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Industrie distanziert sich von ‚In-Game-Advertising’

Die euphorischen Stimmen um den potenziellen Umsatzturbo „In-Game-Advertising“ sind deutlich leiser geworden. So hat der anfangs vielversprechende Bereich die über Jahre gehegten Hoffnungen der Videospielbranche auf zusätzliche Erlöse bisher schwer enttäuscht. Zwar nimmt das Geschäft mit Anzeigen in Spielen weiterhin leicht zu, die Wachstumsraten reichen jedoch bei weitem nicht an das ursprünglich anvisierte Niveau und die allzu überschwänglichen Prognosen für die ersten Jahre heran. Mittlerweile versucht die Spieleindustrie sogar, wieder ein wenig Abstand von dem Business-Modell zu gewinnen.

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Erst vor wenigen Monaten hat sich Microsoft dazu entschlossen, die eigene und einst teuer erstandene In-Game-Werbeabteilung Massive Inc. zu schließen. Dabei ging das Unternehmen anfangs noch für das Jahr 2010 von einem bislang unerreichten Zwei-Milliarden-Dollar-Markt aus. Darüber hinaus äußern nunmehr weitere Branchenriesen ihre Bedenken – so etwa die Gaming-Schmiede Activision Blizzard. Ihr zufolge sind die User der Spiele und damit die eigene Kundschaft von den Werbeeinblendungen nicht sonderlich begeistert.

Einerseits erkennen Marken und werbetreibende Unternehmen in den Online- und Videospielen nach wie vor – womöglich irrtümlicherweise – nur einen Nischensektor. Sie zeigen sich mit ihren Engagements zurückhaltender als angenommen. Andererseits macht den Entwicklern zu schaffen, dass sich die User beim Spielen nicht gerne von den Annoncen stören lassen. „Es gab eine Zeit, als wir dachten, Werbung und Sponsoring wäre eine große Chance“, wird Activision-CEO Bobby Kotick vom Independent zitiert. „Wir haben jedoch erkannt, dass unsere Kunden 60 Dollar für ein Game oder eine monatliche Abo-Gebühr zahlen und nicht wirklich mit Sponsoring und Werbung bombardiert werden wollen.”

Insbesondere bei Gamern, die Abo-Spiele nutzen, kommen die Einblendungen alles andere als gut an. Sie wissen, dass es sich dabei um eine Einnahmequelle jener Entwickler handelt, die ihnen bereits etwas verkauft haben, sagt Branchenkenner Richard Lewis von Heaven Media. Statt des erwarteten Premium-Produkts bekommen sie in Form des In-Game-Advertisings aber eine Aufforderung zu weiteren Käufen serviert. Jüngere und womöglich realistischere Prognosen gehen nunmehr davon aus, dass der In-Game-Werbemarkt bis zum Jahr 2014 ein Volumen von einer Milliarde Dollar erreichen könnte. pte

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