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Lebensumstände und Alter beeinflussen das Kaufverhalten

Eine aktuelle Studie von Deloitte analysiert das Kaufverhalten älterer Verbraucher. Die Analyse mit dem Titel "Wealth with Wisdom: Understanding the Needs of Aging Consumers" nennt biologische, soziale, wirtschaftliche und psychische Veränderungen, die fast alle älteren Verbraucher erleben und die ihr Kaufverhalten beeinflussen.

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Das Credo der Unternehmensberater: Unternehmen, die die Wünsche älterer Verbraucher hinsichtlich Produktauswahl, Service und Warenbereitstellung beachten, sind langfristig erfolgreicher. Zu berücksichtigen seien:

  • Biologische Veränderungen – Dies betrifft eingeschränkte Mobilität sowie schlechteres Sehen und Hören. Ältere Verbraucher zieht es eher zu Produkten mit einfach zu öffnender Verpackung und/oder größerer Beschriftung. Auch Position und Anordnung der Produkte spielen eine wichtige Rolle, da Waren, die ganz oben oder unten im Regal liegen, nicht gut zu erreichen sind. Gute Beleuchtung, besser lesbare Beschilderung und breitere Gänge zwischen den Regalen erleichtern den Kunden das Einkaufen ebenfalls. Ein Teil der Befragten gab an, aus verschiedenen Gründen seltener in einer bestimmten Kette einzukaufen, wobei diese Gründe von der ältesten Gruppe (65 bis 74) häufiger genannt wurden als von der jüngsten (45 bis 54). Wichtig war den Befragten ein angemessener Geräuschpegel im Laden, ausreichende Beleuchtung, das Vorhandensein von Einkaufswagen und Sitzgelegenheiten.
  • Soziale Veränderungen – Rollenveränderungen und geänderte Lebensumstände wie der Auszug der Kinder, die Geburt von Enkeln oder die Pensionierung beeinflussen das Kaufverhalten ebenfalls. Großeltern passen dann auf ihre Enkel auf. Eltern, deren Kinder das Haus verlassen haben, können einen anderen Lebensstil pflegen als zuvor. Hier brachte die Umfrage einige überraschende Ergebnisse: In der Altersgruppe 65-74 leben zum Beispiel zwei Drittel der Befragten immer noch mit einem Ehepartner oder Lebensgefährten zusammen, sechs Prozent haben noch Kinder im Haushalt.
  • Wirtschaftliche Veränderungen – Dies betrifft Finanzplanung, Geldanlage und Vermögensverwaltung. Viele Senioren arbeiten weit über das übliche Rentenalter hinaus: Von den 65- bis 74-jährigen sehen sich 20 Prozent noch nicht im Ruhestand, während in der Altersgruppe 45-54 neun Prozent diesen Status in Anspruch nahmen.
  • Psychische Veränderungen – Auch Erinnerungsvermögen und Informationsverarbeitung können das Kaufverhalten beeinflussen. Untersuchungen zeigen zum Beispiel, dass Webseiten, die älteren Personen besuchen, übersichtlich und einfach zu navigieren sein sollten. Andererseits haben viele der Befragten sehr gute technische Kenntnisse. Im Durchschnitt besitzt jeder Umfrageteilnehmer 5,8 High-Tech-Geräte wie iPod, Digitalkamera oder Satellitenradio. 86 Prozent haben in den letzten drei Monaten Waren oder Dienstleistungen über das Internet gekauft, ein Drittel kauft grundsätzlich lieber online.
  • Wie die Berater erklären, sind diese Ergebnisse hilfreich, das Verhalten älterer Verbraucher besser zu verstehen, sie dürften aber nicht zu der Annahme verleiten, es handele sich um eine eindimensionale Gruppe. Aufgrund des Alterungsprozesses existierten klare Unterschiede zwischen 55- und 85-jährigen Verbrauchern. Noch wichtiger sei, dass das Verbraucherverhalten nach Wohnort, Einkommen und Lebensstil variieren könne. Unternehmen müssten neben dem Alter zusätzliche Faktoren berücksichtigen, zum Beispiel das Vorhandensein von Kindern, den Staus der Beschäftigung oder den der Gesundheit.

    www.deloitte.de

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