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Nike und Adidas sind die sichtbarsten Marken auf Twitter

Die beiden größten Sportartikelmarken sind am sichtbarsten bei Twitter. © Jose Fontano / Unsplash

Abseits der Statistiken zu den direkt Betroffenen der Covid19-Pandemie gibt es eine Reihe von interessanten Zahlen und Untersuchungen zum Coronavirus und seinen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft. Relevante Studienergebnisse stellen wir hier genauer vor.

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Top 1: Sportartikelmarken auf Twitter am sichtbarsten

Der Coronavirus und in seiner Folge die menschenleeren Sportarenen können den Sportartikel-Riesen nichts anhaben: Nike ist vor Adidas weltweit die sichtbarste Marke auf Twitter im Jahr 2020. Fünf deutsche Marken finden sich unter den Top 100. Dieses Ergebnis stammt aus der aktuellen Studie von Brandwatch, die über die Image-Insights-Technologie in den Bild-Mentions nach Logos suchte. So erhielt Brandwatch knapp 40 Millionen Treffer. Die Logosuche basiert auf einer Bibliothek mit mehr als 800 Logos, darunter einige der weltweit größten Marken.

Zu den wichtigsten Influencern in der Sportbranche zählen die Fußball-Stars Neymar und Messi, sie tauchten zehntausende Male neben Bildern des Nike-Logos auf. Für den US-Sportartikelhersteller sind Arenen und Sportszenen die häufigsten abgebildeten Szenerien, was in einem Jahr ohne volle Spielstätten erstaunt. Für Adidas ist Cristiano Ronaldo der wichtigste Influencer. Er ist einer der meistfotografierten Menschen in Adidas-Kleidung. Mit Sportschuhen wurde Adidas groß, auf Twitter helfen T-Shirts der Marke zum Durchbruch. Das Logo von Nike hingegen findet sich vermehrt auf kurzen Hosen, Socken und Sneakers.

Hier die Top-20:

Die sichtbarsten Marken 2020

RankingMarke
1Nike
2Adidas
3Parental Advisory
4Los Angeles Lakers
5Spotify
6Emirates
7Apple Inc
8Amazon
9Coca-Cola
10Manchester United
11Puma
12Samsung
13Liverpool FC
14McDonald’s
15Chanel
16UFC
17Louis Vuitton
18Air Jordan
19Xbox
20Arsenal FC
Quelle: Brandwatch Consumer Research | 1. Jan – 14. Juni 2020 

Neben dem Ranking der sichtbarsten Marken auf der Social-Media-Plattform ermittelte Brandwatch zudem die wichtigsten Branchen, zu denen die sichtbarsten Marken auf Twitter zählen. Trotz Absage vieler Sportveranstaltungen im Zuge der Corona-Pandemie konnte die Sportbranche eine hohe Sichtbarkeit erzielen. Sie liegt durch das Sportsponsoring einiger Marken und führenden Clubs mit 12 Top-100-Platzierungen an der Spitze. Dahinter folgen die Branchen Mode (8 Mal in den Top 100), Entertainment (7), Verbrauchsgüter, Fastfood und Automobil (jeweils 4 Platzierungen).

Neben Adidas und Puma finden sich nur noch drei Automarken – Mercedes Benz, BMW und Volkswagen – unter den weltweit Top 100 der sichtbarsten Marken auf Twitter. Somit gibt es nur zwei Branchen, die von deutschen Marken profitieren. Hier alle fünf deutsche Top-100-Platzierten.

Die sichtbarsten deutschen Marken 2020 in den Top 100

RankingMarke
2Adidas
11Puma
50Mercedes Benz
54BMW
84Volkswagen
Quelle: Brandwatch Consumer Research | 1. Jan – 14. Juni 2020 

Top 2: Marketing-Entscheider wollen Strategie ändern

Nach einer ungewissen Zukunft während der Covid-19-Pandemie scheint die Welt im “New Normal” angekommen zu sein und die meisten Marketingverantwortlichen blicken optimistisch in die Zukunft. Das ergab eine Umfrage von LinkedIn unter 300 Marketing-Entscheidern in Deutschland. Doch die Befragten sind auch der Meinung, dass sich einiges ändern wird. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

  • Marketer wollen künftig mehr in den Bereichen Search (z.B. Google, Amazon oder Ebay), Video (z.B. Youtube oder Vimeo) und Paid Social investieren.
  • Wenig verändert sehen sie dagegen die Bereiche Online Display, Webinare, Account-basiertes Marketing sowie TV-Werbung.
  • Gespart wird zukünftig bei Events und Messen sowie im Out-of-Home-Bereich. Als Gründe für die Einsparungen nennen die Marketingverantwortlichen vor allem fehlende Live-Events, mangelnde Leads und Sales sowie fehlendes Personal, um beispielsweise OOH-Kampagnen und -Aktionen durchzuführen.
  • Um weiter zu sparen und effektiver zu werden, planen viele Marketing-Entscheider, mehrere Bereiche künftig inhouse abzudecken. Dazu gehören Event-Planung, traditionelles Ad-Buying und Social-Media-Strategie. Zudem sollen neue Technologien helfen, durch Automatisierung Kosten einzusparen.
  • 62 Prozent der befragten Marketer zeigen sich zufrieden mit der Effektivität virtueller Events. Daher überrascht es nicht, dass auf Platz 1 der Anforderungen an Ad-Plattformen in Zukunft die Möglichkeit steht, virtuelle Events zu hosten, Live Streams aufzusetzen und Analytics dazu nutzen können.
  • 40 Prozent der Marketer richten ihren Content im Zuge der Corona-Krise mehr auf ihre Produkte aus und setzen auf einen rationaleren Ton. Sie setzen auf Pull statt Push. 35 Prozent dagegen fokussieren sich mehr auf den Menschen und werden emotionaler in der Ansprache. Der erste Ansatz findet sich eher im B2B-Marketing wieder, der zweite eher im B2C.

Top 3: Dauerhafter Schub für das Homeoffice

Das Homeoffice dürfte in vielen Firmen die Corona-Krise überdauern. 54 Prozent der Betriebe erwarten, dass diese Arbeitsform dauerhaft zunimmt, wie eine Befragung des Münchner Ifo-Instituts bei rund 7300 Unternehmen ergab. “Die Coronakrise könnte einen dauerhaften Schub fürs Homeoffice bedeuten”, sagt Oliver Falck vom Ifo. “Für viele Unternehmen ging die Umstellung mit beträchtlichen Investitionen in digitale Infrastruktur und neue Kommunikationstechnologie einher. Diese Neuorganisation der Arbeit wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vollständig rückgängig gemacht werden.” Drei Viertel der Unternehmen haben dem Ifo zufolge zur Bewältigung der Krise Teile der Belegschaft ins Homeoffice geschickt. Zeitweise konnten demnach 56 Prozent der Beschäftigten in Deutschland zeitweise von zu Hause arbeiten.

Auch Forscher des Stuttgarter Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und der Deutschen Gesellschaft für Personalführung haben jüngst zum Thema Homeoffice die Stimmung in rund 500 Unternehmen abgefragt. Ergebnis: Fast die Hälfte (42 Prozent) hat schon beschlossen, die Möglichkeiten, von zu Hause aus zu arbeiten, nach der Corona-Krise noch auszuweiten. Ein ebenso großer Anteil ist zwar noch unentschlossen, zurück zu weniger Homeoffice will aber kaum ein Unternehmen, hieß es in der kürzlich veröffentlichten Studie.

Top 4: Beschäftigte wünschen sich weiter Homeoffice

Die Ansichten der Unternehmen korrespondieren mit den Erwartungen der Arbeitnehmer: Ein Großteil der Beschäftigen in Deutschland wünscht sich laut einer Studie der Universität Konstanz auch über die Corona-Krise hinaus die Möglichkeit zum Arbeiten im Homeoffice. 56 Prozent der Befragten möchten in Zukunft zumindest teilweise von Zuhause aus arbeiten, schreiben die Autoren um den Wirtschaftswissenschaftler Florian Kunze. “Das Wunschmodell ist bei vielen Befragten eine ausbalancierte Mischung aus Homeoffice und Präsenztätigkeit.” Während 25 Prozent vollständig von Zuhause aus arbeiten wollen, gaben rund 42 Prozent an, zwei bis drei Tage pro Woche im Homeoffice zu bevorzugen – ein Modell, wie es Siemens erst diese Woche für 140.000 Beschäftigte angekündigt hat.

Die Befragung habe auch gezeigt, dass die Heimarbeit das Büro zwar als sozialen Fixpunkt des Zusammentreffens und Austauschs nicht vollständig ablösen kann. Dennoch bringe sie viele Vorteile: Mehr als 45 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie im Homeoffice besser und effektiver arbeiten könnten als im Büro, heißt es in der Auswertung der Studie. Ein Nachteil sei dagegen ein höheres Maß an sozialer Isolation. “Im Durchschnitt fühlen sich – mit leichten Variationen über die Zeit – 20 Prozent der Befragten im Homeoffice einsam und sozial isoliert.” Allerdings müsse hier die zusätzliche private Isolierung durch Kontaktsperren berücksichtigt werden.

Top 5: Selbstständige hart getroffen

In Deutschland leiden laut einer Studie Selbstständige stark unter den Folgen der Corona-Krise, während abhängig Beschäftigte nur vergleichsweise wenig Einbußen hinnehmen müssen. 66 Prozent der Selbstständigen hätten Umsatzrückgänge zu verzeichnen, teilte das Ifo-Institut in München auf Basis erster Ergebnisse einer Studie mit. Über die Hälfte (61 Prozent) der Selbstständigen konnten während der Pandemie ihrer Arbeit gar nicht oder nur noch eingeschränkt nachgehen. Wie aus der Umfrage unter 30.000 Befragten im Juni weiter hervorgeht, haben 26 Prozent der Selbstständigen staatliche Soforthilfen erhalten, bei 16 Prozent wurden Steuerzahlungen oder -vorauszahlungen gestundet. Geld von Verwandten oder Freunden haben sich 9 Prozent geliehen, 5 Prozent konnten betriebliche Rechnungen nicht zahlen. Dagegen zeigte sich bei den abhängig Beschäftigten ein ganz anderes Bild. Die große Mehrheit von 78 Prozent der Arbeiter, Angestellten und Beamten konnte laut der Studie in der Corona-Krise bis zum Juni ununterbrochen arbeiten. In dieser Zeit sei die wöchentliche Arbeitszeit nur bei 18 Prozent der abhängig Beschäftigten gesunken.

Top 6: Familienunternehmer beklagen „Betreuungsvakuum“

Familienunternehmen in Deutschland beklagen ein “Corona-Betreuungsvakuum” – zu Lasten der Wirtschaft. Einer Umfrage unter den Mitgliedern der Verbände Die Familienunternehmer und Die Jungen Unternehmer zufolge spüren 58 Prozent der befragten Firmen noch immer die Folgen der eingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten, weil Mitarbeiter Kinder betreuen müssen. Jedes zweite dieser Unternehmen meldet dadurch Beeinträchtigungen in den Betriebsabläufen. 86 Prozent der Familienunternehmen nutzen den Angaben nach Kurzarbeit – für im Durchschnitt knapp die Hälfte ihrer Mitarbeiter. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der befragten Unternehmer geht davon aus, dass sie die Kurzarbeit bis Ende August beenden können. Eingebrochene Auftragseingänge zeigten zudem, dass die Umsätze in den Betrieben noch länger niedrig bleiben werden. Die Auftragseingänge lagen den Angaben nach im April um 32 Prozent und im Juni immer noch 21 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Der Umfrage zufolge planen 45 Prozent der Familienunternehmen im kommenden Quartal keine Investitionen. Trotz der ungewissen Lage werden 77 Prozent der Umfrageteilnehmer an der bisherigen Zahl der Arbeitsplätze festhalten oder sie gar erhöhen.

Top 7: Mittelstand bewertet Mehrwertsteuersenkung negativ

Der Mittelstand in Deutschland erwartet wenig von der seit Monatsanfang geltenden vorübergehenden Absenkung der Mehrwertsteuer. Nur wenige Mittelstandsverbünde aus Branchen wie Schuhe und Textil oder dem Bauhandwerk rechnen mit positiven Auswirkungen, wie aus einer Umfrage des Mittelstandverbunds ZBV hervorgeht: Rund 17 Prozent erwarten einen positiven Effekt und einen Konjunkturimpuls. Rund zwei Drittel der befragten Verbünde schätzen die vorübergehende Absenkung als negativ ein und beklagen zusätzlichen Aufwand und Kosten. Die Corona-Krise drückt der Umfrage nach weiter auf die Umsätze des Mittelstands. So sanken die Erlöse von April bis Juni den Angaben zufolge bei fast 60 Prozent der befragten Verbünde. Für die kommenden Monate rechnen jedoch rund 42 Prozent der Verbundgruppen mit stabilen oder steigenden Umsätzen.

mit Material der dpa

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