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Google straft jetzt auch mobile Webseiten für langsame Ladezeiten ab

Ab Juli 2018 bevorzugt Google auch auf mobilen Endgeräten schnell ladende Webseiten in den Suchergebnissen. Für langsame Seiten bedeutet dies: Aufrüsten! Felix Gessert, Gründer und CEO von Baqend, ordnet Googles Ankündigung zur mobilen Suche ein.

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Ein Kommentar von Felix Gessert, Gründer und CEO von Baqend

Tech-Blogs und SEO-Spezialisten sahen Page Speed für das kommende Jahr ohnehin als wichtiges Thema für die Suchmaschinenoptimierung. Doch mit Googles neuester Ankündigung bekommen kurze Ladezeiten nun unmittelbar noch größere Relevanz: Künftig sollen Ladezeiten nicht mehr nur auf dem Desktop ausschlaggebend für das Suchergebnis sein, sondern auch auf mobilen Endgeräten mitentscheiden.

Page Speed wird zum Faktor für mobile Suchergebnisse

Google verspricht, dass Page Speed eines von vielen SEO-Kriterien ist und nur sehr langsame Seiten betroffen sein werden – relevante Inhalte seien noch immer wichtiger als schnelle Ladezeiten. Ein Blick in Googles Referenzbericht zeigt jedoch, dass Web Performance bei einigen deutschen Webseiten zum Problem werden könnte: So ist die mobile Seite der Online-Bank comdirect zum Beispiel erst nach über 17 Sekunden vollständig geladen und sogar die ersten Inhalte sind im Durchschnitt erst nach 16 Sekunden sichtbar. Der Onlineshop des Fernsehsenders DMAX lädt über eine Minute (65 Sekunden), wobei dem Nutzer erst nach 28 Sekunden überhaupt etwas angezeigt wird. Schnellste deutsche Seite im Ranking ist mit mathe-trainer.de vom Cornelsen Verlag eine Seite mit ausschließlich statischen Inhalten: Sie lädt sogar im mobilen Netz binnen einer halben Sekunde. Ein vergleichbares Ergebnis mit dynamischen Inhalten zu erreichen, bedeutet wesentlich mehr Aufwand. Zum Vergleich: Ebay.de schafft 1,5 Sekunden Ladezeit und macht erste Inhalte bereits in der ersten Sekunde sichtbar. Die genannten Messergebnisse stammen aus dem Chrome User Experience Report: Hier hat Google anonymisierte User-Daten zum Surfen im mobilen Netz erfasst und daraus errechnete durchschnittliche Ladezeiten für Webseiten veröffentlicht.

Kurze Ladezeiten werden somit immer wichtiger: Die Sichtbarkeit bei Google wird durch sie beeinflusst. Auch Conversions und Views können mit höherem Page Speed signifikant gesteigert werden. Wer seine Webseite also nicht am Ende der mobilen Suchergebnisse wiederfinden will, der sollte Googles Ankündigung zum Anlass nehmen, die eigenen Ladezeiten zu optimieren. Dies lohnt sich nicht nur für das SEO-Ranking.

Über den Autor: Felix Gessert hat 2014 das IT-Studium zum Master of Science an der Universität Hamburg erfolgreich abgeschlossen und mit befreundeten Kommilitonen Baqend gegründet. Baqend entwickelt Cloud-basierte Backend-Lösungen, die es mit neuartigen Caching-Algorithmen erlauben, sofort ladende Webseiten umzusetzen. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit dem technischen Fundament von Baqend. 

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