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Irakkrieg schwächt Nachfrage nach amerikanischen und britischen Produkten

Amerika und Großbritannien erwarten als Reaktion auf ihre Irakpolitik Einbußen von mehreren Milliarden Dollar für ihr Europageschäft. Es herrsche eine Antipathie gegen Produkte aus diesen beiden Ländern, die sich in teilweise deutlichem Konsum-Boykott für britische und amerikanische Produkte ausdrücke.

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Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die die internationale PR-Agentur Weber Shandwick gemeinsam mit dem Marktforschungs-Institut KRC Research durchgeführt hat. So sind dreizehn Prozent der befragten Deutschen aufgrund des Irakkrieges weniger bereit, amerikanische Produkte zu kaufen. Dem stehen allerdings neun Prozent gegenüber, die nun verstärkt amerikanische Produkte konsumieren. Ähnlich verhalten sich die Deutschen auch in Bezug auf britische Produkte – zehn Prozent der Deutschen gaben an, eher weniger
britische Produkte zu kaufen, wohingegen sieben Prozent mehr Interesse an britischen Waren zeigen.

Wesentlich deutlicher als die Deutschen bringen die französischen Verbraucher ihren Unmut über die aktuelle Politik zum Ausdruck: Siebzehn Prozent der französischen Verbraucher sind aufgrund des Irakkrieges weniger bereit, amerikanische Produkte zu kaufen. Nur ein Prozent der Franzosen kauft verstärkt amerikanische Produkte. Etwas besser behaupten sich britische Produkte in Frankreich. Elf Prozent der französischen Verbraucher sind weniger bereit, britische Produkte zu kaufen und nur ein Prozent gibt an, eher bereit zu sein, britische Waren zu konsumieren. Erstaunlich sind auch die Ergebnisse des USA-Verbündeten Großbritannien. Immerhin gaben elf Prozent der britischen Verbraucher an, dass sie aufgrund der Rolle ihres Landes im Irakkrieg amerikanische Waren eher meiden würden, nur vier Prozent würden nun eher zu amerikanischen Produkten greifen.

„Dies ist eine Momentaufnahme mit noch nicht alarmierenden Zahlen – deutsche Konsumenten sind derzeit nur leicht verstimmt und bringen das in begrenztem Umfang zum Ausdruck,“ kommentiert Christiane Dirkes, CEO von Weber Shandwick Deutschland die Ergebnisse. Entscheidend sei aber, dass sich der Unmut über internationale Politik im Kaufverhalten widerspiegeln kann. Es werde in Zukunft daher verstärkt darauf ankommen, international agierende Unternehmen und ihre Produkte in den entsprechenden Märkten lokal zu verankern und den Stichworten Corporate Responsibility und Corporate Citizenship verstärkt Bedeutung zuzumessen.
Dazu wurden jeweils 1.000 Personen in den Ländern Großbritannien, Frankreich und Deutschland nach der letzten Phase des Krieges zwischen dem 11. und 13. April 2003 befragt.

www.webershandwick.com

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