Hammermeister vom Fachbereich Wirtschaft der Jade Hochschule ein zentrales Ergebnis. Aufbauend auf seinen Forschungsarbeiten hat Hammermeister die Studie mit entwickelt. Grundlage sind die Aussagen von Handybesitzern, die in den letzten Monaten mindestens einmal verreist waren und online zu ihren Nutzungsgewohnheiten von Mobiltelefonfunktionen während der Reise befragt wurden.

„Die groß angelegte Studie liefert konkrete Antworten auf die Frage, welche Smartphone-Anwendungen ein ungenutztes Potenzial bergen und zeigt damit Perspektiven der zukünftigen Entwicklungschancen auf“, sagt Hammermeister weiter. Schon heute besäßen viele Urlauber ein Smartphone und nutzten touristische Anwendungen aus unterschiedlichen Motiven und Nutzenerwägungen heraus während der Reise. „Ein besonderer Fokus wurde auf die Applikationen gelegt, welche sich die Nutzer auf ihr Smartphone installieren können, wenngleich der rasant wachsende Tablet-Markt für zusätzliche Dynamik sorgen wird“, ergänzt Dr. Ik-Sun Kim-Backmann, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts UMA. Nahezu alle großen touristischen Anbieter hätten eigene Applikationen, die der Urlauber nutzen könne.

Detailliert zeigt die Studie, in welchen Reisephasen die nach Kategorien gelisteten Apps von den Befragten in welcher Intensität genutzt worden sind. Wettervorhersagen – die am häufigsten installierten Miniprogramme – werden zwar am Reiseort am häufigsten aufgerufen, sie sind aber auch bei der Recherche, bei der Reisevorbereitung sowie der An- und Abreise relevant. Gleiches gilt für die ebenfalls sehr beliebten Routenplanungs- und Navigations-Applikationen, während zum Beispiel Apps zum Online-Erwerb von Eintrittskarten häufiger bei der Recherche als am Reiseziel vor Ort genutzt werden. Währungsrechner, Übersetzungshilfen, die Taxisuche oder Hinweise zur Notfallhilfe rufen Anwender ganz klar am häufigsten direkt vor Ort auf. Demgegenüber weisen Apps, die Informationen zu Reisezielen und Hotels bereithalten, natürlich in der Recherche- und Planungsphase den höchsten Nutzungsgrad auf. Weitere Entscheidungsfragen, zum Beispiel ob Urlauber Applikationen oder mobile Webseiten präferieren und welche Gründe für oder gegen die Nutzung von Applikationen sprechen, werden in der Studie ebenfalls repräsentativ untersucht.

www.unister-uma.de

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