Suche

Anzeige

Für Verbraucher hat Schuldenabbau Priorität

Während das Vertrauen der Verbraucher weltweit und auch in Deutschland fast stabil ist, zeigen die wirtschaftlichen Entwicklungen doch Wirkung auf die Einschätzung der Konsumenten. Die Sorge um die wirtschaftliche Lage und steigende Wohnnebenkosten rückt wieder in den Vordergrund. Das belegt eine internationale Studie, für die das Marktforschungsinstitut Nielsen rund 28 000 Internetnutzer aus mehr als 50 Ländern – darunter 500 aus Deutschland – befragte.

Anzeige

Das Verbrauchervertrauen in Deutschland war im dritten Quartal erneut leicht rückläufig (von 88 auf 87 Punkte), befindet sich im Langzeittrend aber weiterhin auf hohem Niveau. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit im oberen Drittel und die gesamte Region Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH) trotz des aktuellen Rückgangs in der Schweiz deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Weltweit ist das Vertrauen um einen Punkt gesunken. Das stärkste Vertrauen weltweit haben die Konsumenten in Indien (121 Punkte), in Europa und in Norwegen (101 Punkte). Das geringste Vertrauen zeigen die Befragten in Portugal (40 Punkte) und Ungarn (47 Punkte). Dazu sagt Petra Kacnik, Director Consumer Research Nielsen DACH: „Speziell der stabile Arbeitsmarkt in Deutschland führt zu guten finanziellen Aussichten und damit zu einem sehr stabilen Verbrauchervertrauen.“ Bei der Einschätzung der Berufsaussichten kann man laut Nielsen ebenfalls von einer sehr robusten Situation sprechen.

Im Zusammenhang mit einer etwas schwächeren Anschaffungsneigung stehen Veränderungen beim Konsum. Geld, das nach Deckung der Lebenshaltungskosten übrig bleibt, verwenden die Konsumenten in Deutschland nach eigenen Angaben nun primär für die Abzahlung von Schulden (35 Prozent Nennungen). An zweiter Stelle folgen Ausgaben für neue Kleidung und Freizeitaktivitäten außerhalb der eigenen vier Wände (jeweils 33 Prozent). Im Vergleich zum europäischen Durchschnitt verwenden relativ viele deutsche Konsumenten ihr Geld für den Abbau von Schulden sowie für die Altersvorsorge, während Spareinlagen einen relativ geringen Stellenwert haben, der zudem im Vergleich zum letzten Quartal auch noch gesunken ist. Obgleich das Vertrauen der Konsumenten in Deutschland auf einem hohen Niveau bleibt, scheint die Eurokrise Wirkung zu zeigen. Zwar sind steigende Wohnnebenkosten nach wie vor die größte Sorge der Verbraucher in Deutschland, die Sorge um die wirtschaftliche Lage hat jedoch wieder aufgeholt und liegt an zweiter Stelle (im Quartal 2/2011 an fünfter Stelle). Auch wegen steigender Lebensmittel- und Spritpreise sorgen sich die deutschen Konsumenten, während die Angst um den Arbeitsplatz dagegen parallel zur positiven Arbeitsmarktlage in Deutschland keine so große Rolle spielt (11 Prozent).

Lebensmittel werden weiter als Sparpotenzial angesehen. Der Kauf günstigerer Lebensmittel und Reduzierungen bei den Einkäufen von Take-away-Mahlzeiten sind die beliebtesten Sparmaßnahmen, um trotz Krise im Budget zu bleiben. Offenbar sind auch mögliche Einsparungen bei Telefonkosten in das Blickfeld der Verbraucher gerückt, denn hier gab es mit neun Prozentpunkten die stärkste Zunahme im Vergleich zum Vorquartal.

www.nielsen.com/de

Kommunikation

Was macht eigentlich Andreas Gahlert – Gründer von Neue Digitale/Razorfish

Mit seiner Agentur Razorfish und Kunden wie Audi und McDonald’s war er einer der meistdekorierten Digitalkreativen. Dann stieg er aus und gründete später das Start-up CoBi für Connected-Bike-Technologie. Nach viel Zeit mit Kiten, Snowboarden und 911er-Fahren wollte Gahlert wieder „mehr Sinn“ im Leben haben. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Was man kennt, das liebt man: Warum Imagewerbung Vertrauen schafft

Christian Montag, Professor für Molekulare Psychologie an der Universität Ulm, sprach vergangene Woche…

Werberat rügt umstrittenen Muttertags-Spot von Edeka

Der Deutsche Werberat hat den umstrittenen Edeka-Werbespot zum Muttertag öffentlich gerügt. Die Werbung…

Studien der Woche: Teure Städte, Marketingkanäle und Online-Shopping

Marktforschung und Wirtschaft veröffentlichen täglich neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige