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Jüngere Zielgruppen mit Car-Sharing und Elektromobilität gewinnen

In Deutschland liegt das Durchschnittsalter von Neuwagenkäufern bei knapp 60 Jahren. Die privaten Nutzer von Ruhrauto-e dagegen sind im Mittel 37 Jahre alt. „Unser Modellprojekt legt nahe, dass die Autobauer mit Car-Sharing und Elektroautos die Chance haben, das Interesse für Autos bei jungen Menschen wieder zu stärken“, sagt Prof. Ferdinand Dudenhöffer, der Initiator von Ruhrauto-e. Durch dieses Mobilitätskonzept soll mit Elektrofahrzeugen ein Carsharing-Netz aufgebaut werden, das an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen ist.

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Die Projektbeteiligten Universität Duisburg-Essen, Viva West Wohnen GmbH, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), EVAG, Drive Carsharing GmbH, Adam Opel AG, Stadt Essen sowie weitere Partner konzipieren das Mobilitätskonzept derzeit mit Elektrofahrzeugen als Schlüsselelement. 30 Autos stehen in Wohngebieten und im City-Bereich in Essen an zahlreichen Standorten zur Verfügung. Diese Fahrzeugstationen sind mit Bussen und Bahnen vernetzt.

Menschen von der Technik überzeugen

„Da in den nächsten vier Wochen insgesamt 20 Elektro-Smart, Renault Twizzy und Nissan Leaf unsere CarSharing-Flotte erweitern, gehen wir von einer weiteren Senkung des Durchschnittsalters unserer Nutzer aus“, erklärt Dudenhöffer weiter. Die Erkenntnis aus Ruhrauto-e seien auch für die Autoindustrie spannend. Denn Elektroautos könnten sich in Deutschland nur etablieren, wenn die Menschen von der Technik überzeugt seien, meint der Initiator von Ruhrauto-e, er ist Inhaber des Lehrstuhls für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen und Direktor des CAR-Center Automotive Research.

Der Essener Konzern Evonik Industries AG, ein Unternehmen der Spezialchemie, ist auch in der Lithium-Ionen-Technologie engagiert – und moderne Lithium-Ionen-Batterien sind eine Basis für Elektrofahrzeuge. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Klaus Engel signierte im Gelsenkirchener Wissenschaftspark kürzlich das erste Ruhrauto-e und bezeichnete die „Megacity Ruhrgebiet“ als die Plattform, um Wissen und Erfahrung über moderne Formen der Mobilität zu sammeln. Die Region stehe außerdem für ganz besondere wissenschaftliche und technische Kompetenz in der Elektromobilität.

Gewerbliche Nutzer kommen hinzu

Um die Kommunikation auch mit den jungen Nutzer zu verstärken, ist Ruhrauto-e mit eigenem Facebook-Auftritt unterwegs. Hier erhalten die Projektmitarbeiter direktes Feedback von Carsharing-Nutzern und Interessierten.

Auch Unternehmen konnten für das Modellprojekt gewonnen werden. Wie Dudenhöffer berichtet, sind acht Firmen aus dem Rhein-Ruhr Gebiet mit Elektrofahrzeugen von Ruhrauto-e unterwegs. „Wir sind sehr stolz auf diese Entwicklung, denn nur mit einem Gleichgewicht zwischen privaten und gewerblichen Nutzern lässt sich ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln“, lautet das aktuelle Fazit des Automobilexperten zum neuen Mobilitätskonzept.

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